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29.11.2022

16:57

Faktenchecken

Google und YouTube bauen Kampf gegen Fehlinformationen aus

Während Twitter nach der Übernahme durch Elon Musk kaum noch gegen Falschnachrichten aktiv wird, geht Google in die entgegengesetzte Richtung. Faktenchecker werden mit Millionen-Beträgen unterstützt.

Der Internetkonzern fördert einen neuen globalen Fonds des International Fact-Checking Network (IFCN) am gemeinnützigen Poynter Institute mit umgerechnet 12,73 Millionen Euro, dpa

Google

Der Internetkonzern fördert einen neuen globalen Fonds des International Fact-Checking Network (IFCN) am gemeinnützigen Poynter Institute mit umgerechnet 12,73 Millionen Euro,

Brüssel Der Internetriese Google verstärkt sein Engagement gegen Fehlinformationen im Internet und stellt Faktencheck-Organisationen zusätzliche finanzielle Mittel zur Bekämpfung von Fake-News zu Verfügung. Zusammen mit dem Google-Videodienst YouTube werde man einen neuen globalen Fonds des International Fact-Checking Network (IFCN) am gemeinnützigen Poynter Institute mit umgerechnet 12,73 Millionen Euro fördern, kündigte Google am Dienstag in Brüssel an.

Der neue Fonds werde ein Netzwerk von 135 Faktencheck-Organisationen aus 65 Ländern in 80 Sprachen unterstützen, hieß es auf dem Kongress „Fighting Misinformation Online Summit“. Für Google und YouTube sei dies die bislang größte Einzelförderung im Bereich Faktenchecks. Der neue Fonds wird Anfang 2023 eröffnet.

Auf dem Kongress wies die Chefin der Google-Tochter Jigsaw, Yasmin Green, darauf hin, dass im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine die Aktivitäten von russischen Propaganda-Einheiten stark zugenommen haben. Dabei werde unter anderem versucht, rassistische Vorurteile zu verstärken und die politische Stimmung anzuheizen.

Die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Vera Jourová, sagte in einem aufgezeichneten Videostatement, die Bedrohung durch Desinformation sei eine zentrale Herausforderung für das gesamte digitale Umfeld. „Der russische Staat führt einen Informationskrieg, der mit seiner militärischen Aggression einhergeht.“ Man dürfe das Feld nicht denjenigen überlassen, die ein Interesse daran haben, Angst und Spaltung zu säen und die demokratische Debatte zu untergraben.

Jigsaw startete im Rahmen der Konferenz die neue Webseite „Info Interventions“. Auf dem Portal werden unterschiedliche forschungsbasierte Ansätze vorgestellt, um die Gesellschaft auf schädliche Online-Phänomene wie Fehl- und Desinformation besser vorzubereiten und den Schaden zu reduzieren.

YouTube stellte auf der Konferenz die neue Initiative „Klicke Pause“ vor, mit dem die Medienkompetenz der YouTube-User gefördert werden soll. Auf dem Kanal werden unter anderem Tipps gegeben, um Manipulationstaktiken, die zur Verbreitung von Desinformationen verwendet werden, besser zu verstehen.

Von

dpa

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