Handelsblatt App
Jetzt 4 Wochen für 1 € Alle Inhalte in einer App
Anzeigen Öffnen
MenüZurück
Wird geladen.

19.09.2019

13:36

Startup-Investor

Delisting für Rocket Internet laut Oliver Samwer derzeit kein Thema

Rocket-Internet-Gründer Oliver Samwer hat Spekulationen zurückgewiesen, wonach ein Delisting des Unternehmens bevorstehen könnte. Das sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht geplant.

Samwer trat damit Spekulationen entgegen, wonach die seit 2014 gelistete Rocket Internet die Börse wieder verlassen könnte. Reuters

Oliver Samwer

Samwer trat damit Spekulationen entgegen, wonach die seit 2014 gelistete Rocket Internet die Börse wieder verlassen könnte.

Berlin Der Startup-Investor Rocket Internet hat derzeit keine Ambitionen, das Börsenparkett zu verlassen. „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist es nicht die Strategie des Unternehmens, das Unternehmen wieder zu privatisieren“, sagte Gründer und Konzernchef Oliver Samwer am Donnerstag anlässlich eines Analystentreffens. Rocket Internet könne in den kommenden fünf Jahren wohl weitere Aktien zurückkaufen, dies sei jedoch nicht unbedingt erforderlich und von den Marktbedingungen abhängig.

Samwer trat damit Spekulationen entgegen, wonach die seit 2014 gelistete Rocket Internet die Börse wieder verlassen könnte. Die Marktkapitalisierung des Investors beträgt 3,7 Milliarden Euro und liegt damit nur gering über dem Kassenbestand von drei Milliarden Euro. Samwer erklärte, ein Teil der Barschaft werde wohl in Startups oder börsennotierte Unternehmen investiert werden. Aber es gebe keine Eile. „Wir haben eine langfristige Strategie“, sagte der Manager.

Im ersten Halbjahr schnellte der Konzerngewinn von Rocket Internet auf 548 Millionen Euro nach oben von 296,6 Millionen vor Jahresfrist. Die wichtigsten Beteiligungen verbuchten überwiegend Zuwächse. Der Börsenneuling, die Global Fashion Group, steigerte den Umsatz um 16 Prozent auf 603 Millionen Euro. Die bereinigte operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) verbesserte sich um 0,9 Prozentpunkte auf minus fünf Prozent. Bei der Internetplattform Jumia kletterte das Bruttowarenvolumen um 64 Prozent auf 521 Millionen Euro nach oben. Der Möbelanbieter Home verbuchte ein Umsatzplus von 19 Prozent auf 178 Millionen Euro. Die Ebitda-Marge sank derweil aufgrund von Investitionen auf minus 13 (minus neun) Prozent.

Im Frankfurter Handel lagen die Rocket-Internet-Papiere zunächst rund drei Prozent im Plus, im weiteren Verlauf drehten sie aber leicht ins Minus.

Mehr: International liegt Deutschland in Sachen Risikokapital für junge Firmen weit zurück. Für die Politik kann es darauf nur zwei Antworten geben. Ein Kommentar von Peter Brors.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×