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08.01.2019

14:33

Automobilbranche

BMW-Managerin Hildegard Wortmann wird erste Vorständin bei Audi

Von: Markus Fasse

Erneut wirbt der VW-Konzern einen Manager des bayerischen Rivalen ab. Wortmann soll den Posten im Juli von Audi-Chef Bram Schot übernehmen.

BMW-Managerin Hildegard Wortmann wird erste Vorständin bei Audi PR

Hildegard Wortmann vor dem BMWi3

Bei BMW war die Managerin zuletzt für die Vertriebsregion Asien-Pazifik zuständig.

München Spektakulärer Wechsel in der Autobranche: Hildegard Wortmann, bislang bei BMW für die Region Asien-Pazifik in Singapur stationiert, wechselt zu Audi. In Ingolstadt wird die Marketing-Spezialisten ab Juli das Vertriebsressort übernehmen, das bislang Bram Schot führte. Schot bekam im Dezember einen Vertrag als Vorstandsvorsitzender der Audi AG.

Wortmann zieht als erste Frau in den Audi-Vorstand ein; reine Männerriegen an der Firmenspitze sind auch in der traditionellen Autobranche inzwischen unüblich.

Die Managerin ist gelernte Fremdsprachenkorrespondentin und studierte Betriebswirtin. Sie arbeitete ab 1990 bei Unilever und wechselte 1998 zu BMW, wo sie verschiedene Führungspositionen im Produktmanagement und Marketing innehatte. Zu ihren Aufgaben gehörten der Relaunch der Marke Mini und der Aufbau der elektrischen i-Reihe von BMW.

Audi erhofft sich von Wortmann frischen Wind, um der Marke neuen Glanz zu verleihen und den Imageverlust durch den Dieselskandal hinter sich zu lassen.

Der 52-Jährigen dürfte der Wechsel nach Ingolstadt leicht fallen. Bei BMW wurde sie immer wieder für den Vorstand gehandelt, Konzernchef Krüger zog Anfang 2017 aber den Niederländer Pieter Nota vor. Mit Jens Thiemer, der von Mercedes zu BMW wechselt, ist zudem der Chefposten für das Marketing wiederbesetzt. Bei Audi trifft sie auf einige ehemalige BMW-Manager, aber auch auf viele Baustellen.

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Bram Schot

Höhere Produktivität und „hundert Prozent Transparenz“ – neuer Audi-Chef formuliert Ziele

Der Audi-Chef Schot dringt auf geringeres Hierarchiedenken und mehr Ehrlichkeit in der internen Kommunikation. Auch die Produktion soll verändert werden.

Der Konzern kämpft mit massiven Absatz- und Imageproblemen. Neben der Dieselkrise hapert es auch mit der Zertifizierung für den neuen Verbrauchsstandard WLTP, die Verkäufe 2018 sind weit unter Plan. Wortmann muss zudem die Elektromarke Etron auf die Straße bringen.

Der Volkswagen-Konzern wirbt nicht zum ersten Mal Manager des bayerischen Rivalen ab. Konzernchef Herbert Diess selbst war vor seiner Berufung zum VW-Markenchef 2015 ebenfalls Manager bei BMW. Auch der Ex-BMW-Einkaufschef Markus Duesmann steht parat, um einen Vorstandsposten bei Volkswagen anzutreten. Wegen vertraglicher Regelungen könnte sich dies aber noch hinziehen.

Dass Wortmann von BMW zu Audi wechseln könnte, hatte zuvor die Branchenzeitung „Automobil Produktion“ berichtet.
Mit Agenturmaterial

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Kommentare (2)

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Liselotte Pulver

08.01.2019, 17:53 Uhr

Mit Quote punkten um dem Oeffentlichen Shit-Storm zu entkommen?

Herr Christian Paschetag

09.01.2019, 17:23 Uhr

Eine Frau einzustellen, weil Sie eine Frau ist, davon halte ich auch absolut nichts (außer vlt bei hübschen Damen am Empfang, solange sie trotzdem organisieren können ;) )
Aber im Artikel habe ich nichts davon gelesen, dass sie nicht für die Aufgabe geeignet wäre, dementsprechend könnten Sie Ihre Ausführungen vlt erläutern?
Abgesehen davon, ist die von Ihnen erwähnte Strategie sinnvoll, sofern sie weniger Schaden als der Shitstorm anrichtet. Wenn auch erzwungen

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