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11.07.2022

10:57

Günstige Elektroautos 2022

Diese zehn E-Autos gibt's aktuell zum kleinen Preis

Von: Lukas Bay

Elektroautos sind bislang meist teurer als Verbrenner. Viele Hersteller haben die Preise zuletzt sogar erhöht. Doch es gibt auch günstige Elektroautos. Ein Überblick.

Der Opel Corsa-E zählt zu den günstigen Elektroautos im Jahr 2022. imago images/Sebastian Geisler

Opel Corsa-E

Die elektrische Variante des Kleinwagens zählt zu den günstigen Elektroautos im Jahr 2022.

Düsseldorf Elektroautos sind aktuell stark gefragt. Für die meisten Modelle müssen Käufer oft monatelang warten. Befeuert wird der Boom in Deutschland durch staatliche Kaufprämien und die hohen Preise für Diesel und Benzin.

Die Auswahl an günstigen Elektroautos ist aber nach wie vor überschaubar. Viele Hersteller haben das Angebot elektrischer Kleinwagen zurückgefahren. Modelle wie der VW E-Up oder der BMW i3 kriegen keinen direkten Nachfolger.

Günstige Elektroautos 2022: Preiswerte E-Autos im Überblick

Dabei ist die Nachfrage nach elektrischen Kleinwagen durchaus hoch. Fahrzeuge wie der Fiat 500e oder der Opel Corsa-e erreichen im Ranking der elektrischen Neuzulassungen Spitzenplätze.

Doch der Preis für die Batterie macht viele Elektroautos in der Anschaffung immer noch teurer als die meisten vergleichbaren Modelle mit Verbrennungsmotor. Einige Modelle sind in der Anschaffung aber schon heute erschwinglich. Diese zehn Elektroautos sind in Deutschland aktuell besonders günstig zu haben:

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    Opel Corsa-e: günstiger Kleinwagen mit niedriger Reichweite

    Der elektrische Corsa ist zwar fast 14.000 Euro teurer als die entsprechende Verbrennerversion, aber bei den Käufern durchaus beliebt. Nahezu jeder zweite Corsa fährt mittlerweile elektrisch.

    Die Einstiegsvariante Elegance gibt es ab 33.895 Euro vor Abzug der Prämien. Dafür gibt es eine 50-kWh-Batterie, die für 280 Kilometer reichen soll. Geladen wird mit bis zu 100 kW am DC-Schnelllader. An einer Wechselstrom-Säule lädt die Einstiegsvariante allerdings nur einphasig – also mit 7,4 kW. Wer so lädt, der braucht Geduld.

    Honda e: Bisher kein Bestseller unter den Elektroautos

    Das ausgefallene Retro-Design, mit dem der Honda-e angetreten ist, fällt aus dem Rahmen. Ein richtiger Verkaufserfolg wurde der Elektro-Kleinwagen in Deutschland allerdings nie. Dabei ist das Modell bei Verbrauch und Vernetzung durchaus auf der Höhe. Doch die Reichweite fällt mit 220 Kilometern sehr klein aus – was vor allem an der schmalen Batterie mit einer Kapazität von 35,5 kWh liegt.

    Der Preis des modernen Japaners ist mit 33.850 Euro allerdings durchaus konkurrenzfähig und niedriger als bei anderen Designmodellen wie beispielsweise dem Mini Cooper SE.

    Der Honda-e ist ein günstiges Elektroauto.

    Honda-e

    Mit seiner ausgefallenen Optik sorgt der kompakte Japaner für Aufsehen.

    Nissan Leaf: Lange Vorbild für Elektromobilität

    Mit dem Leaf war Nissan über Jahre ein Vorreiter der Elektromobilität. Mittlerweile hat das Modell technisch ein wenig den Anschluss verloren. Geladen wird das Auto über den exotischen Chademo-Anschluss, für den es nur wenige Ladestationen gibt. Und auch die Batterie fällt mit einer Kapazität von 39 kWh vergleichsweise klein aus.

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    Immerhin: Der Preis ab 33.400 Euro vor Abzug aller Prämien für die Einstiegsvariante ist für die enthaltene Ausstattung ein gutes Angebot. Extras wie ein Infotainmentsystem und eine Rückfahrkamera sind bereits inklusive.

    Nissan Leaf Reuters

    Nissan Leaf

    Der einstige Elektroauto-Bestseller hat aktuell mit der großen Konkurrenz zu kämpfen.

    MG MG5: Günstiges Elektroauto-SUV aus China

    Die britische Traditionsmarke MG gehört mittlerweile dem chinesischen Staatskonzern SAIC. Unter der Führung der Chinesen hat sich die Marke komplett elektrisch aufgestellt. Modelle wie der MG5 drängen auf den europäischen Markt.

    Tatsächlich ist der MG5 einer der wenigen vollelektrischen Kombis auf dem Markt. Für einen Einstiegspreis ab 31.920 Euro gibt es nicht nur viel Stauraum, sondern auch eine Reichweite von 320 Kilometern. Damit sind die Chinesen mit dem Kombi sogar günstiger als der französische Elektro-Bestseller Renault Zoe.

