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Umstrittener Unkrautvernichter

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Bürgerinitiative will eine Million Stimmen für Verbot sammeln

Der Unkrautvernichter wird von vielen Umweltschützern abgelehnt. dpa

Protest gegen Glyphosat

Der Unkrautvernichter wird von vielen Umweltschützern abgelehnt.

Bislang konnten die EU-Staaten keine Einigung darüber erzielen, ob das Herbizid weiter eingesetzt werden darf. In dem entscheidenden Gremium stimmten von den 28 Mitgliedsländern 19 für eine weitere Zulassung, sieben enthielten sich. Frankreich und Malta waren dagegen.

Deutschland gehörte in Brüssel zu denjenigen, die sich der Stimme enthielten, da die Frage im Bundeskabinett umstritten ist. Während Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Agrarminister Christian Schmidt (CSU) für die Zulassungsverlängerung sind, lehnen Umweltministerin Barbara Hendricks sowie die anderen SPD-geführten Ministerien dies ab.

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Ist Glyphosat ein nützliches Instrument für die Bauern? Oder doch ein gefährliches Gift? Die Debatte um den Unkrautvernichter wird hitzig geführt. Langsam muss sich die EU entscheiden, wie es mit dem Mittel weitergeht.

Die Umweltorganisation BUND forderte, die Zulassung des Unkrautvernichters zum Jahresende auslaufen zu lassen. „Eine weitere Verlängerung der Zulassung wäre fahrlässig“, sagte Pestizidexpertin Heike Moldenhauer. Glyphosat sei nicht nur für Menschen gesundheitsgefährdend, sondern auch maßgeblich für das Artensterben in der Agrarlandschaft verantwortlich.

Eine europäische Bürgerinitiative, bei der Umweltorganisationen aus 13 Ländern mitmachen, will bis Ende Juni eine Million Stimmen gegen das Unkrautgift sammeln und ein EU-weites Verbot durchsetzen. Damit eine solche Initiative die EU-Kommission veranlassen kann, in ihrem Sinne zu entscheiden, sind mehr als eine Million Unterschriften aus mindestens sieben EU-Staaten notwendig. Die Kommission kann das Gesuch aber auch ablehnen.

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    Die Einstufung durch die Chemikalienagentur sei „unverständlich für alle, die besseren Schutz vor unverantwortlichen und unnötigen Risiken fordern“, sagte Harald Ebner, Glyphosat-Experte der Grünen Bundestagsfraktion, am Mittwoch. „Die Entscheidung der ECHA schafft für die EU-Kommission ein Schlupfloch, um nach der 18-monatigen Übergangsfrist Glyphosat erneut in der EU für die nächsten Jahre zuzulassen“, erklärte Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion im Europaparlament.

    Der Industrieverband Agrar begrüßte die Entscheidung dagegen. „Die Echa bestätigt, was Zulassungsbehörden in aller Welt immer wieder festgestellt haben: Glyphosat ist nicht krebserregend“, erklärte der kommissarische Agrar-Hauptgeschäftsführer Dietrich Pradt. Er forderte die Bundesregierung auf, sich für einen zügigen Genehmigungsprozess in Brüssel einzusetzen.

    Kommentare (1)

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    Account gelöscht!

    15.03.2017, 17:50 Uhr

    EU-Agentur hält... da braucht es keine weiteren Worte. Die zahlreichen Lobbyisten in Brüssel sagen ihren Lakaien sicher, wo es lang geht.

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