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11.09.2019

17:40

Projekt mit Fraunhofer

Der deutsche Quantencomputer soll IBM wieder Glanz verleihen

Von: Christof Kerkmann

Mathias Hartmann, Chef von IBM Deutschland, lässt einen Quantencomputer aufstellen. Das Prestigeprojekt ist auch eine Kampfansage an die Konkurrenz.

Dem Manager gelang ein Coup. IBM

Matthias Hartmann

Dem Manager gelang ein Coup.

Düsseldorf Matthias Hartmann will IBM zu altem Glanz führen. Der Chef der deutschen Landesgesellschaft ist davon überzeugt, dass der älteste und einst größte IT-Konzern der Welt für die Unternehmenswelt relevant ist, trotz des Niedergangs der vergangenen Jahre. Um den Kunden Technologien wie Cloud-Computing und Künstliche Intelligenz zu verkaufen, stellt er über einen Zeitraum von drei Jahren 2200 neue Mitarbeiter ein.

Nun ist dem Manager ein Coup gelungen, der dem Image des Unternehmens enorm dienen dürfte: IBM baut in Kooperation mit der Fraunhofer-Gesellschaft an einem deutschen Standort den Quantencomputer „Q System One“ samt einem Kompetenzzentrum auf – eine Premiere in Europa.

Ziel ist es, diese neue Technologie gemeinsam zu erforschen. „Es ist wichtig, frühzeitig Erfahrungen mit dieser neuen Technologie ins Land zu holen“, sagt Hartmann.

Bis „Big Blue“ daraus kommerziellen Nutzen ziehen kann, dürften viele Jahre vergehen – die Technologie, die bahnbrechende Rechenkapazitäten verheißt, befindet sich im Laborstadium. Doch das Projekt dient dem Prestige. „Bei der Transformation der Firma ist es wichtig, dass wir Zukunftsfelder besetzen“, sagt Hartmann. Quantencomputer zählen ohne Frage dazu.

Bei der Anbahnung der Kooperation half Konzernchefin Ginni Rometty. Sie treffe beim Weltwirtschaftsforum regelmäßig Bundeskanzlerin Angela Merkel, berichtet Hartmann – „dort wurde die Idee geboren“. Der deutsche Manager übernahm die Vorbereitung.

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