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25.01.2021

08:37

Quartalszahlen

Siemens Energy macht Gewinn – Auftragseingang bricht ein

Von: Axel Höpner, Timm Seckel

Der Börsenneuling startet besser als erwartet in das neue Geschäftsjahr. Doch die großen Bestellungen des Vorjahresquartals fehlen in den Auftragsbüchern.

Der Energiekonzern Siemens Energy erholt sich und meldet einen Gewinn für das abgelaufene Quartal. Reuters

Siemens Energy

Der Energiekonzern Siemens Energy erholt sich und meldet einen Gewinn für das abgelaufene Quartal.

München, Düsseldorf Der Börsenneuling Siemens Energy hat zum Start ins neue Geschäftsjahr operativ den Sprung in die Gewinnzone geschafft. Das angepasste operative Ergebnis habe im ersten Quartal 2020/21 (30. September) rund 243 Millionen Euro betragen, teilte die Siemens Energy AG am Sonntagabend mit.

Im Vorjahreszeitraum hatte die Siemens-Abspaltung operativ noch einen Verlust von 117 Millionen Euro gemacht. Damit schnitt Siemens Energy beim Ergebnis besser ab als erwartet. Analysten hatten im Schnitt mit einem kleinen Verlust gerechnet. Man habe von operativen Verbesserungen und damit niedrigeren Kosten profitiert, heißt es in einer knappen Mitteilung des Unternehmens.

Der Umsatz von Siemens Energy stieg im ersten Quartal um knapp drei Prozent auf 6,5 Milliarden Euro. Analysten hatten mit etwas weniger gerechnet.

Allerdings brach der Auftragseingang um 26 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro ein. Im Vorjahreszeitraum hatte Siemens Energy von einigen Großaufträgen profitiert.

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    Der ebenfalls zum Konzern gehörende Windanlagenbauer Siemens Gamesa erzielte ein bereinigtes operatives Ergebnis (Ebit) von 121 Millionen Euro, im Vorjahr stand hier noch ein Minus von 136 Millionen Euro. Die Erlöse stiegen um 15 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro dank gutem Wachstum im Offshore-Geschäft. Allerdings hätten negative Währungseffekte belastet, hieß es weiter. Der Auftragseingang sei dagegen im ersten Geschäftsquartal deutlich zurückgegangen – und zwar um die Hälfte auf 2,3 Milliarden Euro. Das Offshore-Geschäft sei allerdings sehr volatil, so seien im Vorjahreszeitraum unter anderem viele Service-Aufträge eingegangen. Damit rechnet Siemens Gamesa nun in den kommenden Quartalen.

    Der Siemens-Konzern hatte sein margenschwaches Energietechnik-Geschäft abgespalten und im September als Siemens Energy an die Börse gebracht. Das neue Unternehmen startete mit einem Kurs von 22 Euro und konnte seither deutlich auf zuletzt knapp 32 Euro zulegen. Inzwischen ist Siemens Energy im MDax notiert.

    Siemens Energy bestätigt Ausblick

    Den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr bestätigte Siemens Energy. Der Konzern hatte für 2020/21 eine operative Umsatzrendite vor Sondereffekten von drei bis fünf Prozent in Aussicht gestellt. Im ersten Quartal lag die Marge bei 5,6 Prozent. Die vollständigen Quartalszahlen sollen am 2. Februar präsentiert werden.

    Unter dem Strich hatte Siemens Energy im Geschäftsjahr 2019/20 wegen Abschreibungen und hoher Restrukturierungskosten einen Verlust von knapp 1,9 Milliarden Euro gemacht. Der Umsatz des neuen Konzerns sank um fünf Prozent auf 27,5 Milliarden Euro.

    Siemens Energy leidet seit Jahren unter dem schwachen Weltmarkt für große Gasturbinen. Vorstandschef Christian Bruch will als Ausgleich den Wasserstoff zu einer tragenden Konzernsäule ausbauen. „Wasserstoff kann für Siemens Energy ein Milliardengeschäft werden“, sagte er dem Handelsblatt.

    Auch die frühere Konzernmutter Siemens hatte zum Start ins neue Geschäftsjahr beim Gewinn die Prognosen der Analysten übertroffen. Im Geschäft mit den Digitalen Industrien und mit der Intelligenten Infrastruktur liefen die Geschäfte besser als erwartet. Der Vorstand prüft nun eine Anhebung der Prognose.

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