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19.04.2022

18:09

Nachhaltigkeit

Apple steigert Anteil recycelter Materialien auf 20 Prozent

Von: Stephan Scheuer

Der Technologiekonzern will bis zum Jahr 2030 klimaneutral werden. 2021 stammten rund 20 Prozent aller Materialien beispielsweise aus recycelten iPhones.

Apple iPhone Getty Images

Apple Store

Kritik gibt es bei der Reparierfähigkeit der Geräte.

San Francisco Der iPhone-Konzern Apple setzt verstärkt auf Materialien aus Recycling. Der Anteil wiederverwendeter Rohstoffe für alle Produkte sei im vergangenen Jahr auf rund 20 Prozent gesteigert worden, teilte das Unternehmen in seinem am Dienstag veröffentlichten Umweltschutzbericht mit (Hier finden Sie den Bericht).

Schrittweise will der Konzern den Anteil wiederverwendeter Rohstoffe steigern. Im vergangenen Jahr seien rund 59 Prozent des verwendeten Aluminiums aus Recycling genutzt worden, hieß es in dem Bericht. 45 Prozent der in den Geräten verbauten Seltenen Erden seien wiederverwendet worden. Bei Zinn lag der Anteil bei 30 Prozent. Bei Kobalt bei 13 Prozent. Zudem werde erstmals auch zertifiziertes, recyceltes Gold verwendet.

Insbesondere das Wiederverwenden Seltener Erden gilt als besonders umweltschonend. Der Abbau und die Aufbereitung der Rohstoffe ist aufwendig, teuer und belastet die Umwelt, weil dabei giftige Substanzen zum Einsatz kommen.

Apple hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 klimaneutral zu werden. Seit dem Jahr 2018 versorgt sich das Unternehmen nach eigenen Angaben zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie.

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    Derzeit forciert das Unternehmen, dass auch die Zulieferer auf nachhaltige Energiequellen umstellen. 213 der wichtigsten Zulieferer hätten sich bereits verpflichtet, ihre gesamte Apple-Produktion in 25 Ländern mit erneuerbarer Energie zu betreiben.

    Apple selbst investiert in Projekte für nachhaltige Energiegewinnung unter anderem in China und Japan. Auch deutsche Firmen wie Henkel, Varta und Infineon haben sich dem Programm angeschlossen.

    Lieferkette soll komplett auf saubere Energie umgestellt werden

    Wer sich nicht anschließt, könnte künftig Aufträge von Apple verlieren. Lisa Jackson, Apples Vizepräsidentin für Umwelt, Politik und soziale Initiativen, sagte kürzlich gegenüber dem Handelsblatt: „Bis 2030 wollen wir unsere Lieferkette komplett auf saubere Energie umgestellt haben. Da wollen wir hin. Dabei geht es auch um Wettbewerb – wir fällen tagtäglich Entscheidungen über unsere Supply Chain.“

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    Inside Valley: Das macht Apple mit alten iPhones

    Video: Inside Valley:  Das macht Apple mit alten iPhones

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    Von Nachhaltigkeitsexperten bekommt Apple sowohl Lob als auch Kritik. Die Anstrengungen für recycelte Materialien werden begrüßt. Auf der anderen Seite gelten die Produkte von Apple selbst als nicht besonders gut reparierbar. Das deutsche Magazin „Ökotest“ bezeichnete beispielsweise die kabellosen Kopfhörer Airpods als „Wegwerfprodukt“, weil diese sich bei technischen Mängeln kaum reparieren ließen.
    Mehr: Apple-Nachhaltigkeitschefin: „Wir unterstützen Lieferanten auch in Gesprächen mit ihren Regierungen“

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