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04.12.2018

10:57

Geld für Studien

Toyota stoppt Zahlungen an Deutsche Umwelthilfe

Toyota hat die Deutsche Umwelthilfe seit 20 Jahren mit Zahlungen für Studien unterstützt. Ab kommendem Jahr fließt einem Medienbericht zufolge jedoch kein Geld mehr.

Toyota stoppt nach 20 Jahren Zahlungen an Deutsche Umwelthilfe AFP

Toyota-Fertigung in Japan

Fahrzeuge der Modellreihe Prius werden vom Band gefahren.

Düsseldorf Nach der Brauerei Krombacher stoppt ein weiteres Unternehmen die Zusammenarbeit mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Der Autokonzern Toyota ab Januar 2019 keine Zahlungen mehr an die Organisation leisten, wie ein Sprecher am Dienstag erklärte. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hatte darüber zuerst berichtet.

Die Deutsche Umwelthilfe klagt derzeit gegen viele Städte mit dem Ziel, dort Fahrverbote zu erreichen und so die Luftqualität zu steigern. Die DUH wird jedoch regelmäßig wegen ihres Vorgehens kritisiert, auch von Politikern. Im Gespräch mit dem Handelsblatt forderte zuletzt FDP-Fraktionsvize Michael Theurer, dass die Bundesregierung die Vergabe von Fördermitteln an die Umwelthilfe stoppen solle.

Toyota hatte die Umwelthilfe seit zwanzig Jahren unterstützt, der FAZ zufolge früher mit mittleren fünfstelligen Beträgen pro Jahr. Zuletzt sollen die Zahlungen im unteren fünfstelligen Bereich gelegen haben. Toyota war für das Engagement oft kritisiert worden, da Kritik der DUH vor allem auf deutsche Autohersteller ziele. Toyota setzt weniger stark auf Diesel-Antriebe als die deutsche Autoindustrie.

Jürgen Resch, Geschäftsführer der Umwelthilfe, hatte sich zu der Unterstützung durch Toyota unter anderem im Jahresbericht 2017 des Vereins geäußert. „Seit 19 Jahren unterstützt uns der japanische Autobauer mit circa 50.000 Euro pro Jahr bei Projekten wie der Dienstwagenumfrage und Umwelttaxis. Das ändert aber nichts an unserer Unabhängigkeit. Im Frühjahr 2016 haben wir bei einem Toyota Diesel 5-fach überhöhte Abgaswerte gemessen und als illegal bezeichnet. Zudem haben wir bisher in 47 Gerichtsverfahren gegen Toyota Deutschland beziehungsweise deren Händler für die korrekte Energieverbrauchskennzeichnung gestritten.“

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    In den Studien zum Taximarkt sollten etwa Benzin-Hybridantriebe beleuchtet werden. Laut Toyota gebe es dazu keinen weiteren Untersuchungsbedarf. Die beiden der DUH zur Verfügung gestellten Fahrzeuge seien schon zurückgezogen worden, so das Unternehmen gegenüber der FAZ.

    Von

    mdo

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