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Devolo, Telekom, Gigaset, RWE

So wehren Sie Angriffe auf Ihr vernetztes Heim ab

Von: Carina Kontio

Ob Rollo, Heizung, Kühlschrank oder Türschloss – immer mehr Menschen steuern ihr Zuhause via Web. Smart-Home-Anwendungen liegen im Trend. Doch wie sicher sind sie eigentlich? Die wichtigsten deutschen Anbieter im Check.

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Die vernetzte Videokamera im Kinderzimmer: für jedermann aus dem Internet erreichbar. Mehr als ein PC mit Internetzugang und ein wenig Wissen über spezialisierte Online-Suchmaschinen wie Shodan, Thingful oder Censys sind nicht nötig, schreibt die „Wirtschaftswoche“, und Heerscharen ungesicherter Webcams eröffnen genaue Einsichten in deutsche Kinderzimmer, Wohnstuben oder Gärten. dpa

Kinderspiel

Die vernetzte Videokamera im Kinderzimmer: für jedermann aus dem Internet erreichbar. Mehr als ein PC mit Internetzugang und ein wenig Wissen über spezialisierte Online-Suchmaschinen wie Shodan, Thingful oder Censys sind nicht nötig, schreibt die „Wirtschaftswoche“, und Heerscharen ungesicherter Webcams eröffnen genaue Einsichten in deutsche Kinderzimmer, Wohnstuben oder Gärten.

Bild: dpa

Bis 2020 sollen sich die Umsätze für Smart-Home-Technik laut einer Prognose von Statista in Deutschland auf rund acht Milliarden Euro summieren – bei Wachstumsraten von 40 Prozent pro Jahr. Möglichkeiten, sich ins vernetzte Heim zu hacken, gibt es also mehr als genug. Das reicht von ungeschützten Smartphone-Apps über schlecht gesicherte Verbindungen zwischen Handy und Smart-Home-Zentrale bis zu Schwachstellen in den Onlineportalen der Anbieter. dpa

Wachstumsmarkt Heimvernetzung

Bis 2020 sollen sich die Umsätze für Smart-Home-Technik laut einer Prognose von Statista in Deutschland auf rund acht Milliarden Euro summieren – bei Wachstumsraten von 40 Prozent pro Jahr. Möglichkeiten, sich ins vernetzte Heim zu hacken, gibt es also mehr als genug. Das reicht von ungeschützten Smartphone-Apps über schlecht gesicherte Verbindungen zwischen Handy und Smart-Home-Zentrale bis zu Schwachstellen in den Onlineportalen der Anbieter.

Bild: dpa

Eine Nebenwirkung des Trends zum Internet der Dinge: die unfreiwillige Offenheit vieler Bundesbürger, die ihr Zuhause zunehmend vernetzen und ihre Häuser und Wohnungen immer häufiger mit Billigtechnik hochrüsten. Ein Risiko, denn gerade diese ist erschreckend oft, das hat ein Test der „Wirtschaftswoche“ ergeben, schlecht gegen Späher oder Hacker aus dem Netz gesichert. dpa

Gefahr: Billigtechnik

Eine Nebenwirkung des Trends zum Internet der Dinge: die unfreiwillige Offenheit vieler Bundesbürger, die ihr Zuhause zunehmend vernetzen und ihre Häuser und Wohnungen immer häufiger mit Billigtechnik hochrüsten. Ein Risiko, denn gerade diese ist erschreckend oft, das hat ein Test der „Wirtschaftswoche“ ergeben, schlecht gegen Späher oder Hacker aus dem Netz gesichert.

Bild: dpa

So finden sich immer wieder Lücken bei der Verschlüsselung von Passwörtern, bei der Authentifizierung von Zugriffen über das Internet oder Manipulationsmöglichkeiten durch Angreifer von außen. Je billiger die Technik, desto mehr Menschen ohne große IT-Erfahrung schaffen sich so angreifbare Schwachstellen, weil sie kaum in der Lage sind, Webcams oder Temperatursensoren mit sicheren Passwörtern oder einer integrierten Firewall zu schützen. dpa

Kaum IT-Erfahrung

So finden sich immer wieder Lücken bei der Verschlüsselung von Passwörtern, bei der Authentifizierung von Zugriffen über das Internet oder Manipulationsmöglichkeiten durch Angreifer von außen. Je billiger die Technik, desto mehr Menschen ohne große IT-Erfahrung schaffen sich so angreifbare Schwachstellen, weil sie kaum in der Lage sind, Webcams oder Temperatursensoren mit sicheren Passwörtern oder einer integrierten Firewall zu schützen.

Bild: dpa

Für den Test der „Wirtschaftswoche“ haben Experten des internationalen IT-Sicherheitsdienstleisters SEC Consult mit Sitz in Wien die Systeme der wichtigsten Anbieter im deutschen Markt unter die Lupe genommen. Im Check: die Angebote von Devolo, Digitalstrom, eQ-3, Gigaset, RWE und die von der Deutschen Telekom betriebene Qivicon-Plattform. Die Ergebnisse im Überblick. obs

Unter der Lupe

Für den Test der „Wirtschaftswoche“ haben Experten des internationalen IT-Sicherheitsdienstleisters SEC Consult mit Sitz in Wien die Systeme der wichtigsten Anbieter im deutschen Markt unter die Lupe genommen. Im Check: die Angebote von Devolo, Digitalstrom, eQ-3, Gigaset, RWE und die von der Deutschen Telekom betriebene Qivicon-Plattform. Die Ergebnisse im Überblick.

