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14.06.2019

10:53

Mobilfunkanbieter

Telekom-Betriebsräte warnen nach 5G-Auktion vor Jobabbau

Telekom, Vodafone und Telefónica erhalten bei 5G Konkurrenz durch United Internet. Die Arbeitnehmer der Konzerne befürchten nun einen Stellenabbau.

Verbraucherschützer freuen sich nach der Auktion auf möglicherweise mehr Preis-Wettbewerb. dpa

5G

Verbraucherschützer freuen sich nach der Auktion auf möglicherweise mehr Preis-Wettbewerb.

BerlinNach dem Zuschlag auch für den Neuling United Internet bei der Versteigerung von 5G-Mobilfunklizenzen sorgen sich die Betriebsräte der etablierten Netzbetreiber Telekom, Vodafone und Telefónica vor einem Stellenabbau in ihren Unternehmen.

„Wenn United Internet hofft, nur in den Städten investieren zu müssen und auf dem Land unsere Infrastruktur zu Billigpreisen mieten zu können, dann kann dies Tausende Jobs kosten“, sagte Vodafone-Betriebsratschef Dirk Wilharm der „Rheinischen Post“.

Die Arbeitnehmer-Vertreter haben Sorge, dass der Bund noch nachträglich eine Pflicht zum Teilen der Netzkapazitäten festlegt. „Wir befürworten, dass die Unternehmen sich freiwillig beim Bau der Netze unterstützen, indem sie beispielsweise Funkmasten teilen“, sagte Josef Bednarski von der Deutschen Telekom.

„Aber ein Zwang zum Teilen der Netze würde an Enteignung grenzen.“ Jan-Erik Walter von Telefónica erklärte, es könne nicht sein, „dass unsere Mitarbeiter die Zeche dafür zahlen müssen, dass wir einem Billigwettbewerber unsere Infrastruktur günstig zur Verfügung stellen sollen. (...) Auf Dauer würden unsere Unternehmen nur weniger statt mehr investieren.“

Die 5G-Auktion war am Mittwoch zu Ende gegangen. Die Telekom kaufte dabei Pakete für 2,2 Milliarden Euro, Vodafone für 1,9 Milliarden, Telefónica für 1,4 Milliarden und 1&1 Drillisch für 1,1 Milliarden Euro. Die United-Internet-Tochter war erstmals bei einer solchen Auktion mit dabei. Verbraucherschützer freute das mit Blick auf einen künftig vierten Netzbetreiber und damit möglicherweise mehr Preis-Wettbewerb.

Von

rtr

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