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31.10.2018

05:08

Benny Jürgens und Carlo Ulbrich

Das Start-up Nect liefert die KI-Technologie zum Video-Ident-Verfahren

Von: Johannes Steger

Die Hamburger Benny Jürgens und Carlo Ulbrich haben intelligente Technologie entwickelt, die es möglich macht, Versicherungen online abzuschließen.

Die zwei Gründer setzen auf Künstliche Intelligenz. Nect

Benny Jürgens und Carlo Ulbrich

Die zwei Gründer setzen auf Künstliche Intelligenz.

Hamburg In seinem vorherigen Leben als App-Entwickler bei einer Versicherung hat Benny Jürgens die Erfahrung gemacht, dass er noch so gut an einer mobilen Applikation schrauben konnte, die potenziellen Nutzer aber überschaubar blieben. Der Haken: Die analoge Identifikation über den Postweg dauert und schreckt ab.

Dass es auch anders gehen kann, beweisen er und sein Mitgründer Carlo Ulbrich, beide 32, nun mit ihrem Start-up Nect. Das bietet eine Technologie, in der Künstliche Intelligenz (KI) die Identität feststellt – und das nutzerfreundlich via Selfie oder Video. An das Konzept glaubt nicht nur der Wagniskapitalogeber Dieter von Holtzbrinck Ventures, der eine siebenstellige Summe in das Start-up investierte.

Nun will die R+V Versicherung das Verfahren für ihre App-Nutzung einführen. R+V-Vorstandsvorsitzender Norbert Rollinger sieht den Mehrwert: „Ich bin überzeugt, dass solche Lösungen auf Basis von Künstlicher Intelligenz die Kundenzufriedenheit weiter steigern.“

Schon kurz nach dem Start 2016 merkten die Gründer, dass ihre Idee Potenzial hat: „Bereits während unserer Teilnahme am Insurtech-Hub-Accelerator-Programm in München, noch ohne ein fertiges Produkt, war das Interesse groß“, erzählt Ulbrich. Die Sorge, dass Nutzer Berührungsängste mit der KI haben könnten, bewahrheitete sich nicht: „Ganz im Gegenteil“, so die Gründer.

Die Technologie kann nicht nur Gesichter oder Reflexion bei der Hologram-Entdeckung erkennen, sie ist auch in der Lage, Lippen zu lesen: Nutzer müssen zwei zufällig ausgewählte Wörter aussprechen, um von der KI als echte Menschen erkannt zu werden. In gewissen Bereichen ist sie dem Menschen überlegen – so könne sie sich nicht nur die Tausenden Sicherheitsmerkmale von unterschiedlichen Ausweistypen merken, sondern sie sei auch vorurteilsfrei, erklärt Jürgens: „Sie misst das Gesicht ab – unabhängig von Hautfarbe oder ethnischer Zugehörigkeit. Menschen haben öfter Probleme, Gesichter anderer Ethnien auseinanderzuhalten.“

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