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26.10.2021

22:43

Quartalszahlen

Microsoft übertrifft alle Erwartungen

Von: Axel Postinett

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kann Microsoft seinen Umsatz um 22 Prozent steigern. Das Unternehmen profitiert weiter vom Trend zum hybriden Arbeiten.

Der Tech-Konzern kann weiter von den Folgen der Coronakrise profitieren. dpa

Microsoft

Der Tech-Konzern kann weiter von den Folgen der Coronakrise profitieren.

San Francisco Wedbush-Analyst Dan Ives rechnete mit positiven Microsoft-Quartalszahlen: „Unser Zahlen-Check hat die erwarteten Verbesserungen gezeigt, mit einem Cloud-Geschäft, das in den nächsten Gang hoch schaltet.“ Er gehe von einem „Picasso-artigem Meisterquartal“ aus, das die „Erwartungen der Analysten mit Leichtigkeit übertreffen sollte.“

Er sollte Recht behalten. Das Ergebnis übertraf nicht nur die Annahmen der Analysten, sondern auch die von Microsoft. Im Sommer prognostizierte der Konzern Umsatzspannweiten für seine Sparten. Sie hätten, wenn man die Maximalwerte addiert, einen Gesamtumsatz von 44 Mrd. Dollar ergeben.

Der tatsächliche Wert landete bei 45,2 Milliarden, ein Plus von 22 Prozent. Das Netto-Ergebnis im Dreimonatszeitraum erreichte erstmals in der Firmengeschichte einen Wert von über 20 Milliarden Dollar. Die Gewinnerwartungen der Analysten pro Aktie hatten sich im Vorfeld bei 2,07 Dollar eingependelt, am Ende waren es 2,71 Dollar. Nachbörslich kletterte die Aktie um bis zu zwei Prozent.

Besonders erfolgreich war Microsoft mit dem Cloud-Geschäft. Die Microsoft Cloud-Plattform „Azure“ ist die Nummer zwei im Markt hinter der Amazon-Cloud „AWS“. Google veröffentlichte am Dienstag ebenfalls seinen Quartalsbericht mit einem imposanten Plus von 48 Prozent im Cloud-Geschäft. Mit einem Wachstum von 50 Prozent schnitt „Azure“ dennoch deutlich besser ab und präsentierte damit die höchste Wachstumsrate seit über einem Jahr.

Die Google-Aktie gab nachbörslich nach, auch weil Youtube schwächelte, während Microsoft zulegen konnte. Als nächstes wird am Mittwoch die Entwicklung von Amazons „AWS“ erwartet.

Teilemangel wirkt sich auf Hardware-Geschäft aus

Der weltweite Teilemangel ist auch für Microsoft ein Problem. Das Geschäft mit eigener Hardware („Surface“) und mit Windows-Lizenzen sei deshalb laut Microsoft weit hinter der Nachfrage zurückgeblieben. Dennoch können sich die Ergebnisse auch hier sehen lassen.

Der Umsatz stieg in der traditionellen PC-Sparte von 11,85 auf 13,3 Milliarden Dollar. Die Einführung einer neuen Version des Windows-Betriebssystem soll mittelfristig zu höheren Umsätzen führen. Für die extrem erfolgreiche Office365-Software ist außerdem eine Preiserhöhung angekündigt.

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Die Xbox-Spielekonsolen werden ebenfalls stärker nachgefragt, als Microsoft liefern kann. Eine Erleichterung soll das Geschäft mit Xbox Live bringen, die Internet-Spieleplattform mit Abo-Geschäft. Mit einem starken Line-Up an neuen Spielen erhofft sich Microsoft-Chef Satya Nadella hier für Weihnachten ein Rekord-Quartal.

Im Analystengespräch setzte Microsoft-Finanzchefin Amy Hood die Zielgrößen für das laufende Quartal fest. Den Konzernumsatz erwartet sie zwischen 50,15 und 51,05 Milliarden Dollar. Analysten lagen bislang bei eher 49 Milliarden Dollar.

Bereits vor der Veröffentlichung des Zahlenwerks hatten Analysten wie Brent Thill von Jefferies, J. Derrick Wood von Cowen oder eben Dan Ives von Wedbush die Aktie auf „Kaufen“ bzw. „Outperform“ gestellt. Ives etwa legt das Kursziel auf 375 Dollar fest, so wie auch Thill.

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