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14.11.2022

12:00

Energiekrise in Europa

Wie wahrscheinlich ist ein Gasnotstand?

Von: Kathrin Witsch, Catiana Krapp

PremiumWarmes Wetter, volle Speicher, sparsame Bürger – es scheint so, als käme Deutschland gut durch die nächsten Monate. Doch die Sicherheit kann trügen

Einsparmaßnahmen zeigen Wirkung.  dpa

Erdgasversorgung

Einsparmaßnahmen zeigen Wirkung. 

Düsseldorf Bislang ist der Herbst ungewöhnlich mild, die Erdgasspeicher sind zu 99,5 Prozent gefüllt und die Deutschen verbrauchen weniger Gas als üblich. Erste Politiker sind überzeugt: „Es wird in diesem Winter keine Gasmangellage geben.“ Das sagte etwa Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) vor wenigen Tagen. 

Bundesnetzagentur-Chef Klaus Müller warnt aber davor, die aktuelle Situation zu unterschätzen: „Wir haben viel Gas gespeichert, aber der Winter kann lange dauern“, schrieb der Behördenchef kürzlich auf Twitter. Um eine Gasmangellage zu vermeiden, müsse Deutschland weiter sparen, Flüssiggasterminals bauen und die Infrastruktur sichern.

Aber wie steht es um die Gasversorgung im kommenden Winter? Was sagen Wetterprognosen und wie lange reichen unsere Speicher? Die wichtigsten Fragen und Antworten. 

Energie-Krise in Europa: Wo kommt unser Erdgas aktuell her?

Aktuell importiert Deutschland einen Großteil seines Erdgases aus Norwegen, den Niederlanden und Belgien. Von dem ehemals größten Gaslieferanten Russland kommt seit Anfang September gar nichts mehr. 

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