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23.03.2014

11:52 Uhr

Raumstation ISS

Kein Kalter Krieg im All

Während auf der Erde die Krim-Krise das Verhältnis zwischen Russland und den USA belastet, arbeiten auf der Raumstation ISS Russen und Amerikaner eng zusammen. Zu groß ist die wechselseitige Abhängigkeit voneinander.

Auf der Raumstation ISS spielen die aktuellen Belastungen im Verhältnis Russland-USA keine Rolle. dpa

Auf der Raumstation ISS spielen die aktuellen Belastungen im Verhältnis Russland-USA keine Rolle.

BerlinAus 400 Kilometern Höhe betrachtet können irdische Probleme in die Ferne rücken: Die Krim-Krise und die wechselseitigen Sanktionen der USA und Russlands haben die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern auf der Internationalen Raumstation (ISS) bislang nicht beeinträchtigt.

Nach Ansicht von ehemaligen Astronauten und Experten wird es dabei wohl auch bleiben, es sei denn, die Krise würde in einen bewaffneten Konflikt münden. Die Abhängigkeit voneinander im Weltall ist einfach zu groß, um sich Animositäten leisten zu können.

Für Howard McCurdy, Raumfahrt-Experte an der American University, sind die USA und Russland bei der ISS aneinandergekettet wie ein „geschiedenes Paar“, das weiter im selben Haus wohnt. „Beiden gehört das Haus, sie halten da es beide am Laufen.“ Zwar gibt es an Bord der Station getrennte Aufenthaltsbereiche mit eigenen Toiletten und Klimaanlagen für beide Seiten, aber den komplexen Betrieb der Station von der Größe eines Fußballfelds können beide nur gemeinsam meistern.

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