    MG5 IMAGO/PanoramiC

    MG5

    Der elektrische Kombi gewinnt auch in Deutschland Marktanteile.

    MG ZS EV: Viel Leistung für wenig Geld

    Und auch das zweite Elektromodell der Chinesen startet in Europa vergleichsweise günstig. Das Einstiegs-SUV ZS EV hat durchaus Erfolge vorzuweisen. Der Preis ist ab 30.420 Euro vor Abzug aller staatlichen Prämien vergleichsweise günstig.

    Schon die Einstiegsvariante wird mit einer 50,3-kWh-Batterie ausgeliefert, die für 320 Kilometer Reichweite reichen soll. Mit einer Ladeleistung von maximal 50 kW lädt der ZS EV laut Hersteller in 40 Minuten von null auf 70 Prozent. Mit 177 PS bringt das chinesische Modell auch relativ viel Leistung mit.

    MG ZS EV IMAGO/PanoramiC

    MG ZS EV

    Optisch wurde das elektrische SUV zuletzt nochmal überarbeitet.

    Renault Twingo E-Tech: Auch bekannt als Twingo Electric

    Das elektrische Einstiegsmodell der Franzosen ist eng verwandt mit dem Smart. Der Twingo E-Tech ist auch bekannt als Twingo Electric. Sein Preis fällt mit 28.000 Euro deutlich höher aus als bei der Verbrennervariante, die rund 13.000 Euro weniger kostet. Allerdings kann beim Elektroauto auch noch die staatliche Kaufprämie und die Herstellerprämie abgezogen werden, die sich aktuell auf 9000 Euro summieren.

    Die Batterie hat mit 22 kWh allerdings selbst für einen Kleinwagen wenig Kapazität, auch die Leistung von 81 PS fällt gering aus. Immerhin: Extras wie ein Navigationssystem und einige Fahrassistenten sind bei der elektrischen Variante bereits serienmäßig.

    Renault Twingo Electric

    Renault Twingo E-Tech

    Der elektrische Kleinwagen ist als Elektroauto günstig, hat allerdings auch eine geringe Reichweite.

    Fiat 500e: Günstiges und beliebtes Elektroauto

    Der kleine Italiener gehört zu den beliebtesten Elektroautos des Jahres 2022. Das verwundert nicht. Denn das Design der elektrischen Neuauflage ist Fiat exzellent gelungen. Und auch preislich ist der 500e vielen Konkurrenten voraus. Die Einstiegsvariante Icon gibt es bereits ab 27.990 Euro vor Abzug der Prämien.

    Dafür muss man dann allerdings Abstriche machen. Die Batterie ist mit 23,8 kWh sehr klein, genau wie der Kofferraum. Und auch die meisten Assistenten sind erst bei den höheren Ausstattungsvarianten mit an Bord.

    Fiat 500e imago images/TT

    Fiat 500e

    Der elektrische Kleinwagen war 2022 einer der Elektroauto-Bestseller in Deutschland.

    e.Go Life: Elektrischer Kleinwagen für die Stadt

    Das Stadtauto e.Go Life aus Aachen ist als Preisbrecher angetreten, wurde dann aber im Laufe seiner Geschichte immer teurer. Die jüngste Variante des elektrischen Kleinwagens hat der Hersteller für rund 27.000 Euro verkauft. Mittlerweile wurde die gesamte Produktion reserviert.

    Dabei ist das Modell explizit für den Stadtverkehr gedacht. Die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 122 Stundenkilometern, die Reichweite fällt mit 171 Kilometern eher übersichtlich aus.

    Elektroauto Ego Life imago images / Rupert Oberhäuser

    Ego Life

    Das Start-up aus Aachen hat sich auf günstige Elektroautos für die Stadt spezialisiert.

    Dacia Spring: Niedriger Preis, aber schwacher Antrieb

    Die rumänische Marke aus dem Renault-Konzern tritt auch bei Elektroautos als Preisbrecher auf. Der Spring wird in China gebaut und dann günstig auch in Europa verkauft. Allerdings wurden die Preise zuletzt angehoben. 22.500 Euro werden für das Modell vor Abzug der Prämien fällig.

    Dafür gibt es einen extrem schwachen Elektroantrieb mit 45 PS, eine kleine Batterie von 26,8 kWh, die für immerhin 230 Kilometer Reichweite reichen. Ansonsten kostet vieles Aufpreis. Und beim Preis hätte Renault sogar noch Luft nach unten: In Frankreich, wo die staatlichen Kaufprämien niedriger ausfallen, gibt es das Modell bereits ab 19.800 Euro.

    Dacia Spring imago images/ZUMA Wire

    Dacia Spring

    Das elektrische SUV ist nach Abzug aller Prämie nahezu konkurrenzlos günstig.

    Smart EQ Fortwo: Oft günstiger als andere Elektroautos

    Der Smart ist mittlerweile nur noch elektrisch zu haben und soll perspektivisch in China gebaut werden. Während Mutterkonzern Mercedes auf das Premiumsegment setzt, ist der elektrische Kleinwagen oft günstiger als die allermeisten Konkurrenten im Markt. Die Einstiegsvariante gibt es ab 21.940 Euro – vor Abzug aller Prämien.

