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09.09.2022

16:28

Digitalisierung obs

Digitalisierung

Ein Fokus liegt auf der Einsparung überflüssiger Lieferanten und der Senkung der Kosten für das Cloud-Computing.

Digitaler Job-Monitor

Nachfrage nach Digitalprofis sinkt erstmals seit zwei Jahren

Von: Holger Schmidt

Unternehmen schreiben rund zehn Prozent weniger Stellen für Digitalexperten aus. Besonders stark ist der Rückgang im Onlinemarketing und E-Commerce.

Darmstadt Zum ersten Mal seit Beginn der Coronakrise haben Unternehmen weniger Nachfrage nach Digitalprofis. Zwischen April und Juni sank die Zahl der ausgeschriebenen Stellen um knapp zehn Prozent. Das zeigt der digitale Job-Monitor, für den die Berliner Index-Gruppe alle ausgeschriebenen Stellen in relevanten Stellenbörsen gedruckter Medien und im Internet sowie auf 400.000 Websites nach den entsprechenden Berufsprofilen durchsucht.

Viele Unternehmen senken aufgrund der steigenden Rezessionsgefahr ihre Wachstums- und Innovationsprojekte, die keinen schnellen Return on Invest garantieren. Besonders kräftig ist der Rückgang im Onlinemarketing und E-Commerce ausgefallen. Aber auch Hightech-Qualifikationen wie Künstliche Intelligenz werden aktuell weniger gefragt als zu Jahresbeginn.

Peter Buxmann, Professor für Wirtschaftsinformatik an der TU Darmstadt, sagt: „Jetzt bei Investitionen in Künstliche Intelligenz auf die Bremse zu treten, halte ich für einen Fehler. Viele Beispiele aus der Praxis zeigen, dass KI die Effizienz in vielen Unternehmen erhöht, Emissionen reduziert und allgemein Führungskräften hilft, bessere Entscheidungen zu treffen.“

Tatsächlich eignen sich Digitaltechnologien wie Cloud-Computing und das Internet der Dinge, um Energie zu sparen. Der Betrieb von Servern und Anwendungen in großen Rechenzentren ist meist effizienter als der Betrieb dieser Infrastruktur im eigenen Unternehmen. Auch das Internet der Dinge bietet Potenzial, da die Vernetzung der Geräte und Maschinen die Energieeffizienz steigern kann.

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    Um ihren ökologischen Fußabdruck zu ermitteln, setzen inzwischen 28 Prozent aller Unternehmen auf eine digitale Messung ihrer Kohlendioxid-Emissionen, hat eine Umfrage des Hightech-Verbands Bitkom ergeben. Weitere 30 Prozent planen dies.

    Bitkom-Geschäftsführer Bernhard Rohleder sagt: „Den CO2-Fußabdruck zu berechnen, ist komplex. Unternehmen müssen dies jedoch tun, um ihren Berichtspflichten nachzukommen. Mit einer digitalen Messung lassen sich die Emissionen verlässlich dokumentieren.“ Für diese Einsatzgebiete werden künftig verstärkt Fachleute gesucht, was zu einer steigenden Nachfrage am Arbeitsmarkt führen könnte.

    Dr. Holger Schmidt

    Dr. Holger Schmidt beschäftigt sich seit zwei Jahrzehnten mit der digitalen Ökonomie. Zunächst als Journalist, heute als Keynote-Speaker, Autor und Uni-Dozent. Die Schwerpunkte des Volkswirts liegen auf den Themen Digitale Transformation, Plattformökonomie, Künstliche Intelligenz und Arbeit 4.0.

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