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22.02.2022

04:00

Arbeitsmarkt

Konzerne machen Druck bei Zuwanderung

Von: Jens Koenen, Frank Specht, Thomas Jahn, Christoph Schlautmann

PremiumEs fehlen immer mehr Arbeitskräfte für einfache Tätigkeiten. Fraport, Deutsche Bahn oder die Hotelbranche suchen im Ausland und fordern mehr Offenheit bei der Einwanderung.

Arbeitsmarkt: Deutsche Bahn, Fraport & Hotels für mehr Zuwanderung

Flugzeugbeladung, Gleiswartung, Versandvorbereitung

Auch für einfache Tätigkeiten gibt es nach Ansicht von Unternehmen zu viele Hürden.

Frankfurt, Berlin, Düsseldorf Deutschland gehen die Arbeitskräfte für Helfertätigkeiten und Anlernberufe aus. Es fehlt bei den Flughäfen an Bodenpersonal, in den Hotels an Servicekräften und bei den Paketdiensten an Zustellern. Auch die Deutsche Bahn sucht händeringend nach vielen neuen Mitarbeitern. Der Staatskonzern will in diesem Jahr 21.000 Menschen neu einstellen, darunter auch sehr viele Ungelernte.

„Wenn wir ein ähnliches Wachstum wie im letzten Jahrzehnt erreichen wollen, bräuchten wir eine Nettozuwanderung von deutlich mehr als 400.000 Personen jährlich“, schätzt Herbert Brücker, Migrationsexperte beim Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Die Unternehmen fordern nun mehr Offenheit bei der Einwanderung. Ungelernte Tätigkeiten stünden in der Einwanderungsdebatte viel zu wenig im Vordergrund, heißt es etwa beim Paketzusteller DPD. „Wenn wir an dieses Thema nicht herangehen, wird das ein wachstumshemmender Faktor für die gesamte Wirtschaft“, mahnt Fraport-Chef Stefan Schulte.

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