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25.01.2023

19:20

Microsoft

Weltweite Störung bei Outlook und Teams

Technische Probleme haben weltweit Dienste wie Teams und Outlook lahmgelegt. Microsoft will die Ursache für die Ausfälle mittlerweile behoben haben.

Microsoft IMAGO/Future Image

Microsoft in Köln

Zahlreiche Nutzer sind von den Störungen bei Teams und Outlook betroffen.

Frankfurt Eine der schlimmsten Störungen in den Systemen von Microsoft bahnte sich ausgerechnet im Gespräch von CEO Satya Nadella mit Analysten an. Während er am Dienstag die Quartalszahlen vorstellte und eine Nachfrage beantwortete, brach die Verbindung zu ihm plötzlich ab. Eine Telefonistin frage nervös in die Runde, was denn passiert sei. Wenig später wurde das gesamte Gespräch beendet.

Die für Microsoft peinliche Szene könnte der Vorbote für einen stundenlangen Ausfall des Cloud-Geschäfts gewesen sein. Weltweit meldeten Tausende Nutzer auf Webseiten wie Downdetector.com oder Allestörungen.de Probleme beim Zugriff auf E-Mails über Outlook oder mit Teams-Videokonferenzen.

Microsoft machte Änderungen am Netzwerk als Ursache für beeinträchtigte Verbindungen zu den Servern der Cloud-Sparte Azure aus. Diese seien inzwischen rückgängig gemacht worden, teilte das Unternehmen auf Twitter mit. Bei den meisten Kunden sollten die Dienste daher wieder problemlos laufen.

Der Software-Konzern machte zunächst keine Angaben zur Zahl der Betroffenen. Azure zufolge waren Dienste in fast allen Regionen der Welt beeinträchtigt. Lediglich China und die Plattform für Regierungen seien nicht betroffen.

Nach den letzten öffentlichen Angaben des Unternehmens nutzen im Jahr 2021 weltweit fast 345 Millionen Menschen Microsoft-Produkte. Anwendungen wie Outlook und Teams sind essenziell für viele Unternehmen, Schulen und Dienstleistungsorganisationen.

Ausfälle wie der aktuelle sind nicht ungewöhnlich. So waren in den vergangenen Monaten die Google-Videoplattform YouTube oder der Bilderdienst Instagram der Facebook-Mutter Meta stundenweise offline. Im Juli hatte es Microsoft Teams schon einmal getroffen.

Microsoft: Teams und Outlook sind Rückgrat vieler Unternehmen

Die Chat- und Videokonferenz-Software Teams wird weltweit von etwa 280 Millionen Menschen genutzt. Viele Unternehmen und Bildungseinrichtungen nutzen es zur Organisation des Alltags. Die aktuelle Störung beeinträchtigt Microsoft zufolge auch andere Dienste wie die E-Mail-Server Exchange oder die Online-Speicher SharePoint und OneDrive.

Sprecher von Unternehmen wie Bayer oder BASF bestätigten Probleme mit ihren Mails, konnten zunächst aber keine Aussagen über weitere Beeinträchtigungen machen. Der Deutschen Börse zufolge war der Wertpapierhandel von den Störungen bei Microsoft nicht betroffen. Nach Angaben von Microsoft sind weltweit 15 Millionen Firmen mit 500 Millionen aktiven Nutzern Kunden bei Azure.

Die Cloud-Sparte war eine der wenigen Lichtblicke in der Microsoft-Bilanz des abgelaufenen Quartals. Sie wuchs um 31 Prozent, während der Umsatz mit einem Plus von zwei Prozent zu wenig zulegte wie seit Jahren nicht. Allerdings blieb die Prognose des Unternehmens für den Cloud-Umsatz im laufenden Quartal mit 21,7 bis 22 Milliarden Dollar hinter der durchschnittlichen Markterwartung von 22,14 Milliarden Dollar zurück.

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