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26.01.2021

20:44

Quartalszahlen

Siemens Healthineers übertrifft Erwartungen deutlich – und hebt Prognose für 2021 an

Von: Axel Höpner

Nach Siemens und Siemens Energy legt auch der Medizintechnik-Spezialist gute Zahlen fürs erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres vor: Der Umsatz stieg um 13 Prozent.

Der Konzern legt starke Zahlen vor – und erhöht die Prognose für das laufende Jahr. Reuters

Siemens Healthineers

Der Konzern legt starke Zahlen vor – und erhöht die Prognose für das laufende Jahr.

München Der Medizintechnik-Spezialist Siemens Healthineers ist auch dank einer hohen Nachfrage nach Coronatests mit viel Schwung ins neue Geschäftsjahr gestartet. Umsatz und operatives Ergebnis legten im ersten Quartal 2020/21 (30. September) stärker zu, als Analysten erwartet hatten. Auch aufgrund einer höheren Nachfrage im Zuge der Corona-Pandemie hob die Siemens-Tochter den Ausblick für das Gesamtjahr an.

Der Umsatz der Healthineers stieg im ersten Quartal auf vergleichbarer Basis um 13 Prozent auf 3,87 Milliarden Euro – das sind rund 300 Millionen mehr als Analysten erwartet hatten. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) verbesserte sich von 487 auf 738 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Erlangen mitteilte.

Damit reihten sich die Healthineers in gute Ergebnisse auch bei den anderen Unternehmen der Siemens-Familie ein. So berichtete die Siemens AG vergangene Woche, die Geschäfte seien im ersten Quartal „deutlich besser als erwartet“ gelaufen. Vor allem dank einer starken Nachfrage in China und besserer Geschäfte mit der Industrie-Digitalisierung legte das operative Ergebnis in wichtigen Geschäftsfeldern deutlich zu.

Auch Siemens Energy machte mehr Gewinn, als die meisten Analysten erwartet hatten. Der Umsatz des Energietechnik-Spezialisten stieg im ersten Quartal um knapp drei Prozent auf 6,5 Milliarden Euro. Allerdings brach der Auftragseingang um 26 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro ein.

Die Siemens Healthineers konnten die Geschäfte dagegen auf breiter Front verbessern. Als Konsequenz hob der Vorstand die Prognose für das Gesamtjahr an und erwartet nun ein vergleichbares Umsatzwachstum von acht bis zwölf Prozent. Bisher hatte die Siemens-Tochter fünf bis acht Prozent prognostiziert.

Unternehmen profitiert von der Nachfrage nach Coronatests

Die Anhebung gründet vor allem auf der Erwartung höherer Umsätze im Geschäft mit Antigen-Schnelltests. Hier rechnet das Unternehmen nun mit 300 bis 350 Millionen Euro statt wie bislang mit rund 100 Millionen Euro.

Beim bereinigten unverwässerten Ergebnis je Aktie erwarten die Healthineers nun 1,63 bis 1,82 Euro je Aktie - nach bisher 1,58 bis 1,72 Euro.

Im vergangenen Geschäftsjahr war die Corona-Bilanz der Healthineers gemischt. Zwar profitierte das Unternehmen bereits von der Nachfrage nach Coronatests. Andererseits fielen aber viele Routineuntersuchungen wegen der Pandemie aus.

Der Umsatz stagnierte im Geschäftsjahr 2019/20 so bei 14,5 Milliarden Euro. Spezialisierte Konkurrenten wie Roche hatten zeitweise stärker von der Pandemie profitiert. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) der Healthineers sank im vergangenen Geschäftsjahr vor allem wegen einer schwächelnden Diagnostiksparte um zehn Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Das entsprach einer operativen Rendite von 15,4 Prozent nach 17,1 Prozent im Vorjahr.

Zum Start ins neue Geschäftsjahr war die Bildgebungssparte von Healthineers wie meistens stark. Doch auch die Diagnostik machte Fortschritte. Der Umsatz stieg hier deutlich auf 1,2 Milliarden Euro, das bereinigte operative Ergebnis von 32 auf 137 Millionen Euro.

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