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Käfer, Vögel, Fledermäuse

Diese Tiere haben Großprojekte verzögert oder scheitern lassen

Im Kampf gegen umstrittene Projekte sind Tiere mitunter erfolgreicher als Bürgerinitiativen. Hier einige Exemplare, die große Vorhaben verzögerten oder gar scheitern ließen.

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Selbst mit ausgebreiteten Flügeln ist die Bechsteinfledermaus nicht viel größer als eine menschliche Hand. Doch das kleine Tier hat enormen Einfluss: Auch ihm zuliebe haben Richter vorerst die umstrittene Rodung des Hambacher Forstes durch den Energiekonzern RWE gestoppt. Der Wald beheimate seltene Tierarten und müsse deshalb geschützt werden, argumentierte das zuständige Oberverwaltungsgericht Münster. Damit zählt die kleine Fledermaus, die zu den bedrohten Arten gerechnet wird, zu jener besonderen Klasse von Tieren, durch die große Projekte verzögert oder ganz verhindert wurden. Hier einige weitere Beispiele. dpa

Bechsteinfledermaus - Hambacher Forst

Selbst mit ausgebreiteten Flügeln ist die Bechsteinfledermaus nicht viel größer als eine menschliche Hand. Doch das kleine Tier hat enormen Einfluss: Auch ihm zuliebe haben Richter vorerst die umstrittene Rodung des Hambacher Forstes durch den Energiekonzern RWE gestoppt. Der Wald beheimate seltene Tierarten und müsse deshalb geschützt werden, argumentierte das zuständige Oberverwaltungsgericht Münster. Damit zählt die kleine Fledermaus, die zu den bedrohten Arten gerechnet wird, zu jener besonderen Klasse von Tieren, durch die große Projekte verzögert oder ganz verhindert wurden. Hier einige weitere Beispiele.

Bild: dpa

Auch das Große Mausohr gehört zu den seltenen Fledermäusen im Hambacher Wald, die die Richter geschützt sehen wollen. Mit einer Flügelspannweite von rund 40 Zentimetern ist das Tier etwas größer als die Bechsteinfledermaus. dpa

Großes Mausohr - Hambacher Forst

Auch das Große Mausohr gehört zu den seltenen Fledermäusen im Hambacher Wald, die die Richter geschützt sehen wollen. Mit einer Flügelspannweite von rund 40 Zentimetern ist das Tier etwas größer als die Bechsteinfledermaus.

Bild: dpa

Was die geballte Wut empörter Bürger nicht schaffte, wäre diesem seltenen Käfer beinahe gelungen: der Stopp des umstrittenen Bahnhofsprojekts Stuttgart 21. Weil der Juchtenkäfer auf einigen der Bäume, die dem Bahnhof im Weg standen, nachgewiesen wurde, konnte die Bahn erst nach aufwändigen und sehr teuren Schutzmaßnahmen weiterbauen. (Foto: dpa)

Juchtenkäfer - Stuttgart 21

Was die geballte Wut empörter Bürger nicht schaffte, wäre diesem seltenen Käfer beinahe gelungen: der Stopp des umstrittenen Bahnhofsprojekts Stuttgart 21. Weil der Juchtenkäfer auf einigen der Bäume, die dem Bahnhof im Weg standen, nachgewiesen wurde, konnte die Bahn erst nach aufwändigen und sehr teuren Schutzmaßnahmen weiterbauen. (Foto: dpa)

Fledermäuse haben offenbar ein besondere Begabung für Baustopps. 2007 sorgte die Kleine Hufeisennase zeitweise dafür, dass die Dresdener Waldschlößchenbrücke nicht weitergebaut werden konnte. Erst als die Pläne im Sinne des Naturschutzes nachgebessert worden waren, konnte das umstrittene Bauprojekt beendet werden. (Foto: dpa)

Kleine Hufeisennase - Waldschlößchenbrücke

Fledermäuse haben offenbar ein besondere Begabung für Baustopps. 2007 sorgte die Kleine Hufeisennase zeitweise dafür, dass die Dresdener Waldschlößchenbrücke nicht weitergebaut werden konnte. Erst als die Pläne im Sinne des Naturschutzes nachgebessert worden waren, konnte das umstrittene Bauprojekt beendet werden. (Foto: dpa)

