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13.10.2022

11:56

Tech-Konzern

Gewinn des weltgrößten Chipherstellers TSMC steigt um 80 Prozent – Investitionen trotzdem gekürzt

Der Weltmarktführer mit Sitz in Taiwan profitiert in der Chipkrise massiv vom Computer- und Elektroauto-Boom. Doch angesichts des konjunkturellen Umfelds plant TSMC fortan vorsichtiger.

Auch für das vierte Quartal prognostizierte der Auftrags-Chiphersteller einen Umsatzanstieg. Reuters

TSMC

Auch für das vierte Quartal prognostizierte der Auftrags-Chiphersteller einen Umsatzanstieg.

Taipeh Der weltweit größte Auftrags-Chiphersteller TSMC aus Taiwan hat im dritten Quartal dank der hohen Nachfrage von Rechenzentren und E-Autoherstellern einen Gewinnsprung geschafft. Gleichwohl kürzte der Apple- und Qualcomm-Zulieferer angesichts der Inflation und unsicheren Weltkonjunktur sein Investitionsbudget um mindestens zehn Prozent auf rund 36 Milliarden US-Dollar, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte.

Noch vor drei Monaten hatte TSMC erklärt, der aktuelle Abschwung in der Branche habe kaum Auswirkungen und die langfristige Nachfrage nach seinen Chips sei stabil.

Der Nettogewinn schnellte im Zeitraum Juli bis September um 80 Prozent auf 280,9 Milliarden Taiwan-Dollar (9,1 Milliarden Euro) und lag damit über den Analystenschätzungen von 265,6 Milliarden Taiwan-Dollar, wie TSMC am Donnerstag mitteilte.

Der Umsatz legte um 36 Prozent auf 20,23 Milliarden US-Dollar zu. Für das vierte Quartal prognostizierte der Auftrags-Chiphersteller einen Umsatzanstieg um 29 Prozent auf 19,9 bis 20,7 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 15,74 Milliarden US-Dollar im Vorjahr.

Auf die Frage nach seinen möglichen Expansionsplänen in Europa erklärte TSMC-Chef C.C. Wei, es sei noch nichts entschieden. „Wir werden unseren Auslandsanteil in der Fertigung basierend auf den Kundenbedürfnissen, der Geschäftsmöglichkeit und auch der Effizienz und Wirtschaftlichkeit des Betriebs weiter erhöhen“, sagte er. „Ob wir also in Europa sein werden, prüfen wir gerade und schließen keine Möglichkeit aus.“

Der im Februar auf den Weg gebrachte „European Chips Act“ ermöglicht milliardenschwere Subventionen aus öffentlicher und privater Hand in der Europäischen Union. Intel hat daraufhin beschlossen, für 17 Milliarden Euro ein Chip-Areal in Magdeburg zu bauen und zudem in Frankreich, Italien, Polen, Spanien und Irland zu investieren. Insidern zufolge soll es Gespräche zwischen TSMC und Dresden über die Errichtung eines Werks in der sächsischen Landeshauptstadt gegeben haben.

Von

rtr

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