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Preise für Forschung und Frieden

Das sind die Nobelpreisträger 2018

Als Forscher oder Friedensaktivisten haben sie der Menschheit große Dienste geleistet - ganz im Sinne des Vermächtnisses von Preisstifter Alfred Nobel. Die Nobelpreisträger 2018 im Kurzporträt.

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Der diesjährige Friedensnobelpreis wird an den kongolesischen Arzt Denis Mukwege und die irakische Jesidin Nadia Murad vergeben. Damit ehrt das Nobel-Komitee die Arbeit Mukweges, der in seiner Heimat vergewaltigte Frauen behandelt. Murad setzt sich ebenfalls gegen sexuelle Gewalt gegen Frauen ein. Sie war von der Extremisten-Miliz „Islamischer Staat“ in ihrer Heimat Irak entführt und als Sexsklavin gefoltert worden. Reuters

Friedensnobelpreis 2018

Der diesjährige Friedensnobelpreis wird an den kongolesischen Arzt Denis Mukwege und die irakische Jesidin Nadia Murad vergeben. Damit ehrt das Nobel-Komitee die Arbeit Mukweges, der in seiner Heimat vergewaltigte Frauen behandelt. Murad setzt sich ebenfalls gegen sexuelle Gewalt gegen Frauen ein. Sie war von der Extremisten-Miliz „Islamischer Staat“ in ihrer Heimat Irak entführt und als Sexsklavin gefoltert worden.

Bild: Reuters

Denis Mukwege hat es zu seiner Lebensaufgabe gemacht, vergewaltigten Frauen in seinem Heimatland Kongo zu helfen. Der 63-Jährige gilt als weltweit führender Experte für die Behandlung von Verletzungen durch Gruppenvergewaltigungen. Mukwege gründete 1999 das Panzi-Krankenhaus in Bukavu im Osten des Kongo. Mehr als 50.000 Frauen haben er und sein Team schon behandelt. dpa

Denis Mukwege

Denis Mukwege hat es zu seiner Lebensaufgabe gemacht, vergewaltigten Frauen in seinem Heimatland Kongo zu helfen. Der 63-Jährige gilt als weltweit führender Experte für die Behandlung von Verletzungen durch Gruppenvergewaltigungen. Mukwege gründete 1999 das Panzi-Krankenhaus in Bukavu im Osten des Kongo. Mehr als 50.000 Frauen haben er und sein Team schon behandelt.

Bild: dpa

Mukwege wurde 1955 als Sohn eines Pastors in Bukavu geboren. Er studierte in Burundi Medizin und lies sich später in Frankreich zum Gynäkologen ausbilden. Heute bemüht er sich zunehmend, nicht nur die physischen, sondern auch die psychischen Wunden der Opfer zu heilen. Als Menschenrechtler setzt er sich zudem auf politischer Ebene dafür ein, Vergewaltigungen als Kriegswaffe ein Ende zu setzten. Das hätte Mukwege wohl fast das Leben gekostet. 2012 überfielen Bewaffnete sein Haus in Bukavu, ein Freund von ihm wurde dabei getötet. AP

Denis Mukwege

Mukwege wurde 1955 als Sohn eines Pastors in Bukavu geboren. Er studierte in Burundi Medizin und lies sich später in Frankreich zum Gynäkologen ausbilden. Heute bemüht er sich zunehmend, nicht nur die physischen, sondern auch die psychischen Wunden der Opfer zu heilen. Als Menschenrechtler setzt er sich zudem auf politischer Ebene dafür ein, Vergewaltigungen als Kriegswaffe ein Ende zu setzten. Das hätte Mukwege wohl fast das Leben gekostet. 2012 überfielen Bewaffnete sein Haus in Bukavu, ein Freund von ihm wurde dabei getötet.

