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19.03.2022

14:37

Insight Innovation

Deepfakes: Im Krieg können wir unseren Augen nicht mehr trauen

Von: Thomas Jahn, Melanie Raidl

Im Ukrainekrieg kursieren viele manipulierte Bilder. Schon heute sind Deepfakes schwer zu enttarnen, bald wird es unmöglich sein. Für offene Mediengesellschaften ist das eine Bedrohung.

Deepfakes: Im Krieg können wir unseren Augen nicht mehr trauen

Deepfakes

Im Ukrainekrieg tauchen viele Bilder und Videos auf, die digital manipuliert sind.

Düsseldorf Mit ernster Miene und ruhiger Stimme spricht Wolodimir Selenski in die Kamera. In seinem typischen Armee-Outfit macht der ukrainische Präsident eine erstaunliche Aussage: Er ruft sein Volk und seine Armee zur Kapitulation auf.

Das Video von gut einer Minute Länge tauchte am vergangenen Mittwoch auf der Nachrichtenwebsite Channel 24 auf – einer glaubwürdigen Quelle in der Ukraine. Danach verbreitete es sich in Windeseile auf Facebook, Instagram oder Telegram.

Einen Tag später nahm es der Facebook-Mutterkonzern Meta aus dem Netz. Es ist ein „Deepfake-Video“, wie Nathaniel Gleicher, Sicherheitschef von Meta, sagte: „Diese Aussagen hat Präsident Selenski nie gemacht.“ Offenbar platzierten Hacker das Video bei dem Fernsehsender Channel 24.

Die manipulierte Selenski-Ansprache ist nur ein Beispiel für die vielen Fotos und Videos, die im Ukrainekrieg mehr oder weniger offensichtlich gefälscht sind. Das Internationale Factchecking-Netzwerk (IFCN) zählte bereits 700 Falschinformationen in Videos, Bildern und Texten.

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