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26.05.2022

13:55

Halbleiter

Nvidia legt schwache Prognose vor – Aktie macht Verluste wett

Von: Joachim Hofer

Der Krieg in der Ukraine und die Lockdowns in China belasten den wertvollsten Chiphersteller der Welt. Der Kursverfall setzt sich nur kurzzeitig fort.

Der Konzernlenker ist das Gesicht des Chipherstellers. Reuters

Nvidia-Chef Jensen Huang

Der Konzernlenker ist das Gesicht des Chipherstellers.

München Vom Börsenliebling zum Buhmann: Mit seiner Prognose für das aktuelle Quartal hat der Gründer und CEO von Nvidia, Jensen Huang, die Anleger zunächst verschreckt. Im vorbörslichen Handel in New York brach der Aktienkurs des Halbleiterherstellers am Donnerstag um mehr als fünf Prozent auf rund 160 Dollar ein. Im Frühhandel lag das Papier dann aber bis zu zwei Prozent im Plus.

Huang rechnet im laufenden Quartal nur mit Erlösen von 8,1 Milliarden Dollar, Analysten waren von gut 8,4 Milliarden ausgegangen. Als Gründe nannte der Unternehmer einerseits die Lockdowns in China. Durch die strengen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus seien die Lieferketten gerissen. Andererseits belaste Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine das Geschäft. Insgesamt entginge dem Konzern aus dem Silicon Valley damit rund eine halbe Milliarde Dollar an Umsatz.

In den vergangenen sechs Monaten hat Nvidia bereits rund die Hälfte seines Börsenwerts eingebüßt – rund 400 Milliarden Dollar. Die Investoren fürchten, dass der Halbleiterboom der vergangenen beiden Jahre bald endet. Noch immer aber ist der Chiphersteller deutlich höher bewertet als Tech-Konzerne wie Apple, Google oder Microsoft und auch als andere Halbleiterproduzenten wie Intel, Qualcomm und AMD.

Das liegt nicht zuletzt daran, dass sich das Geschäft trotz der trüberen Aussichten nach wie vor äußerst dynamisch entwickelt. Im vergangenen Quartal ist der Umsatz um 46 Prozent auf 8,3 Milliarden Dollar in die Höhe geschossen. Damit übertraf Nvidia die Schätzungen der Analysten um 200 Millionen Dollar. Auch der Gewinn fiel besser aus als von den Bankern erwartet.

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    Besonders stark gewachsen ist das Geschäft mit Chips für Netzwerkrechner. In der Sparte kletterten die Erlöse um mehr als 80 Prozent. Das liegt etwa daran, weil Cloud-Anbieter wie Amazon oder Microsoft ihre Rechenzentren weltweit erweitern.

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