Bild: AP

Nadia Murad hat sich dem Kampf gegen die Versklavung ihrer jesidischen Glaubensschwestern durch die Terrormiliz Islamischer Staat verschrieben. Die 25-Jährige, die eine dreimonatige IS-Gefangenschaft überlebte, macht als Sonderbotschafterin der Vereinten Nationen auf die Qualen der IS-Opfer aufmerksam. Eigentlich wollte die junge Frau aus dem ländlichen Dorf Kocho in Nordirak nach der Schule einen Kosmetiksalon übernehmen. Doch Schergen des IS überfielen im August 2014 ihr Dorf im Sindschar-Gebiet und nahmen sie mit in die Großstadt Mossul. Murads Mutter und sechs Brüder wurden bei dem Überfall umgebracht, insgesamt töteten die IS-Terroristen mehr als 40 Mitglieder ihrer Familie. Reuters

Nadia Murad

Nadia Murad hat sich dem Kampf gegen die Versklavung ihrer jesidischen Glaubensschwestern durch die Terrormiliz Islamischer Staat verschrieben. Die 25-Jährige, die eine dreimonatige IS-Gefangenschaft überlebte, macht als Sonderbotschafterin der Vereinten Nationen auf die Qualen der IS-Opfer aufmerksam.

Eigentlich wollte die junge Frau aus dem ländlichen Dorf Kocho in Nordirak nach der Schule einen Kosmetiksalon übernehmen. Doch Schergen des IS überfielen im August 2014 ihr Dorf im Sindschar-Gebiet und nahmen sie mit in die Großstadt Mossul. Murads Mutter und sechs Brüder wurden bei dem Überfall umgebracht, insgesamt töteten die IS-Terroristen mehr als 40 Mitglieder ihrer Familie.

Bild: Reuters

Nadia Murad wurde in Mossul auf einem Sklavenmarkt an einen Mann verkauft, der sie später an einen anderen weiterverkaufte. Diesem entfloh sie beim Kauf einer Burka. Eine Familie half ihr schließlich, ins kurdische Grenzgebiet zu kommen, wo sie in einem Flüchtlingslager nahe Dohuk Unterschlupf fand. Nadia Murad lebt heute in Baden-Württemberg, wo rund 1000 Jesidinnen aus dem Nordirak Schutz gefunden haben. Seit Jahren macht die junge Frau unermüdlich auf das Schicksal ihrer Leidensgenossinnen aufmerksam. Reuters

Nadia Murad

Nadia Murad wurde in Mossul auf einem Sklavenmarkt an einen Mann verkauft, der sie später an einen anderen weiterverkaufte. Diesem entfloh sie beim Kauf einer Burka. Eine Familie half ihr schließlich, ins kurdische Grenzgebiet zu kommen, wo sie in einem Flüchtlingslager nahe Dohuk Unterschlupf fand.

Nadia Murad lebt heute in Baden-Württemberg, wo rund 1000 Jesidinnen aus dem Nordirak Schutz gefunden haben. Seit Jahren macht die junge Frau unermüdlich auf das Schicksal ihrer Leidensgenossinnen aufmerksam.

Bild: Reuters

Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an Wissenschaftler, die sich die Prinzipien der Evolution zunutze gemacht haben. Die Hälfte des Preises geht an die US-Amerikanerin Frances Arnold, die andere Hälfte teilen sich ihr Landsmann George Smith und der Brite Gregory Winter. dpa

Chemie-Nobelpreis 2018

Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an Wissenschaftler, die sich die Prinzipien der Evolution zunutze gemacht haben. Die Hälfte des Preises geht an die US-Amerikanerin Frances Arnold, die andere Hälfte teilen sich ihr Landsmann George Smith und der Brite Gregory Winter.

Bild: dpa

Eigentlich wollte sie Diplomatin oder CEO eines multinationalen Unternehmens werden. Doch dann entschied sich die US-Wissenschaftlerin Frances Arnold, erneuerbare Energien zu erforschen, weil ein Chef-Posten zu viel Arbeit bedeutet hätte, sagte sie vor einigen Monaten. Damit hat die jetzige Inhaberin der Linus Pauling Professur des renommierten California Institute of Technology (Caltech) offenbar die richtige Entscheidung getroffen. Mit der Zuerkennung des Chemie-Nobelpreises kann die 62-Jährige einen weiteren Höhepunkt ihrer Karriere feiern. Arnold entwickelte die sogenannte gerichtete Evolution von Enzymen. Enzyme sind Proteine, die chemische Reaktionen beschleunigen. Arnold setzt veränderte Gene in Bakterien ein, sodass die Mikroben unterschiedliche Enzyme produzierten. Die so gewonnenen Enzyme werden heute zur umweltfreundlichen Herstellung diverser Chemikalien genutzt, vom Biotreibstoff bis zum Medikament. dpa

