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22.10.2022

22:57

Flugzeugabsturz

McFit-Gründer Rainer Schaller vermisst – Privatflugzeug vor Costa Rica abgestürzt

Der Gründer der Fitnessstudio-Kette McFit ist verschwunden. Er war offenbar an Bord eines Privatflugzeugs, das vor der Küste von Costa Rica abgestürzt ist.

Warum das Flugzeug des McFit Gründers abstürzte, ist noch unklar. AFP

Rainer Schaller

Warum das Flugzeug des McFit Gründers abstürzte, ist noch unklar.

San Jose Der Unternehmer Rainer Schaller wird vermisst. Der Gründer der Fitnessstudio-Kette McFit saß an Bord eines Privatflugzeugs, das am Freitagabend Ortszeit in Mittelamerika vom Radar verschwand. Das bestätigte eine Sprecherin der McFit-Holding RSG-Group dem Handelsblatt. Zuvor hatten die „Bild“-Zeitung und mehrere Medien in Costa Rica über das Verschwinden von Schaller berichtet.

Das Flugzeug vom Typ Piaggio P.180 Avanti soll vor der Küste von Costa Rica abgestürzt sein. Die Küstenwache des Landes fand nach eigenen Angaben rund 28 Kilometer vom Flughafen von Limón entfernt zunächst Teile des Rumpfes, Sitze und mehrere Gepäckstücke. In einem vom Sicherheitsministerium lokalen Medien zur Verfügung gestellten Video waren unter anderem mehrere Rucksäcke und Reisetaschen zu sehen.

Im weiteren Verlauf der Suche haben die Einsatzkräfte zwei Tote entdeckt. Die Leichen eines Erwachsenen und eines Kindes seien im Meer gefunden worden, berichtete der Fernsehsender Teletica am Samstag unter Berufung auf das Ministerium für öffentliche Sicherheit. „In dem Flugzeug waren fünf Passagiere und ein Pilot – insgesamt sechs Menschen“, sagte der Direktor der zivilen Luftfahrtbehörde, Fernando Naranjo. „Ausgehend von den Geburtsdaten waren auch zwei Kinder darunter.“

Neben Rainer Schaller sollen seine Freundin und deren beiden Kinder, sowie ein weiterer Mann in der Unglücksmaschine gesessen haben. Auch das bestätigte die Sprecherin von Schallers Unternehmen.

Die Maschine war am Freitagabend (Ortszeit) von Mexiko in Richtung Costa Rica gestartet. Die Kommunikation sei abgerissen, als sich das Flugzeug über dem Meer dem Flughafen von Limón näherte, teilte das Sicherheitsministerium mit. „Das Flugzeug ist etwa 25 Meilen vor dem Flughafen Limón vom Radar verschwunden. Die Maschine sollte um 18.58 Uhr landen, wir haben sie in einer Höhe von 2000 Fuß verloren“, sagte Luftfahrtdirektor Naranjo. Das sind rund 600 Meter.

Wegen ungünstiger Witterungsverhältnisse wurden die Sucharbeiten in der Nacht zunächst eingestellt. Am Samstag nahmen die Küstenwache und die Behörde für Überwachung des Luftraums die Suche wieder auf. Am Flughafen von Limón wurde eine Kommandozentrale eingerichtet, um die Sucharbeiten zu koordinieren.

„Der Fall ist uns bekannt“, hieß es aus dem Auswärtigen Amt in Berlin. „Unsere Botschaft in San José steht zur Aufklärung des Sachverhalts mit den örtlichen Behörden in Kontakt.“

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