Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

IMWF-Zukunftsstudie

In diesen Bereichen wird künstliche Intelligenz unser Arbeitsleben revolutionieren

VonCarina Kontio

Innerhalb von fünf Jahren wird künstliche Intelligenz unser Arbeitsleben revolutionieren. Eine Studie zeigt die einflussreichsten KI-Anwendungen am Arbeitsplatz.

  • zurück
  • 1 von 17
  • vor
Künstliche Intelligenz wird unseren Arbeitsalltag gründlich umwälzen - und das nicht erst in einer fernen Zukunft, sondern innerhalb von fünf Jahren. Davon ist zumindest die Mehrheit der volljährigen Arbeitnehmer in Deutschland überzeugt, die gerade an einer repräsentativen Umfrage teilgenommen haben. Wir zeigen die wichtigsten Ergebnisse der Studie „Künstliche Intelligenz am Arbeitsplatz 2018“ des IMWF Instituts für Management und Wirtschaftsforschung und des Marktforschungsinstituts Toluna. Getty Images

KI am Arbeitsplatz

Künstliche Intelligenz wird unseren Arbeitsalltag gründlich umwälzen - und das nicht erst in einer fernen Zukunft, sondern innerhalb von fünf Jahren. Davon ist zumindest die Mehrheit der volljährigen Arbeitnehmer in Deutschland überzeugt, die gerade an einer repräsentativen Umfrage teilgenommen haben. Wir zeigen die wichtigsten Ergebnisse der Studie „Künstliche Intelligenz am Arbeitsplatz 2018“ des IMWF Instituts für Management und Wirtschaftsforschung und des Marktforschungsinstituts Toluna.

Bild: Getty Images

So rechnen 63 Prozent der 2.000 befragten Mitarbeiter ab 18 Jahren damit, dass künstliche Intelligenz in den kommenden drei bis fünf Jahren hohe oder sehr hohe Auswirkungen für Betriebe und ihre Arbeitnehmer haben wird. Welche Fähigkeiten KI-getriebener Anwendungen ihren eigenen Arbeitsalltag am meisten beeinflussen wird - darüber gehen die Meinungen auseinander. Getty Images

Wird KI auch Ihren Arbeitsplatz verändern?

So rechnen 63 Prozent der 2.000 befragten Mitarbeiter ab 18 Jahren damit, dass künstliche Intelligenz in den kommenden drei bis fünf Jahren hohe oder sehr hohe Auswirkungen für Betriebe und ihre Arbeitnehmer haben wird. Welche Fähigkeiten KI-getriebener Anwendungen ihren eigenen Arbeitsalltag am meisten beeinflussen wird - darüber gehen die Meinungen auseinander.

Bild: Getty Images

Bisher von Menschen ausgeführte Bürotätigkeiten übernehmen - von diesem Einsatzbereich künstlicher Intelligenz erwartet mit 42 Prozent der größte Anteil Berufstätiger starke Veränderungen an ihrem eigenen Arbeitsplatz. Getty Images

Rang 1: Übernehmen von menschlicher Arbeit im Büro

Bisher von Menschen ausgeführte Bürotätigkeiten übernehmen - von diesem Einsatzbereich künstlicher Intelligenz erwartet mit 42 Prozent der größte Anteil Berufstätiger starke Veränderungen an ihrem eigenen Arbeitsplatz.

Bild: Getty Images

Mit deutlichem Abstand folgt auf Platz zwei mit 33 Prozent eine automatisierte Kundenberatung. Erst kürzlich gab der E-Commerce-Händler Zalando bekannt, 250 Marketing-Spezialisten durch Algorithmen ersetzen zu wollen. Getty Images

Rang 2: Kunden beraten

Mit deutlichem Abstand folgt auf Platz zwei mit 33 Prozent eine automatisierte Kundenberatung. Erst kürzlich gab der E-Commerce-Händler Zalando bekannt, 250 Marketing-Spezialisten durch Algorithmen ersetzen zu wollen.

Bild: Getty Images

KI-Systeme, die Menschen Fabrikarbeit abnehmen, sehen 31 Prozent als Quelle starker Veränderungen ihrer eigenen Arbeit an. dpa

Rang 3: Übernehmen menschlicher Arbeit in der Fabrik

KI-Systeme, die Menschen Fabrikarbeit abnehmen, sehen 31 Prozent als Quelle starker Veränderungen ihrer eigenen Arbeit an.