Chemie-Nobelpreis für Frances Arnold

Eigentlich wollte sie Diplomatin oder CEO eines multinationalen Unternehmens werden. Doch dann entschied sich die US-Wissenschaftlerin Frances Arnold, erneuerbare Energien zu erforschen, weil ein Chef-Posten zu viel Arbeit bedeutet hätte, sagte sie vor einigen Monaten. Damit hat die jetzige Inhaberin der Linus Pauling Professur des renommierten California Institute of Technology (Caltech) offenbar die richtige Entscheidung getroffen. Mit der Zuerkennung des Chemie-Nobelpreises kann die 62-Jährige einen weiteren Höhepunkt ihrer Karriere feiern.

Arnold entwickelte die sogenannte gerichtete Evolution von Enzymen. Enzyme sind Proteine, die chemische Reaktionen beschleunigen. Arnold setzt veränderte Gene in Bakterien ein, sodass die Mikroben unterschiedliche Enzyme produzierten. Die so gewonnenen Enzyme werden heute zur umweltfreundlichen Herstellung diverser Chemikalien genutzt, vom Biotreibstoff bis zum Medikament.

Bild: dpa

Der am 10. März 1941 in Norwalk (Connecticut) geborenen Forscher ist seit drei Jahren offiziell im Ruhestand. An der University of Missouri in Columbia, wo er mehr als 40 Jahre lang lehrte und forschte, entwickelte er das sogenannte Phagen-Display. Dabei wird ein Virus, das ein Bakterium infiziert, dazu genutzt, neue Proteine zu entwickeln. Heute wird das Phagen-Display zur Produktion von Antikörpern genutzt, die Gift neutralisieren, Autoimmunkrankheiten entgegenwirken und Krebs heilen können. Als er gegen fünf Uhr morgens den Anruf des Nobelkomitees aus Stockholm erhielt, sei er bereits wach gewesen, erzählte der frischgebackene Chemie-Nobelpreisträger. „Wissen Sie, ältere Menschen haben manchmal Probleme zu schlafen. Ich bin bereits seit vier Uhr wach.“ Zunächst habe er an einen Scherz gedacht, doch schnell sei klar geworden, dass der Anruf echt sei. dpa

Nobelpreisträger George Smith

Der am 10. März 1941 in Norwalk (Connecticut) geborenen Forscher ist seit drei Jahren offiziell im Ruhestand. An der University of Missouri in Columbia, wo er mehr als 40 Jahre lang lehrte und forschte, entwickelte er das sogenannte Phagen-Display. Dabei wird ein Virus, das ein Bakterium infiziert, dazu genutzt, neue Proteine zu entwickeln. Heute wird das Phagen-Display zur Produktion von Antikörpern genutzt, die Gift neutralisieren, Autoimmunkrankheiten entgegenwirken und Krebs heilen können.

Als er gegen fünf Uhr morgens den Anruf des Nobelkomitees aus Stockholm erhielt, sei er bereits wach gewesen, erzählte der frischgebackene Chemie-Nobelpreisträger. „Wissen Sie, ältere Menschen haben manchmal Probleme zu schlafen. Ich bin bereits seit vier Uhr wach.“ Zunächst habe er an einen Scherz gedacht, doch schnell sei klar geworden, dass der Anruf echt sei.