Zu den seltensten Vögeln hierzulande zählt der Wachtelkönig. Kein Wunder, dass Naturschützer Sturm liefen, als die Ostseeautobahn A20 seinen Lebensraum queren sollte. Zeitweise sorgte der kleine Vogel sogar für einen Baustopp bei dem Nachwende-Großprojekt, letztlich wurde die Autobahn aber doch fertiggestellt. (Foto: dpa)

Wachtelkönig - Ostseeautobahn

Zu den seltensten Vögeln hierzulande zählt der Wachtelkönig. Kein Wunder, dass Naturschützer Sturm liefen, als die Ostseeautobahn A20 seinen Lebensraum queren sollte. Zeitweise sorgte der kleine Vogel sogar für einen Baustopp bei dem Nachwende-Großprojekt, letztlich wurde die Autobahn aber doch fertiggestellt. (Foto: dpa)

Den Unmut von Naturschützern zog sich die Deutsche Bahn zu, als sie beim Bau der ICE-Strecke Hannover - Berlin den Lebensraum dieses seltenen Vogels gefährdete. 12 Millionen Euro kostete es das Unternehmen schließlich, den fraglichen Teil der Strecke durch Schutzwände so abzusichern, das dem Tierwohl Genüge getan wurde. (Foto: dpa)

Großtrappe - ICE-Strecke

Den Unmut von Naturschützern zog sich die Deutsche Bahn zu, als sie beim Bau der ICE-Strecke Hannover - Berlin den Lebensraum dieses seltenen Vogels gefährdete. 12 Millionen Euro kostete es das Unternehmen schließlich, den fraglichen Teil der Strecke durch Schutzwände so abzusichern, das dem Tierwohl Genüge getan wurde. (Foto: dpa)

Am Flughafen in Frankfurt/Main ließ der Flughafenbetreiber Fraport eine Hirschkäfer-Brut umsiedeln. Erst danach durfte der Wald für den Bau einer 150 Mio. Euro teuren Halle gerodet werden. (Foto: dpa)

Hirschkäfer - Flughafenhalle

Am Flughafen in Frankfurt/Main ließ der Flughafenbetreiber Fraport eine Hirschkäfer-Brut umsiedeln. Erst danach durfte der Wald für den Bau einer 150 Mio. Euro teuren Halle gerodet werden. (Foto: dpa)

Nicht unbedingt eine Schönheit, dafür aber selten in unseren Breiten ist der Kammmolch. In Hessen führte eine Population der Tiere dazu, dass 2005 die Streckenführung der A 49 zwischen Kassel und der A 5 bei Gemünden geändert wurde. (Foto: Wikipedia Public Domain)

Kammmolch - Autobahnbau

Nicht unbedingt eine Schönheit, dafür aber selten in unseren Breiten ist der Kammmolch. In Hessen führte eine Population der Tiere dazu, dass 2005 die Streckenführung der A 49 zwischen Kassel und der A 5 bei Gemünden geändert wurde. (Foto: Wikipedia Public Domain)

Gerne erinnern wir uns an die Rede eines bayrischen Ministerpräsidenten, der uns in Aussicht stellte, dass wir nur in den Hauptbahnhof seiner Landeshauptstadt einzusteigen bräuchten, um zehn Minuten später aus einem waschechten Transrapid auszusteigen. Dass diese schöne Vision unverwirklicht blieb, lag sicher nicht an der Wechselkröte. Doch wären die Planungen für die Magnetbahn weiter fortgeschritten, hätte der geplante Trassenbau durch den Lebensraum der Amphibie sicher für Aufregung gesorgt. In Stellung gebracht hatten sich die Konfliktparteien seinerzeit schon. (Foto: Wikipedia Public Domain)

Wechselkröte - Transrapid

Gerne erinnern wir uns an die Rede eines bayrischen Ministerpräsidenten, der uns in Aussicht stellte, dass wir nur in den Hauptbahnhof seiner Landeshauptstadt einzusteigen bräuchten, um zehn Minuten später aus einem waschechten Transrapid auszusteigen. Dass diese schöne Vision unverwirklicht blieb, lag sicher nicht an der Wechselkröte.

Doch wären die Planungen für die Magnetbahn weiter fortgeschritten, hätte der geplante Trassenbau durch den Lebensraum der Amphibie sicher für Aufregung gesorgt. In Stellung gebracht hatten sich die Konfliktparteien seinerzeit schon. (Foto: Wikipedia Public Domain)

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