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08.12.2022

02:30

Pentagon-Auftrag

Tech-Firmen bekommen Cloud-Computing-Auftrag zu gleichen Teilen

Die Tech-Giganten Google, Oracle, Microsoft und Amazon teilen sich einen Auftrag des Pentagons. Es geht um eine bessere Kommunikation mit Soldaten in Kriegsgebieten.

Der Auftrag des Verteidigungsministeriums umfasst 8,5 Milliarden Dollar. AP

Pentagon

Der Auftrag des Verteidigungsministeriums umfasst 8,5 Milliarden Dollar.

Washington Google, Oracle, Microsoft und Amazon werden sich einen umgerechnet 8,5 Milliarden Euro schweren Pentagon-Auftrag für ein Cloud-Computing-Projekt teilen. Dies teilte das amerikanische Verteidigungsministerium am Mittwoch mit. Der Vertrag für das Programm Joint Warfighter Cloud Capability werde zu gleichen Teilen an die vier Tech-Unternehmen vergeben, der Abschluss des Vorhabens sei für Juni 2028 geplant.

Das Projekt soll dem Pentagon die Lagerung und Verarbeitung riesiger Mengen an vertraulichen und streng geheimen Daten ermöglichen, auf die US-Militärpersonal in aller Welt zugreifen können. Letztlich soll das Cloud-Computing-Programm den US-Streitkräften eine verbesserte Kommunikation mit Soldaten auf dem Schlachtfeld und die Nutzung von künstlicher Intelligenz für eine beschleunigte Vorbereitung von Kampfhandlungen erlauben.

Bei einer Ausschreibung für ein ursprüngliches Computer-Projekt bekam zunächst Microsoft den Zuschlag, doch löste das Pentagon den Vertrag im vergangenen Jahr auf. Als Grund führte es Verzögerungen bei der Umsetzung des Auftrags an. Diese hätten dazu geführt, dass Veränderungen in der Technologiewelt so weit fortgeschritten seien, dass der alte Vertrag die Anforderungen des Verteidigungsministeriums nicht länger erfülle, hieß es.

Unerwähnt ließ das Pentagon aber eine juristische Auseinandersetzung um Amazon, das seine Niederlage bei der Ausschreibung für das Projekt nicht hinnehmen wollte. Amazon Web Services, eine Sparte des Online-Riesen, galt eigentlich wegen seiner Erfahrung mit streng vertraulichen Regierungsdaten lange als Favorit im Verfahren, war aber von Microsoft ausgestochen worden. Amazon führte die Entscheidung auf die bekannte Abneigung des damaligen Präsidenten Donald Trump gegen Amazon und dessen damaligen Konzernchef Jeff Bezos zurück.

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