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18.09.2017

14:06 Uhr

Nominierungen für den Zukunftspreis

Ein Roboter als Pflegekraft

Bessere Hilfe bei Krankheit und Behinderung – das ist ein Thema der Projekte, die für den Deutschen Zukunftspreis ausgewählt sind. Neu aufbereitete CT- und MRT-Bilder zeigen den Körper in unbekanntem Detail.

Besonders in der Medizin will die Forschung weiterhin große Fortschritte machen. Aber auch für die Altenpflege sind vielversprechende Erfindungen auf dem Weg. dpa

Deutscher Zukunftspreis

Besonders in der Medizin will die Forschung weiterhin große Fortschritte machen. Aber auch für die Altenpflege sind vielversprechende Erfindungen auf dem Weg.

München„Panda“ ist gelehrig. Vormachen genügt – schon greift der Arm selbst zu. Der neue Leichtbau-Roboter ahmt Bewegungen nach, merkt sich Abläufe – und reagiert sensibel auf Berührung. Die Forscher der Universität Hannover und des Münchner Technologieunternehmens Franka Emika haben einen Jedermanns-Roboter konstruiert, der über den industriellen Bereich hinaus zum direkten Partner für den Menschen werden soll.

Ihre Arbeit ist mit zwei weiteren Projekten für den Deutschen Zukunftspreis nominiert. Er ist mit 250.000 Euro dotiert und gehört zu den bedeutendsten Wissenschaftspreisen in Deutschland. Bei den anderen Projekten geht es um eine neue Generation von Handprothesen – und ein Verfahren, um das Körperinnere besser sichtbar zu machen. Den Industrie 4.0-Roboter „Panda“ hat der Gründer der Firma Franka Emika und Direktor am Institut für Regelungstechnik der Universität Hannover, Sami Haddadin, bereits auf der Cebit vorgestellt.

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Seit Kurzem wird der Roboter im Allgäu gefertigt. Kosten: Knapp 10.000 Euro in der Basisausführung. „Panda“ lerne durch Nachmachen und Üben – wie ein Mensch. „Dadurch wird die Interaktion zwischen Mensch und Maschine intuitiv“, sagt Haddadin. Der von Haddadin gemeinsam mit seinem Bruder Simon als Mediziner und seinem Kollegen Sven Parusel vorgestellte Roboter reagiert feinfühlig auf direkten Kontakt. Das verhindert Verletzungen bei Menschen und Schäden an Gegenständen – und macht somit auch den oft diskutierten Einsatz in der Pflege möglich.

Ein Probelauf ist in Garmisch-Partenkirchen geplant. „Garmi“ – so heißt der Gefährte hier – soll dann älteren Menschen daheim helfen: Mikrowelle bedienen, Spülmaschine ausräumen, dem Postboten öffnen – und vielleicht sogar in einem Notfall assistieren. Ebenfalls um eine hochsensible Technik geht es bei dem Projekt der Ingenieure von Vincent Systems aus Karlsruhe.

Stefan Schulz, Adrian Andres und Matthias Baßler haben eine leichte und kleine Handprothese für Kinder und Jugendliche entwickelt, bei der einzelne Finger aktiv bewegt werden können. Die Entwicklung sei lange vernachlässigt worden, sagte Schulz. Dabei gehe es um eine wichtige Lebensphase, in dem es um Zukunftsplanung gehe, um berufliche Orientierung und Sport.

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