Bild: dpa

Gregory Winter ist Wissenschaftler, Erfinder und Unternehmer in einer Person. Seine wissenschaftliche Karriere gelang ihm fast ausschließlich an der englischen Top-Universität Cambridge: Dort studierte er nicht nur Naturwissenschaften, sondern forschte auch sehr erfolgreich zu Antikörpertherapien. Solche Behandlungen können zum Beispiel gegen Rheuma und Multiple Sklerose eingesetzt werden. Noch bis zum nächsten Sommer leitet der 67-Jährige das Trinity College in Cambridge - die Einrichtung gilt als Schmiede für Nobelpreisträger. Winter nutzte die Phagen-Display-Technik, um Antikörper herzustellen, die etwa in der Medizin eingesetzt werden. Dafür wird er nun mit dem Nobelpreis geehrt. Außerdem gründete der Brite mehrere Start-up-Unternehmen, die die von ihm entwickelten Technologien anwenden, darunter Bicycle Therapeutics im Jahr 2010. Für seine Leistungen ist der Forscher schon mehrfach geehrt worden, darunter mit dem Prinz-von-Asturien-Preis. In Großbritannien wurde er 2004 zum Ritter geschlagen.

Chemie-Nobelpreisträger Gregory Winter

Gregory Winter ist Wissenschaftler, Erfinder und Unternehmer in einer Person. Seine wissenschaftliche Karriere gelang ihm fast ausschließlich an der englischen Top-Universität Cambridge: Dort studierte er nicht nur Naturwissenschaften, sondern forschte auch sehr erfolgreich zu Antikörpertherapien. Solche Behandlungen können zum Beispiel gegen Rheuma und Multiple Sklerose eingesetzt werden. Noch bis zum nächsten Sommer leitet der 67-Jährige das Trinity College in Cambridge - die Einrichtung gilt als Schmiede für Nobelpreisträger.

Winter nutzte die Phagen-Display-Technik, um Antikörper herzustellen, die etwa in der Medizin eingesetzt werden. Dafür wird er nun mit dem Nobelpreis geehrt. Außerdem gründete der Brite mehrere Start-up-Unternehmen, die die von ihm entwickelten Technologien anwenden, darunter Bicycle Therapeutics im Jahr 2010. Für seine Leistungen ist der Forscher schon mehrfach geehrt worden, darunter mit dem Prinz-von-Asturien-Preis. In Großbritannien wurde er 2004 zum Ritter geschlagen.

Erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert erhält wieder eine Frau den Physiknobelpreis. Die Kanadierin Donna Strickland wird zusammen mit dem Franzosen Gérard Mourou für ihre Methode zur Generierung hoch intensiver, ultrakurzer optischer Impulse geehrt. Die andere Hälfte des Preises geht an den Amerikaner Arthur Ashkin, der eine optische Pinzette entwickelt, bei der durch Laserlicht winzige Objekte wie Bakterien oder Viren gefasst werden können, ohne sie zu beschädigen. dpa

Physik-Nobelpreis für drei Laserforscher

Erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert erhält wieder eine Frau den Physiknobelpreis. Die Kanadierin Donna Strickland wird zusammen mit dem Franzosen Gérard Mourou für ihre Methode zur Generierung hoch intensiver, ultrakurzer optischer Impulse geehrt. Die andere Hälfte des Preises geht an den Amerikaner Arthur Ashkin, der eine optische Pinzette entwickelt, bei der durch Laserlicht winzige Objekte wie Bakterien oder Viren gefasst werden können, ohne sie zu beschädigen.

Bild: dpa

Der 96-Jährige hatte gerade von seinem Nobelpreis erfahren - und war schon wieder in die Forschung vertieft: Physik-Nobelpreisträger Arthur Ashkin hat sich am Dienstag nicht viel Zeit zum Feiern genommen. Für Interviews werde er möglicherweise nicht erreichbar sein, sagte er am Telefon dem Generalsekretär der königlich-schwedischen Akademie der Wissenschaften, Göran Hansson. „Er sei sehr beschäftigt mit seinem aktuellen wissenschaftlichen Paper, sagte er“, berichtete Hansson nach dem Telefonat. Ashkin ist der älteste Physik-Nobelpreisträger in der Geschichte der Auszeichnung. Er hat an den Bell Laboratories in New Jersey gearbeitet, wo er in den 70er Jahren die optische Pinzette entwickelte, für die er nun den Nobelpreis erhielt. (Foto: dpa)

