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26.04.2017

11:38 Uhr

Klöckner & Co

Stahlhändler gibt sich für 2017 optimistischer

Der Stahlhändler Klöckner & Co verzeichnet einen deutlich höheren Gewinn im ersten Quartal. Gründe dafür sind gestiegene Preise und Kostensenkungen. Der Vorstandschef stellt ein positives Ergebnis für 2017 in Aussicht.

KlöCo hatte bislang erklärt, dass der operative Gewinn leicht zulegen und das Konzernergebnis verbessert werden solle. dpa

Stahl

KlöCo hatte bislang erklärt, dass der operative Gewinn leicht zulegen und das Konzernergebnis verbessert werden solle.

DüsseldorfDie gestiegenen Stahlpreise machen den Stahlhändler Klöckner & Co für die Geschäftsentwicklung 2017 optimistischer. Anstatt einer leichten Steigerung des operativen Gewinns und des Konzernergebnisses würden diese nun „merklich ansteigen“, kündigte KlöCo-Chef Gisbert Rühl am Mittwoch an. „Merklich heißt zwischen fünf und zehn Prozent.“ Im ersten Quartal stieg der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) auf 77 Millionen Euro um mehr als das Vierfache.

Im wichtigen US-Markt profitierte KlöCo Rühl zufolge von der „America-First“-Politik des Präsidenten Donald Trump. „Wir sind von den Anti-Dumping-Maßnahmen in den USA nicht negativ betroffen, eher positiv“, sagte der Manager. KlöCo werde in den USA als amerikanisches Unternehmen betrachtet. Der Konzern beziehe und verkaufe den größten Teil seines Stahls vor Ort, 93 Prozent kaufe KlöCo von amerikanischen Produzenten.

Wenn die Preise nach oben gingen, reagiere der Konzern so schnell, dass er noch von niedrigeren Einkaufspreisen und Lagerbeständen profitiere. Zudem könne die Nachfrage durch die von Trump angekündigten Investitionen in die Infrastruktur angekurbelt werden.

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Die USA hatten wegen angeblichen Preisdumpings Strafzölle unter anderem gegen Grobblechlieferungen von Salzgitter und der Dillinger Hütte verhängt. Trump prüft weitere Einfuhrbeschränkungen. „Wir sehen zunehmend die Gefahr eines offenen Protektionismus“, hatte der deutsche Stahlverband gewarnt. KlöCo erzielte im vergangenen Jahr 37 Prozent seines Umsatzes in den USA. Rühl erwartet, dass die Nachfrage dort in diesem Jahr um drei bis vier Prozent anzieht, in Europa nur um ein bis zwei Prozent.

Die Duisburger übertrafen im ersten Quartal mit einem operativen Gewinn von 77 Millionen Euro die Erwartungen der von Reuters befragten Analysten von 73,6 Millionen Euro. Die Aktie legte zeitweise über drei Prozent zu. Die Erwartung eines merklichen Anstiegs des Ebitda und des Konzernergebnisses lasse darauf schließen, dass KlöCo im zweiten Halbjahr relativ widerstandsfähige Preise erwarte, kommentierten die Experten der Berenberg Bank.

Für das zweite Quartal stellte Rühl einen operativen Gewinn von 60 bis 70 Millionen Euro in Aussicht. Das Konzernergebnis werde positiv sein. Im Vorjahreszeitraum hatte KlöCo operativ allerdings 72 Millionen Euro verdient. Unter dem Strich waren es nach Anteilen Dritter 32 Millionen Euro.

Handelsblatt Energie Briefing

Von

rtr

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