Bild: dpa

Auch KI-Systeme, die Kundenverhalten vorhersagen sollen, sehen 31 Prozent der befragten Berufstätigen als Veränderungsfaktor für ihr Arbeitsleben an. Das könnte vor allem Mitarbeiter von werbungtreibenden Unternehmen und Agenturen betreffen. dpa

Rang 4: Vorhersage von Kundenverhalten oder von Kundennachfrage

Auch KI-Systeme, die Kundenverhalten vorhersagen sollen, sehen 31 Prozent der befragten Berufstätigen als Veränderungsfaktor für ihr Arbeitsleben an. Das könnte vor allem Mitarbeiter von werbungtreibenden Unternehmen und Agenturen betreffen.

Bild: dpa

News zu Cloudcomputing: Aktuelle Trends, Neuigkeiten und Hersteller Getty Images

Rang 5: Warnung vor bevorstehenden Ausfällen von Maschinen

Etwa 30 Prozent der Berufstätigen erwartet, dass Warnungen vor Maschinen-Ausfällen von künstlicher Intelligenz übernommen werden.

Bild: Getty Images

Künstliche Intelligenz könnte im Büro auch das sein, was Roboter in der Fabrik sind. Etwa wenn KI-Systeme via Spracherkennung Routine-Mails sortieren und sogar beantworten. Dass das Einfluss auf ihren Arbeitsplatz haben könnte, glauben 20 Prozent der befragten Arbeitnehmer. Getty Images

Rang 6: Sprache erkennen

Künstliche Intelligenz könnte im Büro auch das sein, was Roboter in der Fabrik sind. Etwa wenn KI-Systeme via Spracherkennung Routine-Mails sortieren und sogar beantworten. Dass das Einfluss auf ihren Arbeitsplatz haben könnte, glauben 20 Prozent der befragten Arbeitnehmer.

Bild: Getty Images

Wer die Vorstellung von Googles-Sprachsoftware Duplex auf der Entwicklerkonferenz I/O mitbekommen hat, wird sich nicht wundern, dass etwa 28 Prozent der Berufstätigen davon ausgehen, dass Gespräche künftig von künstlicher Intelligenz geführt werden. Duplex ist ist der Lage, selbständig Friseurtermine zu planen oder Öffnungszeiten von Geschäften zu erfragen und, so schreibt das Fachmagazin "Horinzont", am Telefon quasi kaum von einem Menschen zu unterscheiden, weil Laute wie "ähm" und "mmmh" in den Redefluss eingestreut werden. Getty Images

Rang 7: Einfache Gespräche führen

Wer die Vorstellung von Googles-Sprachsoftware Duplex auf der Entwicklerkonferenz I/O mitbekommen hat, wird sich nicht wundern, dass etwa 28 Prozent der Berufstätigen davon ausgehen, dass Gespräche künftig von künstlicher Intelligenz geführt werden. Duplex ist ist der Lage, selbständig Friseurtermine zu planen oder Öffnungszeiten von Geschäften zu erfragen und, so schreibt das Fachmagazin "Horinzont", am Telefon quasi kaum von einem Menschen zu unterscheiden, weil Laute wie "ähm" und "mmmh" in den Redefluss eingestreut werden.

Bild: Getty Images

Dass künstliche Intelligenz auch Einzug in den Bereich „selber sprechen“ hat, glauben 28 Prozent der Arbeitnehmer. Man denke nur an Assistenzsysteme wie Siri oder Alexa. Bei Sprachsteuerungen sind KI-Systeme inzwischen schon nicht mehr auf vorgegebenes Kommando-Vokabular angewiesen, sie verstehen bereits auch indirekte Befehle wie „Mir ist kalt“, um beispielsweise die Klimaanlage auf 24 zu drehen. dpa

Rang 8: Selber sprechen

Dass künstliche Intelligenz auch Einzug in den Bereich „selber sprechen“ hat, glauben 28 Prozent der Arbeitnehmer. Man denke nur an Assistenzsysteme wie Siri oder Alexa. Bei Sprachsteuerungen sind KI-Systeme inzwischen schon nicht mehr auf vorgegebenes Kommando-Vokabular angewiesen, sie verstehen bereits auch indirekte Befehle wie „Mir ist kalt“, um beispielsweise die Klimaanlage auf 24 zu drehen.

Bild: dpa

Rund 25 Prozent der Berufstätigen sehen in der Analyse komplexer Daten einen wesentlichen Faktor für die Veränderung in ihrem Arbeitsleben. Zum Beispiel das Erkennen von Krebstumoren auf Röntgenaufnahmen. Schon heute können Superrechner wie der IBM Watson medizinische Diagnosen erstellen. Andere Systeme sagen Epidemien und Grippewellen voraus. Getty Images

Rang 9: Analyse komplexer Daten

Rund 25 Prozent der Berufstätigen sehen in der Analyse komplexer Daten einen wesentlichen Faktor für die Veränderung in ihrem Arbeitsleben. Zum Beispiel das Erkennen von Krebstumoren auf Röntgenaufnahmen. Schon heute können Superrechner wie der IBM Watson medizinische Diagnosen erstellen. Andere Systeme sagen Epidemien und Grippewellen voraus.