Physik-Nobelpreisträger Arthur Ashkin

Der 96-Jährige hatte gerade von seinem Nobelpreis erfahren - und war schon wieder in die Forschung vertieft: Physik-Nobelpreisträger Arthur Ashkin hat sich am Dienstag nicht viel Zeit zum Feiern genommen. Für Interviews werde er möglicherweise nicht erreichbar sein, sagte er am Telefon dem Generalsekretär der königlich-schwedischen Akademie der Wissenschaften, Göran Hansson. „Er sei sehr beschäftigt mit seinem aktuellen wissenschaftlichen Paper, sagte er“, berichtete Hansson nach dem Telefonat. Ashkin ist der älteste Physik-Nobelpreisträger in der Geschichte der Auszeichnung. Er hat an den Bell Laboratories in New Jersey gearbeitet, wo er in den 70er Jahren die optische Pinzette entwickelte, für die er nun den Nobelpreis erhielt. (Foto: dpa)

Der französische Physiker Gérard Mourou hat schon viele hohe Auszeichnungen erhalten. Doch der Nobelpreis für Physik, den der 74-Jährige sich nun mit seiner aus Kanada stammenden Schülerin Donna Strickland sowie dem US-Amerikaner Arthur Ashkin teilt, dürfte die Krönung seiner langen Karriere sein. Mourou arbeitete lange in den USA. Er und Strickland (59) gelten als Pioniere der Lasertechnik. dpa

Nobelpreisträger Gérard Mourou

Der französische Physiker Gérard Mourou hat schon viele hohe Auszeichnungen erhalten. Doch der Nobelpreis für Physik, den der 74-Jährige sich nun mit seiner aus Kanada stammenden Schülerin Donna Strickland sowie dem US-Amerikaner Arthur Ashkin teilt, dürfte die Krönung seiner langen Karriere sein. Mourou arbeitete lange in den USA. Er und Strickland (59) gelten als Pioniere der Lasertechnik.

Bild: dpa

Bereits in den 1980er Jahren entwickelten Mourou und Strickland ein Verfahren, Laserpulse zu verkürzen und zu verstärken. Diese sogenannte Verstärkung gechirpter Pulse (Chirped Pulse Amplification) wird inzwischen nicht nur in der Forschung eingesetzt, sondern auch bei Augenoperationen. Mourou ist verheiratet und Familienvater. Kollegen beschreiben ihn als topfit – er war lange begeisterter Schwimmer. AP

Im Labor des Nobelpreisträgers

Bereits in den 1980er Jahren entwickelten Mourou und Strickland ein Verfahren, Laserpulse zu verkürzen und zu verstärken. Diese sogenannte Verstärkung gechirpter Pulse (Chirped Pulse Amplification) wird inzwischen nicht nur in der Forschung eingesetzt, sondern auch bei Augenoperationen. Mourou ist verheiratet und Familienvater. Kollegen beschreiben ihn als topfit – er war lange begeisterter Schwimmer.

Bild: AP

Die 59-jährige Kanadierin Donna Strickland ist erst die dritte Frau, die einen Physik-Nobelpreis bekam. „Wir müssen weibliche Physikerinnen feiern, denn es gibt sie da draußen“, sagt die Laserexpertin. „Ich fühle mich geehrt, eine dieser Frauen zu sein.“ Ihren Bachelor erlangte Strickland 1981 an der McMaster Universität im kanadischen Hamilton. Sieben Jahre später promovierte sie an der Universität von Rochester (US-Staat New York) bei Optik-Professor Gérard Mourou, mit dem sie nun zusammen den Nobelpreis erhält. Nach Aufenthalten unter anderem an der Universität in Princeton arbeitet Strickland seit 1997 an der Universität im kanadischen Waterloo. In ihrem Forschungsgebiet erhielt sie schon mehrere Auszeichnungen. Als Präsidentin führte sie zudem die internationale physikalische Wissenschaftsgesellschaft Optical Society. AFP

