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13.03.2019

08:44

Bei dem Essener Energiekonzern läuft alles nach Plan. dpa

Johannes Teyssen vor Beginn der Bilanzpressekonferenz

Bei dem Essener Energiekonzern läuft alles nach Plan.

Düsseldorf Eon legt Zahlen für 2018 vor und erreicht zwar seine Ziele, muss aber für das Gesamtjahr einen Umsatzrückgang verbuchen. Die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • Der Umsatz sinkt um 20 Prozent auf 30,2 Milliarden Euro.
  • Der Gewinn liegt mit 1,5 Milliarden Euro am oberen Rand der Erwartungen.
  • Der Umsatz im Netzgeschäft bricht um über die Hälfte ein.
  • Dafür steigen die Einnahmen aus dem Bereich Erneuerbare Energien.

Das fällt positiv auf

Auch wenn der Umsatz im vergangenen Jahr von fast 38 Milliarden Euro auf 30,2 Milliarden Euro gesunken ist, liegt der bereinigte Konzernüberschuss des Essener Energieversorgers mit 1,5 Milliarden Euro am oberen Rand der Erwartungen und dank geringerer Zins- und Steuerbelastungen auch um fünf Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres.

Auch die Dividende steigt das dritte Jahr in Folge: Nach 30 Cent pro Aktie 2017 bekommen die Anleger für das vergangene Jahr 43 Cent pro Aktie. Besonders gut lief im vergangen Jahr das Geschäft mit Erneuerbaren Energien. Hier konnte Eon den Ertrag um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigern. Das liegt vor allem an Einnahmen aus Windparks in den USA und Großbritannien.

Das fällt negativ auf

Das Kerngeschäft mit den Netzen lief im vergangenen Jahr nicht besonders gut. Hier machte Eon 48 Prozent weniger Umsatz als noch im vorangegangenen Jahr.

Das ist zwar ein rein technischer Effekt durch die Anwendung neuer Bilanzierungsvorschriften, bei denen die von Eon eingesammelten Umlagen wie die EEG-Umlage anders behandelt werden. Trotzdem muss der Konzern auch beim bereinigten Ebit der Netzsparte ein Minus von neun Prozent verbuchen. Mit zwei Milliarden Euro erwirtschaftet Eon hier aber immer noch mehr als die Hälfte seines Gesamtergebnisses. 

So geht es jetzt weiter

Neben Eon legt auch RWE-Tochter Innogy am Mittwoch ihre Jahreszahlen vor. Es könnte die letzte Bilanz für Innogy sein, denn Eon will den Konkurrenten übernehmen. Im Rahmen eines Milliarden-Deals zwischen RWE und Eon will sich Eon dann künftig auf die Sparten Stromnetze und Vertrieb konzentrieren.

Im Januar wurde die Transaktion bei der EU-Kommission eingereicht, Eon-Chef Johannes Teyssen zeigte sich am Mittwoch zuversichtlich: „Auch dies liegt voll im Rahmen unserer Planungen. Wir sind zuversichtlich, dass wir die erforderlichen Genehmigungen in der zweiten Jahreshälfte erhalten werden“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die europäischen Wettbewerbshüter hatten kürzlich eine vertiefte Prüfung für den Eon betreffenden Teil der Transaktion rund um Innogy eingeleitet. Sie befürchten eine zu große Marktmacht sowie Preiserhöhungen bei Strom.

Die Prognosen für das laufende Jahr setzt der Energieriese dann trotzdem etwas zurückhaltender an: Für das Jahr 2019 erwartet der Konzern ein bereinigtes Ebit zwischen 2,9 und 3,1 Milliarden Euro, was im besten Fall rund 100 Millionen über dem Vorjahreswert läge. Genauso verhält es sich bei den Erwartungen für den bereinigten Konzernüberschuss, hier rechnet Eon mit einem Gewinn zwischen 1,4 und 1,6 Milliarden Euro.

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