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Smart-Meter Smappee im Test

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Echte Kostentreiber werden schnell entlarvt

Echten Kostentreibern, wie etwa einer energie-ineffizienten Spülmaschine oder einem betagten Kühlschrank, kommt man sehr schnell auf die Schliche. Das Aufspüren der Stromfresser wird dabei mit kleinen Awards von der Smappee-App honoriert. Wer Lust hat, kann sich beim Stromsparen auch mit Freunden und Familie messen und so gegenseitig zu einem umweltschonenden und ökonomisch sinnvollen Nutzungsverhalten anspornen.

Der spannendste Wert, den Smappee misst, ist der Dauerverbrauch. Über einige Tage und Wochen im Test wird klar, wie viel Kilowattstunden Strom konsumiert wird, selbst wenn vermeintlich gar keine Geräte in Betrieb sind.

Ich konnte so Stromverbraucher ausfindig machen, die mir bisher gar nicht wirklich bewusst waren – beispielsweise mein Fernseher oder meine HiFi-Anlage, die im Standby-Modus jeweils fast 6 Watt an Leistung benötigen. Aufs Jahr gerechnet sind das mehr als 100 Kilowattstunden oder rund 30 Euro, die ich etwa mit der Anschaffung einer intelligenten Steckdosenleiste sparen könnte.

Smappee verspricht, dass man mithilfe der Echtzeitübersicht bis zu 30 Prozent der Stromkosten einsparen kann, wenn man alte Geräte durch neue, effizientere ersetzt oder sein Nutzungsverhalten optimiert. Ein vierköpfiger Haushalt könne seine Stromkosten pro Jahr so um rund 200 Euro senken, rechnen die Belgier vor. Der Kauf von Smappee würde sich damit binnen zwölf Monaten amortisieren – denn das Gerät kostet exakt  199,95 Euro. Dennoch ein stolzer Preis.

„Es gibt günstigere Wege, seine Stromfresser zu identifizieren und zu visualisieren“, sagt Niels Schnoor. Der Energieexperte bei der Verbraucherzentrale Bundesverband hält es zwar prinzipiell für begrüßenswert, wenn Haushalte sich über ihren Stromverbrauch regelmäßig Gedanken machen, da es gerade in den eigenen vier Wänden oft noch „eine Menge Potenzial gibt, Strom einzusparen“.

Aber Schnoor weiß auch, dass die anfängliche Begeisterung für smarte Geräte, wie Smappe schnell wieder nachlässt. „Im Zweifel ist man mit einer profanen Energieberatung billiger dran“, erklärt der Verbraucherschützer.

Fazit

Smappee macht definitiv Lust auf Stromsparen. Die App ist übersichtlich gestaltet und nötigt einen dazu, sich intensiv mit dem eigenen Stromverbrauch auseinanderzusetzen. Bei stetig steigenden Energiekosten keinesfalls ein Nachteil. Smappee erkennt zudem die einzelnen Stromfresser im Haushalt erstaunlich gut.

Dennoch dürfte sich der Kauf des Geräts für viele nicht lohnen. Mit rund 200 Euro ist Smappee nicht gerade ein Schnäppchen. Zumal man ehrlicherweise die Elektrikerkosten für die Installation hinzurechnen muss. Wirklich Sinn macht Smappee daher nur für große Haushalte, mit vielen elektrischen Geräten. Denn bei hohem Verbrauch lässt sich auch besonders viel optimieren.

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