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22.06.2021

18:27

Here Technologies

Kartendienst von Daimler, BMW und Audi verbrennt Millionen

Von: Franz Hubik

Beim autonomen Fahren schwört ein deutsches Autokonsortium im Gegensatz zu Tesla auf 3D-Karten. Doch noch verdient Here kein Geld – und muss sparen.

Die Geodaten sollen das autonome Fahren ermöglichen. Doch noch ist das kein großes Geschäft. Here schreibt rote Zahlen. Here

Live-Ansicht des Kartendienstes Here

Die Geodaten sollen das autonome Fahren ermöglichen. Doch noch ist das kein großes Geschäft. Here schreibt rote Zahlen.

München Die S-Klasse von Mercedes gilt von jeher als der Inbegriff deutscher Ingenieurskunst. Im Laufe des Jahres soll die Luxuslimousine erneut Maßstäbe setzen und erstmals Passagiere autonom über heimische Autobahnabschnitte chauffieren. Zumindest bei Stau oder stockendem Verkehr und einer Höchstgeschwindigkeit von 60 Kilometer pro Stunde dürfen Lenker dann das Steuer abgeben und können stattdessen Netflix streamen, Zeitung lesen oder E-Mails schreiben.

Es wäre ein Meilenstein. Das erste hochautomatisiert fahrende Serienauto der Welt käme aus Deutschland. Schon im Herbst könnte es so weit sein. So sieht es jedenfalls der Gesetzgeber vor. Bei dem Innovationssprung schwören die Mercedes-Ingenieure unter anderem auf millimetergenaue HD-Karten von Here Technologies, mit deren Hilfe sich Fahrzeuge und Hindernisse präzise orten lassen.

Ende 2015 hatte die Pkw-Tochter von Daimler gemeinsam mit BMW und Audi den ehemaligen Nokia-Ableger für 2,6 Milliarden Euro gekauft. Später stiegen auch Bosch und Continental bei Here ein.

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