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18.03.2019

17:25

Elektromobilität

Großes Interesse an Fördergeldern für deutsche Batteriefabrik

Von: Mathias Brüggmann, Kathrin Witsch

Die Offensive des Bundes wirkt: Bereits 30 Unternehmen haben Interesse an Fördergeldern für eine Batteriezellenfabrik bekundet – auch aus dem Ausland.

Viele Autobauer haben ein hohes Interesse an den Fördergeldern der Bundesregierung. dpa

E-Auto-Batterie

Viele Autobauer haben ein hohes Interesse an den Fördergeldern der Bundesregierung.

Berlin, DüsseldorfBundeswirtschaftsminister Peter Altmaier wertet das hohe Interesse an Fördergeldern für den Bau einer Batteriezellenfabrik in Deutschland als „vollen Erfolg“. Es solle nun „sehr zügig ein Konsortium gebildet werden“, sagte der CDU-Politiker am Rande des ersten deutsch-polnischen Wirtschaftsforums am Montag in Berlin. Etwa 30 Unternehmen hätten bereits Interesse bekundet, darunter sieben Konsortien.

Weil sich die deutsche Wirtschaft bislang davor scheute, die Milliardenrisiken, die für den Bau einer Batteriezellfabrik für Elektroautos notwendig wären, auf sich zu nehmen, hatte die Bundesregierung Fördergelder von bis zu einer Milliarde Euro in Aussicht gestellt. So will die Politik ein Gegengewicht deutscher Hersteller zu den Branchenführern aus Asien wie CATL aus China oder SK Innovation aus Südkorea aufbauen.

Und die Zahl der Antragssteller belegt, dass mittlerweile ein Umdenken stattgefunden hat. Unter ihnen befinden sich bekannte Namen wie BASF, VW, PSA, BMW, Varta und Northvolt. Unter den Bewerbern sei zudem jeweils mindestens einer, der in einem Braunkohlerevier in Ostdeutschland entsprechende Investitionen zum Aufbau eines Batteriewerks vornehmen wolle, beziehungsweise einer mit polnischer Beteiligung, sagte Altmaier in Berlin.

Beides sei wichtig. Denn „die Kohlereviere sollen weiter Energiestandorte bleiben“, so der Bundeswirtschaftsminister.

Eine Beteiligung polnischer Firmen wiederum sei sinnvoll, da die Zustimmung der EU für Fördermittel höher sei, je mehr europäische Länder sich beteiligten. Zudem sei wichtig, dass „nicht einfach nur Batterien gebaut werden, sondern smarte“ – also leistungsfähige und umweltfreundliche. 

Grafik

Polens Ministerin für Unternehmertum und Technologie, Jadwiga Emilewicz, unterstrich das polnische Interesse am Aufbau eines Batteriekonsortiums – allerdings nur, wenn „Unternehmen aus Mittel- und Osteuropa beteiligt werden“. Polnische Firmen seien vor allem am Recycling von Seltenen Erden und seltenen Metallen aus Batterien interessiert, aber auch als Zulieferer.

So sei bisher schon ein polnisches Unternehmen – EkoEnergetyka – europäischer Marktführer für Ladetechnik. Die eingereichten Projekte werden nun geprüft, ebenso die Bildung von Konsortien.

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