Bild: obs

Konzept: Cloud-gestützte Plattform, die rund zehn unterschiedliche Mess- und Steuermodule per Funk vernetzt. Preis: ab 220 Euro. Beanstandung: Passwort in App bei Gebrauch unverschlüsselt. Wer vermeiden will, dass Finder oder Diebe des Smartphones das vernetzte Heim ausforschen, muss sich bei Devolo nach Gebrauch der App wieder ausloggen und das Handy mit einem Passwortschutz sichern. Auf Anfrage erklärte das Unternehmen gegenüber der „Wirtschaftswoche“, man überprüfe das Sicherheitskonzept, halte den Schutz aber schon jetzt für ausreichend. (Quelle: PR)

Devolo Home Control

Konzept: Cloud-gestützte Plattform, die rund zehn unterschiedliche Mess- und Steuermodule per Funk vernetzt.
Preis: ab 220 Euro.
Beanstandung: Passwort in App bei Gebrauch unverschlüsselt. Wer vermeiden will, dass Finder oder Diebe des Smartphones das vernetzte Heim ausforschen, muss sich bei Devolo nach Gebrauch der App wieder ausloggen und das Handy mit einem Passwortschutz sichern. Auf Anfrage erklärte das Unternehmen gegenüber der „Wirtschaftswoche“, man überprüfe das Sicherheitskonzept, halte den Schutz aber schon jetzt für ausreichend.
(Quelle: PR)

(Quelle: PR)

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(Quelle: PR)

Konzept: Funkbasierte Steuerung von rund 80 Smart-Home-Modulen, die sich mit oder ohne Cloud-Anbindung nutzen lassen. Preis: Kosten nach Aufwand. Beanstandung: keine. (Quelle: Screenshot Webseite)

eQ-3 Homematic IP

Konzept: Funkbasierte Steuerung von rund 80 Smart-Home-Modulen, die sich mit oder ohne Cloud-Anbindung nutzen lassen.
Preis: Kosten nach Aufwand.
Beanstandung: keine.
(Quelle: Screenshot Webseite)

Konzept: Cloud-gestützte Plattform, die rund zehn unterschiedliche Mess- und Steuermodule per Funk vernetzt. Preis: 200 Euro. Beanstandung: keine. (Quelle: Screenshot Website)

Gigaset Elements

Konzept: Cloud-gestützte Plattform, die rund zehn unterschiedliche Mess- und Steuermodule per Funk vernetzt.
Preis: 200 Euro.
Beanstandung: keine.
(Quelle: Screenshot Website)

Konzept: Funkgestütztes System mit Schwerpunkt auf Gebäudesteuerung von RWE-eigenen sowie von fremden Geräten. Preis: 320 Euro. Beanstandung: keine. (Quelle: Screenshot Website)

RWE Smart Home

Konzept: Funkgestütztes System mit Schwerpunkt auf Gebäudesteuerung von RWE-eigenen sowie von fremden Geräten.
Preis: 320 Euro.
Beanstandung: keine.
(Quelle: Screenshot Website)

(Quelle: PR)

infografik-qivicon-prinzip-de

(Quelle: PR)

Smartphones sind die Fernbedienung fürs vernetzte Heim. Damit Hacker keine Passwörter aus den zugehörigen Apps auslesen können, rät die „Wirtschaftswoche“ dazu, Schutzsoftware auf dem Gerät zu installieren – und sich nach Gebrauch aus der App auszuloggen. Reuters

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Smartphones sind die Fernbedienung fürs vernetzte Heim. Damit Hacker keine Passwörter aus den zugehörigen Apps auslesen können, rät die „Wirtschaftswoche“ dazu, Schutzsoftware auf dem Gerät zu installieren – und sich nach Gebrauch aus der App auszuloggen.

Bild: Reuters

Viele Smart-Home-Systeme lassen sich auch über Onlineportale der Anbieter steuern. Anwender sollten unbedingt voreingestellte Passwörter durch komplexe Codes mit Groß- und Kleinschreibung, Zahlen und Sonderzeichen ersetzen. Getty Images

Cloud-Portal sichern

Viele Smart-Home-Systeme lassen sich auch über Onlineportale der Anbieter steuern. Anwender sollten unbedingt voreingestellte Passwörter durch komplexe Codes mit Groß- und Kleinschreibung, Zahlen und Sonderzeichen ersetzen.

Bild: Getty Images

Selbst wer sein vernetztes Haus nur am PC daheim steuert, kann von Hackern ausgeforscht werden, so die „Wirtschaftswoche“ in ihrem Bericht und rät: Damit die keine Spionageprogramme auf dem PC einschleusen können, sollten Schutzsoftware und Browser stets aktuell gehalten werden. Getty Images

Home-Zentrale schützen

Selbst wer sein vernetztes Haus nur am PC daheim steuert, kann von Hackern ausgeforscht werden, so die „Wirtschaftswoche“ in ihrem Bericht und rät: Damit die keine Spionageprogramme auf dem PC einschleusen können, sollten Schutzsoftware und Browser stets aktuell gehalten werden.

Bild: Getty Images

Wer verhindern will, dass Angreifer Steuerbefehle auf dem Weg vom Handy zum Haus mitlesen, verbindet beides über eine verschlüsselte Datenverbindung (VPN), die der Nutzer in seinem Internetrouter einrichtet. Getty Images

Verbindung verschlüsseln

Wer verhindern will, dass Angreifer Steuerbefehle auf dem Weg vom Handy zum Haus mitlesen, verbindet beides über eine verschlüsselte Datenverbindung (VPN), die der Nutzer in seinem Internetrouter einrichtet.

Bild: Getty Images

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