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19.08.2019

09:24

#DigitalDictionary

Permalancing – Schöne neue Arbeitswelt

Von: Milena Merten

Wer schon heute das Morgen verstehen will, muss die Sprache der Zukunft sprechen – und dafür gibt es ab sofort einmal pro Woche das digital dictionary unserer digitalen Bildungsplattform ada. In Folge 8: das Permalancing.

Flache Hierarchien, kostenlose Mahlzeiten und natürlich Tischtennis: Viele Tech-Konzerne setzen Standards für die Zukunft der Arbeit. dpa

New Work

Flache Hierarchien, kostenlose Mahlzeiten und natürlich Tischtennis: Viele Tech-Konzerne setzen Standards für die Zukunft der Arbeit.

Düsseldorf Die Menschen, die für Google arbeiten, nennen sich Googler. Jedenfalls die Hälfte von ihnen. Diejenigen, die auf dem Papier zu den etwa 100.000 Mitarbeiter*innen des Konzerns zählen. Es gibt allerdings noch eine weitere, zahlenmäßig größere Belegschaft, die die New York Times kürzlich als „Shadow Workforce“ bezeichnete: Dazu zählen mindestens 120.000 Menschen, die als Vertrags- oder Zeitarbeiter*innen für Google arbeiten. 

Damit ist Google kein Einzelfall. Tech-Unternehmen wie Facebook, Amazon oder Uber heuern Menschen an, die für sie programmieren, Produkte testen oder Nutzerkommentare moderieren. Manche tun das nur einige Monate lang für ein paar Tage pro Woche. Bei anderen entwickelt es sich zu einem Vollzeitjob ohne Festanstellung auf unbestimmte Zeit.

Wer 40 Stunden pro Woche für ein- und denselben Auftraggeber arbeitet, ist kein Freelancer, sondern „Permalancer“ – und repräsentiert die neue Arbeitswelt, die sich außerhalb des heilen Kosmos der Konzernzentralen mit kostenlosen Mahlzeiten, bunten Sofas und den obligatorischen Tischtennisturnieren im Innenhof abspielt.

ada - Heute das Morgen verstehen

Permalancer*innen verdienen meist weniger als ihre festangestellten Kolleg*innen, genießen in der Regel nicht die gleichen Sozialleistungen und können von heute auf morgen gekündigt werden. Oft haben sie keinen Zugang zu offiziellen Firmenevents oder internen Jobbörsen. Dafür ersparen sie dem Unternehmen im Vergleich zu ihren festangestellten Kolleg*innen im Schnitt bis zu 100.000 US-Dollar pro Jahr. Das hat OnContracting berechnet, eine Plattform, die Zeitarbeit in Tech-Firmen vermittelt.

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    In der Medien- und Kreativbranche ist Permalancing schon länger verbreitet und wird auch im Tech-Zentrum Silicon Valley immer beliebter. Schätzungen zufolge sind 40-50 Prozent der Arbeitnehmer*innen in dortigen Technologiefirmen Permalancer*innen. In ebenjenen Firmen, die für sich proklamieren, die Zukunft gestalten und die Welt zu einem besseren Ort machen zu wollen.

    Mehr: Milena Merten ist Reporterin für die digitale Bildungsplattform ada. Wenn auch Sie schon heute das Morgen verstehen wollen, schauen Sie doch mal vorbei: join-ada.com

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