Handelsblatt App
Jetzt 4 Wochen für 1 € Alle Inhalte in einer App
Anzeigen Öffnen
MenüZurück
Wird geladen.

25.04.2018

11:46

Verbraucher in Deutschland kaufen immer mehr bei Onlinehändlern und zahlen am häufigsten per Rechnung. dpa

Onlinehandel

Verbraucher in Deutschland kaufen immer mehr bei Onlinehändlern und zahlen am häufigsten per Rechnung.

Studie zum Onlineshopping

Verbraucher in Deutschland zeigen sich beim Bezahlen im Internet sehr traditionell

Von: Elisabeth Atzler

Kunden zahlen ihre Online-Einkäufe am liebsten per Rechnung, zeigt eine Studie. Vor allem Paydirekt, der Bezahldienst der deutschen Banken, kommt schlecht weg.

Frankfurt Einkaufen im Internet wird immer beliebter. Im vergangenen Jahr kauften Verbraucher in Deutschland Waren für fast 59 Milliarden Euro im Internet. Eine Steigerung von nahezu elf Prozent, ermittelte der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel.

Beim Bezahlen zeigen sich die Kunden ziemlich traditionell: Sie zahlen am liebsten per Rechnung, also meist erst nachdem sie die Ware erhalten haben. Der Anteil der Rechnungskäufe ist zwar leicht gefallen, beträgt aber immer noch 28 Prozent. Das ergibt eine Studie des Handelsforschungsinstituts EHI.

Shoppen im Internet

Organisierte Abzocke – Worauf Sie beim Online-Kauf achten sollten

Shoppen im Internet: Organisierte Abzocke – Worauf Sie beim Online-Kauf achten sollten

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Ein Jahr zuvor wurden noch 31 Prozent der Onlinekäufe per Rechnung bezahlt. Drei Viertel der 1.000 größten Onlineshops bieten den Kauf auf Rechnung auch an.

Das Kölner EHI hat zu Jahresbeginn gut 100 Onlinehändler befragt. Sie kommen zusammen auf einen Jahresumsatz von knapp 19 Milliarden Euro, stellen somit einen erheblichen Teil des Marktes der Onlinehändler. Eine andere EHI-Umfrage zeigt, dass die Kunden in Deutschland auch an der Ladenkasse an Bewährtem festhalten und meist mit Bargeld zahlen.

Nach der Rechnung wird online am zweithäufigsten per Lastschrift bezahlt, der Anteil beträgt gut 20 Prozent – was auch daran liegt, dass der Onlinehändler Amazon Lastschrift und Kreditkartenzahlungen akzeptiert, aber nicht den US-Onlinebezahldienst Paypal. Paypal aber steigert seinen Anteil trotzdem von 18 auf knapp 20 Prozent. Danach folgen Kreditkartenzahlungen mit einem Anteil von elf Prozent.

Für den Onlinebezahldienst der deutschen Banken, Paydirekt, ist die EHI-Studie allerdings ernüchternd. Paydirekt findet sich in der Rubrik „Sonstige“ zusammen mit Bezahlarten wie beispielweise Barzahlen und Vorkasse in der Filiale.

Bezahlen mit dem Smartphone: Vodafone stellt seine digitale Geldbörse ein

Bezahlen mit dem Smartphone

Vodafone stellt seine digitale Geldbörse ein

Es ist offenbar schwierig, die Deutschen an das Bezahlen per Handy zu gewöhnen – Vodafone beendet jetzt seinen Versuch.

Der gemeinsame Onlinebezahldienst der deutschen Banken ringt seit seinem Start vor gut zwei Jahren um Bedeutung. Bisher ist Paydirekt weit davon entfernt, sich zu etablieren – bei Verbrauchern wie auch bei Onlinehändlern. Die Privatbanken, Genossenschaftsbanken und Sparkassen versuchen seit Ende 2015, mit einem eigenen Online-Bezahlverfahren dem US-Konkurrenten Paypal Paroli zu bieten. Das Gemeinschaftsunternehmen war mit hohen Erwartungen gestartet.

Ende 2017 hatten sich zwar 1,5 Millionen privaten Kunden für den Bezahldienst registriert, 1.700 Händler haben das Verfahren bisher direkt in ihren Shop eingebunden. Genutzt wird Paydirekt aber wenig, wie auch die EHI-Zahlen zeigen. Paypal hat in Deutschland rund 19 Millionen Nutzer.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×