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09.01.2019

09:14

Elektronikmesse CES

Uber-Partner Bell stellt Taxidrohne vor

Von: Werner Pluta
Quelle:Golem.de

Ist dies das Lufttaxi für Uber? Der US-Hubschrauberhersteller Bell hat auf der CES in Las Vegas Nexus vorgestellt, ein senkrecht startendes Fluggerät für fünf Fluggäste.

Das autonom agierende Fluggerät soll 2020 erstmals abheben. (Foto: Bell)

Lufttaxi Nexus

Das autonom agierende Fluggerät soll 2020 erstmals abheben. (Foto: Bell)

BerlinDer US-Hubschrauberhersteller Bell Helicopter hat auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas das Design des automatisiert fliegenden Flugtaxis Nexus vorgestellt. Es soll ab dem kommenden Jahr im Einsatz sein.

Das Design für den Innenraum hatte das Unternehmen bereits im vergangenen Jahr auf der CES vorgestellt. Nexus bietet Platz für fünf Insassen. Die maximale Zuladung beträgt 272 Kilogramm.

Nexus wird von sechs Mantelpropellern angetrieben. Das Fluggerät soll senkrecht starten und landen. Dafür werden die Propeller gekippt, für den Flug werden sie aufgestellt.

Bell hat mit diesem Konzept Erfahrung. Es war bereits an der Entwicklung von zwei Kipprotor-Wandelflugzeugen beteiligt, des Bell-Boeing V-22 Osprey zusammen mit Boeing und des Bell V-280 Valor mit Lockheed Martin.

Der Antrieb ist nicht rein elektrisch, es handelt sich um einen Hybridantrieb. Der soll leistungsfähiger sein und mehr Nutzlast sowie eine höhere Reichweite ermöglichen. Nexus soll nicht nur als Taxidrohne eingesetzt werden, sondern auch zum Warentransport.

Außerdem könnte Nexus für militärische Zwecke genutzt werden. Die Darpa, eine Forschungsagentur des US-Verteidigungsministeriums, hat vor einigen Jahren die Entwicklung einer senkrecht startenden und landenden Drohne in Auftrag gegeben.

Ein möglicher Interessent ist der Fahrdienst Uber. Uber hat 2016 das Konzept für Uber Air angekündigt. Der Dienst mit den Flugtaxis soll bereits 2020 starten. Dann dürfte auch Nexus startklar sein. Bell kooperiert seit 2017 mit Uber.

Neben Bell entwickelt eine Reihe weiterer Unternehmen Flugtaxis. Darunter sind etablierte Luftfahrtkonzerne wie Airbus, aber auch Startups wie Volocopter aus Bruchsal.

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