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11.07.2019

21:15

Mobilfunkanbieter

Gespräche von T-Mobile und Sprint über Anteilsverkauf stocken angeblich

Die beiden Mobilfunkanbieter müssen Geschäftsteile verkaufen, damit die US-Behörden ihre Fusion genehmigen. Das ist offenbar komplizierter als gedacht.

Zur Genehmigung ihrer Fusionspläne wollten die beiden Unternehmen Geschäftsteile an den Satellitenbetreiber Dish verkaufen. dpa

Filialen von T-Mobile und Sprint

Zur Genehmigung ihrer Fusionspläne wollten die beiden Unternehmen Geschäftsteile an den Satellitenbetreiber Dish verkaufen.

FrankfurtSpekulationen über Verzögerungen beim geplanten Zusammenschluss der Telekom-Tochter T-Mobile US mit Sprint haben die Aktien der beiden Mobilfunkanbieter am Donnerstag belastet. Sprint-Aktien gaben mehr als drei Prozent nach. Papiere von T-Mobile US und Deutsche Telekom notierten jeweils 0,7 Prozent schwächer.

Zur Genehmigung ihrer Fusionspläne wollten die beiden Unternehmen Geschäftsteile an den Satellitenbetreiber Dish verkaufen, was sich einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge aber als komplizierte Angelegenheit herausstellt. Zurzeit hake es im Zusammenhang damit an Eigentümerrechten und anderen Konditionen.

Dennoch seien alle Beteiligten optimistisch, eine Einigung zu erzielen und die milliardenschwere Fusion über die Bühne zu bringen, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Eine Stellungnahme der Firmen war zunächst nicht zu erhalten. Die Frist für ihre geplante Fusion könnte aber verlängert werden, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Ein neues Datum wurde zunächst nicht genannt.

Die Nummer drei und vier des US-Mobilfunkmarktes nehmen nun bereits zum dritten Mal einen Anlauf für einen Zusammenschluss. Verbraucherschützer und Politiker befürchten, dass nach einem Zusammengehen von T-Mobile und Sprint die Preise für Verbraucher steigen.

Um die Bedenken der Kartellbehörden aus dem Weg zu räumen, hatten die Firmen gegenüber der FCC Zugeständnisse beim Ausbau des ultraschnellen Internets 5G gemacht. Das Mobilfunk- und Datennetz von Sprint gilt in manchen Regionen der USA als extrem löchrig. Auch das US-Justizministerium muss die Pläne für die 26 Milliarden Dollar schwere Fusion noch abnicken.

Von

rtr

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