Bild: Getty Images

Einer von zehn Arbeitnehmern rechnet damit, dass sein Arbeitsplatz von künstlicher Intelligenz am Steuer sehr stark betroffen wäre, weitere 15 Prozent erwarten zumindest eine eher starke Veränderung. Erste Tests mit fahrerlosen Pkw gab es übrigens bereits 2009: das Projekt Google Driverless Car, Vorläufer der Google-Tochter Waymo. Getty Images

Rang 10: Autos fahren

Einer von zehn Arbeitnehmern rechnet damit, dass sein Arbeitsplatz von künstlicher Intelligenz am Steuer sehr stark betroffen wäre, weitere 15 Prozent erwarten zumindest eine eher starke Veränderung. Erste Tests mit fahrerlosen Pkw gab es übrigens bereits 2009: das Projekt Google Driverless Car, Vorläufer der Google-Tochter Waymo.

Bild: Getty Images

Rund 23 Prozent gehen davon aus, dass die Gesichtserkennung durch künstliche Intelligenz für große Veränderungen an ihrem Arbeitsplatz sorgen wird. Getty Images

Rang 11: Gesichtserkennung

Rund 23 Prozent gehen davon aus, dass die Gesichtserkennung durch künstliche Intelligenz für große Veränderungen an ihrem Arbeitsplatz sorgen wird.

Bild: Getty Images

20 Prozent der Arbeitnehmer rechnen damit, dass menschliche Arbeit in der Pflege, beispielsweise das Umbetten von Patienten, von künstlicher Intelligenz übernommen wird. BIOTRONIK GmbH u. Co. KGPR

Rang 12: Übernehmen von menschlicher Arbeit

20 Prozent der Arbeitnehmer rechnen damit, dass menschliche Arbeit in der Pflege, beispielsweise das Umbetten von Patienten, von künstlicher Intelligenz übernommen wird.

Bild: BIOTRONIK GmbH u. Co. KGPR

Immerhin 30 Prozent der Befragten meint, dass KI in den nächsten fünf Jahren keine Auswirkungen ihren beruflichen Alltag haben wird. Getty Images

Arbeitsplatz würde durch keinen Faktor stark betroffen

Immerhin 30 Prozent der Befragten meint, dass KI in den nächsten fünf Jahren keine Auswirkungen ihren beruflichen Alltag haben wird.

Bild: Getty Images

Wie über das Thema KI und dessen Auswirkungen auf die Job-Welt gedacht wird, ist vor allem abhängig vom Alter der Befragten. Das ist ein weiteres Ergebnis der IMWF-Studie. Getty Images

Weitere Ergebnisse

Wie über das Thema KI und dessen Auswirkungen auf die Job-Welt gedacht wird, ist vor allem abhängig vom Alter der Befragten. Das ist ein weiteres Ergebnis der IMWF-Studie.

Bild: Getty Images

Insgesamt rechnen jüngere Arbeitnehmer deutlich mehr mit Veränderungen an ihrem Arbeitsplatz durch Künstliche Intelligenz als ältere. Nur 17 Prozent der 18 bis 29-jährigen gehen davon aus, dass keine der aufgeführten Fähigkeiten von KI-basierten Systemen ihre eigene berufliche Tätigkeit stark verändern wird. In der Altersgruppe ab 60 Jahren erwarten hingegen 41 Prozent, von den Umwälzungen durch künstliche Intelligenz im Arbeitsleben verschont zu bleiben. Getty Images

Junge vs. ältere Arbeitnehmer

Insgesamt rechnen jüngere Arbeitnehmer deutlich mehr mit Veränderungen an ihrem Arbeitsplatz durch Künstliche Intelligenz als ältere. Nur 17 Prozent der 18 bis 29-jährigen gehen davon aus, dass keine der aufgeführten Fähigkeiten von KI-basierten Systemen ihre eigene berufliche Tätigkeit stark verändern wird. In der Altersgruppe ab 60 Jahren erwarten hingegen 41 Prozent, von den Umwälzungen durch künstliche Intelligenz im Arbeitsleben verschont zu bleiben.

Bild: Getty Images

  • zurück
  • 1 von 17
  • vor

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×