Nobelpreisträgerin Donna Strickland

Die 59-jährige Kanadierin Donna Strickland ist erst die dritte Frau, die einen Physik-Nobelpreis bekam. „Wir müssen weibliche Physikerinnen feiern, denn es gibt sie da draußen“, sagt die Laserexpertin. „Ich fühle mich geehrt, eine dieser Frauen zu sein.“

Ihren Bachelor erlangte Strickland 1981 an der McMaster Universität im kanadischen Hamilton. Sieben Jahre später promovierte sie an der Universität von Rochester (US-Staat New York) bei Optik-Professor Gérard Mourou, mit dem sie nun zusammen den Nobelpreis erhält. Nach Aufenthalten unter anderem an der Universität in Princeton arbeitet Strickland seit 1997 an der Universität im kanadischen Waterloo. In ihrem Forschungsgebiet erhielt sie schon mehrere Auszeichnungen. Als Präsidentin führte sie zudem die internationale physikalische Wissenschaftsgesellschaft Optical Society.

Bild: AFP

Der Medizin-Nobelpreis geht in diesem Jahr an James P. Allison und Tasuku Honjo. Die beiden Krebsforscher werden für ihre Arbeiten zur Aktivierung des Immunsystems gegen Krebszellen ausgezeichnet. dpa

Nobelpreis Medizin 2018

Der Medizin-Nobelpreis geht in diesem Jahr an James P. Allison und Tasuku Honjo. Die beiden Krebsforscher werden für ihre Arbeiten zur Aktivierung des Immunsystems gegen Krebszellen ausgezeichnet.

Bild: dpa

Der US-Amerikaner James Patrick Allison hat herausgefunden, das sich bestimmte Proteine wie eine Bremse auf das Immunsystem auswirken. Wird diese Bremse gelöst, können die Abwehrzellen des Immunsystem gegen Tumorzellen vorgehen. Allison befasste sich vor allem mit dem Protein CTLA-4 und entwickelte aus seinen Erkenntnissen einem neuen Ansatz zur Behandlung von Patienten unter anderem bei Schwarzem Hautkrebs. dpa

Krebsforscher James Allison

Der US-Amerikaner James Patrick Allison hat herausgefunden, das sich bestimmte Proteine wie eine Bremse auf das Immunsystem auswirken. Wird diese Bremse gelöst, können die Abwehrzellen des Immunsystem gegen Tumorzellen vorgehen. Allison befasste sich vor allem mit dem Protein CTLA-4 und entwickelte aus seinen Erkenntnissen einem neuen Ansatz zur Behandlung von Patienten unter anderem bei Schwarzem Hautkrebs.

Bild: dpa

Allison wurde 1948 in Alice (US-Bundesstaat Texas) geboren. Nach Stationen an der University of California in Berkeley sowie am Memorial Sloan-Kettering Cancer Center in New York ist er seit 2012 Professor an der University of Texas.

Nobelpreisträger Allison

Allison wurde 1948 in Alice (US-Bundesstaat Texas) geboren. Nach Stationen an der University of California in Berkeley sowie am Memorial Sloan-Kettering Cancer Center in New York ist er seit 2012 Professor an der University of Texas.

Der japanische Forscher teilt sich den Nobelpreis mit Allison. Honjo untersuchte das Protein PD-1, das über einen anderen Wirkmechanismus das Immunsystem ausbremst. dpa

Krebsforscher Tasuku Honjo

Der japanische Forscher teilt sich den Nobelpreis mit Allison. Honjo untersuchte das Protein PD-1, das über einen anderen Wirkmechanismus das Immunsystem ausbremst.

Bild: dpa

Tasuku Honjo wurde 1942 in Kyoto/Japan geboren. Er hat sowohl in den USA als auch in Japan gelehrt, seit 1984 ist er Professor an der Universität seiner Heimatstadt. dpa

Nobelpreisträger Tasuku Honjo im Blitzlichtgewitter

Tasuku Honjo wurde 1942 in Kyoto/Japan geboren. Er hat sowohl in den USA als auch in Japan gelehrt, seit 1984 ist er Professor an der Universität seiner Heimatstadt.

Bild: dpa

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