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Plastikmüll

Tödlicher Wohlstandsmüll in den Meeren

Jedes Jahr verschmutzen Millionen Tonnen Plastikmüll die Gewässer der Erde – und ein Ende der weltweiten Vermüllung ist nicht in Sicht. Zum „Welttag der Meere“ ein paar Fakten zum Thema.

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Plastik ist aus dem Alltag nicht wegzudenken. Doch längst belastet der Müll nicht mehr gebrauchter Plastikartikel wie Tüten, Geschirr, Besteck, Möbel, Folien die Umwelt – vor allem die Meere. Nach Schätzungen schwimmen in den Weltmeeren... dpa

Plastikmüll im Meer

Plastik ist aus dem Alltag nicht wegzudenken. Doch längst belastet der Müll nicht mehr gebrauchter Plastikartikel wie Tüten, Geschirr, Besteck, Möbel, Folien die Umwelt – vor allem die Meere. Nach Schätzungen schwimmen in den Weltmeeren...

Bild: dpa

...mehr als 140 Millionen Tonnen Plastik, und jedes Jahr werden es mehr. Zum „Welttag der Meere“ am 8. Juni ein paar Fakten zum Thema. AFP

Plastikmüll verseucht Gewässer

...mehr als 140 Millionen Tonnen Plastik, und jedes Jahr werden es mehr. Zum „Welttag der Meere“ am 8. Juni ein paar Fakten zum Thema.

Bild: AFP

Für Meerestiere und Seevögel bedeutet Plastikmüll Lebensgefahr: Er vergiftet sie schleichend oder verstopft ihre Mägen, sodass sie verhungern. Geschätzt 100.000 Meerestiere verenden jährlich an Müllpartikeln. Auch in Speisefischen wie Kabeljau oder Thunfisch wurden bereits Plastikpartikel nachgewiesen. AP

Wie gefährlich ist der Müll in den Meeren?

Für Meerestiere und Seevögel bedeutet Plastikmüll Lebensgefahr: Er vergiftet sie schleichend oder verstopft ihre Mägen, sodass sie verhungern. Geschätzt 100.000 Meerestiere verenden jährlich an Müllpartikeln. Auch in Speisefischen wie Kabeljau oder Thunfisch wurden bereits Plastikpartikel nachgewiesen.

Bild: AP

Plastikabfälle enthalten unter anderem chlorierte Kohlenwasserstoffe, Verhärter oder Weichmacher, sagt Katja Ziebarth, Meeresschutzreferentin des BUND Bremen. Der Müll ist also auch für den Menschen nicht harmlos.  Winzige Plastikpartikel werden von Würmern, Muscheln, Krebsen aus dem Wasser gefiltert, die dann als Nahrung der Fische dienen. „Es ist davon auszugehen, dass Mikroplastik über die Nahrungskette auch wieder auf unseren Tellern landet“, so Schöttner. dpa

Welche Gefahren drohen dem Menschen?

Plastikabfälle enthalten unter anderem chlorierte Kohlenwasserstoffe, Verhärter oder Weichmacher, sagt Katja Ziebarth, Meeresschutzreferentin des BUND Bremen. Der Müll ist also auch für den Menschen nicht harmlos. Winzige Plastikpartikel werden von Würmern, Muscheln, Krebsen aus dem Wasser gefiltert, die dann als Nahrung der Fische dienen. „Es ist davon auszugehen, dass Mikroplastik über die Nahrungskette auch wieder auf unseren Tellern landet“, so Schöttner.

Bild: dpa

Der Plastikmüll kann viele hundert wenn nicht tausend Jahre erhalten bleiben. Größere Plastikteile zersetzen sich zwar, bleiben aber in Form kleinster Teilchen, als sogenannter Mikroplastik, erhalten. Der größte Teil des Plastikmülls im Meer treibt als Mikroplastik unsichtbar im Wasser. Etwa 15 Prozent halten sich an der Oberfläche, nur 5 Prozent gelangen an die Strände. Selbst entlegene Meeresregionen sind von den Problem betroffen, wie dieses Bild belegt, das Meeresforscher des Alfred-Wegener-Instituts gemacht haben. Es zeigt Plastikmüll auf dem Meeresgrund in der Arktis. dpa

Wird der Plastikmüll in den Meeren abgebaut?

Der Plastikmüll kann viele hundert wenn nicht tausend Jahre erhalten bleiben. Größere Plastikteile zersetzen sich zwar, bleiben aber in Form kleinster Teilchen, als sogenannter Mikroplastik, erhalten. Der größte Teil des Plastikmülls im Meer treibt als Mikroplastik unsichtbar im Wasser. Etwa 15 Prozent halten sich an der Oberfläche, nur 5 Prozent gelangen an die Strände. Selbst entlegene Meeresregionen sind von den Problem betroffen, wie dieses Bild belegt, das Meeresforscher des Alfred-Wegener-Instituts gemacht haben. Es zeigt Plastikmüll auf dem Meeresgrund in der Arktis.

Bild: dpa

Es ist in der Tat ein weltweites Problem. Jährlich würden auf der ganzen Welt rund 300 Millionen Tonnen Plastikmüll produziert, sagt Jörg-Olaf Wolff vom Instituts für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) in Wilhelmshaven. Daher sei es wichtig, bei der Bekämpfung des Mülls den Blick in alle Regionen der Erde zu werfen. dpa

Sind alle Länder gleichermaßen betroffen?

Es ist in der Tat ein weltweites Problem. Jährlich würden auf der ganzen Welt rund 300 Millionen Tonnen Plastikmüll produziert, sagt Jörg-Olaf Wolff vom Instituts für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) in Wilhelmshaven. Daher sei es wichtig, bei der Bekämpfung des Mülls den Blick in alle Regionen der Erde zu werfen.

Bild: dpa

Die Bundesregierung setzt sich auf internationaler Ebene für eine Bekämpfung des Müllproblems ein. 2015 verabschiedeten die sieben großen Industrienationen (G7) einen Aktionsplan, der als Vorbild für die G20 dienen soll, die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer. Weitere Maßnahmen... dpa

Was tut Deutschland, um das Problem in Griff zu bekommen?

Die Bundesregierung setzt sich auf internationaler Ebene für eine Bekämpfung des Müllproblems ein. 2015 verabschiedeten die sieben großen Industrienationen (G7) einen Aktionsplan, der als Vorbild für die G20 dienen soll, die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer. Weitere Maßnahmen...

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...sollen auf dem G20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg erarbeitet werden. Wichtige Themen dabei sind die Entsorgung von Kunststoffmüll und illegal entsorgter Müll von Schiffen im Ozean. In Deutschland soll ein Runder Tisch verschiedene Maßnahmen koordinieren. Ihm gehören rund 50 Experten von Fachbehörden, wissenschaftlichen Einrichtungen, Fischerei und Umweltverbänden an. dpa

Globales Müllproblem

...sollen auf dem G20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg erarbeitet werden. Wichtige Themen dabei sind die Entsorgung von Kunststoffmüll und illegal entsorgter Müll von Schiffen im Ozean. In Deutschland soll ein Runder Tisch verschiedene Maßnahmen koordinieren. Ihm gehören rund 50 Experten von Fachbehörden, wissenschaftlichen Einrichtungen, Fischerei und Umweltverbänden an.

Bild: dpa

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