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12.08.2022

14:32

Energieversorgung

Stadtwerke erhöhen Gaspreise massiv: „Es gibt eine größere Preiswelle“

Von: Kathrin Witsch

PremiumDer Versorger Rheinenergie hat vorgelegt und die Preise mehr als verdoppelt, die nächsten folgen schon. Und die berüchtigte Umlage kommt bald noch obendrauf.

Heizkraftwerk: Stadtwerke erhöhen die Gaspreise massiv dpa

Heizkraftwerk

Für Erdgasbesitzer wird es noch teurer. 

Düsseldorf Für die Kunden des Kölner Energieversorgers Rheinenergie sitzt der Schock tief: Um mehr als 116 Prozent steigen die Erdgaspreise zum 1. Oktober. „Wir haben auf der Gaseinkaufsseite Mehraufwendungen von über 700 Millionen Euro“, rechtfertigt Rheinenergie-Vertriebsvorstand Achim Südmeier die Entscheidung im Podcast Handelsblatt Green. Man sei gezwungen, diese jetzt an seine Kunden weiterzugeben, die Lage sei „sehr angespannt“. 

Der Kölner Versorger hatte als erstes der großen Stadtwerke seine Grundversorgungstarife massiv angehoben. Dann haben auch die Wuppertaler Stadtwerke und Energieversorgung Oberhausen (EVO) deutliche Preiserhöhungen angekündigt.

So zahlen EVO-Kunden im Grundversorgungstarif künftig 14,49 Cent (plus 33 Prozent) Arbeitspreis je Kilowattstunde (kWh). Bei den Stadtwerken Wuppertal sind es 50 Prozent mehr. Spitzenreiter bleibt allerdings der Versorger Rheinenergie mit 18,3 Cent je kWh.

„Es gibt eine größere Preiserhöhungswelle“, sagt Energieexperte Udo Sieverding von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. „Es werden definitiv noch viele Stadtwerke nachziehen.“

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    Kommentare (6)

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    Account gelöscht!

    10.08.2022, 10:07 Uhr

    Tja, Herr Jodlbauer, ich bin nicht so ganz informiert. Aber die Betriebskostenvorauszahlung bemisst sich, so wie ich das sehe, nach der letzten Betriebskostenabrechnung, und nicht nach den voraussichtlichen Kosten. Von daher legt der Vermieter erstmal vor, je nachdem wann die letzte Abrechnung war, und berechnet im Extremfall nach 1,5 Jahren eine sehr hohe Nachzahlung. Ob der wenig betuchte Rentner, oder der normale Arbeiter oder mittlere Angestellte das dann bezahlen kann, steht in den Sternen.

    Jedenfalls verschiebt sich das Problem vorerst vom Mieter weg zum Vermieter. Von daher wird auch der Aufschrei des gemeinen Volkes ausbleiben. Und unsere Regierung denkt, wie so oft, die Zeit wird alle Wunden heilen.

    Die 400 € Umlage pro Haushalt im Jahr betraf jedenfalls nur Uniper. Hat uns Scholz in dieser Deutlichkeit nicht gesagt. Was da noch kommt, steht in den Sternen.

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