MenüZurück
Wird geladen.

10.10.2018

18:23 Uhr

Bei dem zum Facebook-Konzern gehörenden Messengerdienst hat es Medienberichten zufolge eine Sicherheitslücke gegeben. Reuters

Whatsapp

Bei dem zum Facebook-Konzern gehörenden Messengerdienst hat es Medienberichten zufolge eine Sicherheitslücke gegeben.

Messengerdienst

Ein Videoanruf genügt – große Sicherheitslücke bei Whatsapp entdeckt

VonLisa Oenning

IT-Experten haben bei Whatsapp eine Sicherheitslücke gefunden. Ein Update soll diese schließen – doch Android-Nutzer suchen dieses in Googles Play Store noch vergebens.

DüsseldorfMit einem einzigen Video-Anruf können Hacker derzeit offenbar die Smartphones von Millionen Whatsapp-Nutzern kapern. Grund dafür ist eine schwerwiegende Sicherheitslücke, wie mehrere Fachportale – darunter „Heise“, „ZDnet“ und „The Register“ – übereinstimmend berichten. Das Unternehmen räumte die Lücke am Mittwochabend ein.

Der Fehler stecke in der Speicherverwaltung des Video-Conferencings. Dieser ermögliche es den Hackern „Heise“ zufolge, einen eigenen Code auf dem Smartphone einzuschleusen und sich so vollkommenen Zugriff zu dem Gerät zu verschaffen. Experten raten deshalb, vorerst keine Videoanrufe von Fremden anzunehmen.

Googles Projekt Zero, ein Team von Elite-Hackern soll den Fehler bereits Ende August entdeckt haben. Nun machten die IT-Experten laut „Heise“ die Sicherheitslücke öffentlich. Ob es bereits zu Attacken gekommen ist, sei unklar.

Betroffen von dem Fehler seien sowohl Besitzer von iPhones als auch Nutzer von Android-Smartphones. Die Sicherheitslücke schließen sollte den Berichten zufolge eigentlich ein Whatsapp-Update. Doch Android-Nutzern bietet Googles Play Store noch eine Version vom 24. September an. „Heise“ berichtet, dass diese den Google-Experten zufolge noch den Fehler enthalte.

1

In den aktuellsten Versionen für Android (ab 2.18.302) und iOS (ab 2.18.93) sei die Lücke bereits geschlossen. Über die Einstellungen können Whatspp-Nutzer prüfen, welche Version sie haben. Wer die aktuelle noch nicht nutzt, sollte den Messenger aktualisieren – falls möglich.

Soziales Netzwerk: Facebook: Hacker nutzten gestohlene Log-ins nicht für andere Apps

Soziales Netzwerk

Facebook: Hacker nutzten gestohlene Log-ins nicht für andere Apps

Fast 50 Millionen Facebook-Nutzer waren kürzlich von einem Hackerangriff betroffen. Die Log-in-Daten sollen laut dem Konzern nicht für den Zugang zu anderen Webseiten benutzt worden sein.

Zwar können Android-Nutzer, denen im Google Play Store noch eine alte Version angezeigt wird, die aktuellste Version direkt über Whatsapp herunterlanden. Experten raten davon jedoch ab, weil sie dafür unter Umständen die Sicherheitseinstellungen abschalten müssten. Da bisher noch keine Angriffe bekannt seien, empfehlen sie, auf das nächste Update im Play Store zu warten.

Nachdem der Mutterkonzern Facebook am Mittwoch zunächst eine Stellungnahme auf Anfrage von Reuters abgelehnt hatte, bezog der IT-Konzern am frühen Abend doch noch Stellung: „Wir arbeiten kontinuierlich mit Sicherheitsforschern aus der ganzen Welt zusammen, um sicherzustellen dass Whatsapp sicher und zuverlässig bleibt“, zitiert die Nachrichtenagentur Whatsapp-Sprecherin Ann Yeh.

Das Unternehmen habe umgehend eine neue Version für seine Nutzer bereitgestellt. Im Google Play Store war kurz danach jedoch kein Update möglich.

Das Unternehmen hatte in der Vergangenheit mit einer Reihe von Sicherheitsproblemen zu kämpfen. Erst jüngst machte es einen Hackerangriff bekannt, von dem nach Angaben des Managements 50 Millionen Nutzer betroffen waren.

Mit Agenturmaterial.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×