    Für diesen Preis müssen Käufer selbstverständlich Abstriche machen. Geladen wird mit maximal 4,6 kW, ein schnellerer Lader kostet Aufpreis. Und auch die Batterie reicht mit ihren 17,6 Kilowattstunden laut Herstellerangaben für maximal 133 Kilometer. Längere Ausflüge sind mit der Einstiegsvariante nicht drin.

    Smart Fortwo EQ

    Smart Fortwo EQ

    Der Kleinwagen Smart ist in seiner elektrischen Variante unter den zehn beliebtesten Elektroautos in Deutschland.

    Elektrische Alternativen für die Stadt

    Neben den Elektroautos kämpfen auch einige Stadtfahrzeuge um die Kundschaft, die in den Neuzulassungen technisch als elektrische Quads berücksichtigt werden. Solche Fahrzeuge haben meist eine begrenzte Spitzengeschwindigkeit und Reichweite und lassen sich mitunter schon ab 15 Jahren mit einem Rollerführerschein bewegen.

    Diese elektrischen Kleinstwagen sind meist günstiger als Elektroautos – allerdings gibt es für die Modelle auch keinerlei staatliche Kaufprämien. Das drückt die Preisvorteile gegenüber den „echten“ Elektroautos.

    Opel Rocks-e: Auch bekannt als Citroen Ami

    Der kleine Opel Rocks-e soll vor allem die junge Kundschaft ansprechen. Ein Rollerführerschein reicht, um das Modell fahren zu dürfen. Mit einer Länge von 2,41 Metern ist das elektrische Kleinstfahrzeug kürzer als ein Smart, bietet aber immerhin 63 Liter Stauraum.

    Zu haben ist das Modell ab 7.999 Euro. Dafür muss man aber auf vieles verzichten, was man im Auto liebgewonnen hat. Eine Klimaanlage oder ein Radio gibt es nicht, nur einen Smartphonehalter. Geladen wird auch nicht per Schnellladekabel, sondern per normalem Schukostecker. Das dauert bis zu vier Stunden und reicht für bis zu 75 Kilometer elektrische Fahrt. Mit 45 Stundenkilometern Maximalgeschwindigkeit sollte man dabei aber die Landstraßen meiden.

    In Frankreich wird der Rocks-e als Citroen Ami bereits ab 7390 Euro oder eine Leasingrate von 20 Euro im Monat vermarktet.

    Opel Rocks-e Opel

    Opel Rocks-e

    Das elektrische Kleinstfahrzeug wird in Frankreich als Citroen Ami vermarket.

    Renault Twizy: Elektrischer Zweisitzer für die Stadt

    Der elektrische Stadtflitzer Twizy von Renault ist schon länger am Markt und auch schneller unterwegs. Das elektrische Quad beschleunigt mit 17 PS auf bis zu 80 Stundenkilometer, für jüngere Kunden bietet Renault aber auch den Twizy 45, dessen Spitzengeschwindigkeit bei 10 PS auf 45 km/h begrenzt ist.

    Mit seinem minimalen Wendekreis ist der Renault Twizy ideal für die Stadt. Viel Stauraum hat das Modell aber nicht. Und auch der Preis ab 11.450 Euro ist für das Kleinstmodell etwas höher als bei der Konkurrenz. Für nur ein paar tausend Euro mehr ist immerhin schon ein Smart zu haben.

    Renault Twizy Reuters

    Renault Twizy

    Das elektrische Quad punktet mit seiner Wendigkeit, ist aber nur für die Stadt geeignet.

    Microlino: Designobjekt für einen stolzen Preis

    „This is not a car!“ warnt der Hersteller schon mal präventiv, um übertriebene Erwartungen gleich im Vorfeld zu vermeiden. Doch der Microlino aus der Schweiz hat nicht umsonst schon zahlreiche Vorbestellungen. Denn beim Design sticht das elektrische Kleinstfahrzeug heraus.

    Die 6-kWh-Batterie des Microlino soll für eine Reichweite von 91 Kilometern sorgen. Die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 90 Stundenkilometern – ohne echte Knautschzone und Airbags allerdings ein aufregendes Erlebnis. Und auch der Preis von 14.990 Euro für die Einstiegsvariante, die in weiß und orange bestellt werden kann, ist nicht unbedingt ein Schnäppchen.

    Microlino imago images/Manfred Segerer

    Microlino

    Der elektrische Designklassiker orientiert sich an der BMW Isetta.

    Billigstes Elektroauto der Welt: Diese internationalen Modelle sind sehr günstig

    Weltweit gelten andere Ansprüche und Sicherheitsvorschriften. Gerade für Schwellenländer werden derzeit vor allem in China etliche Modelle entwickelt, die auf einen niedrigen Preis setzen und meist vor allem für die Millionenmetropolen gebaut werden.

    Viele Modelle sind dort bereits für unter 10.000 Euro zu haben. Doch längst nicht alle sind ein Erfolg. Elektrische Kleinwagen wie der Mahindra e2o, der zwischenzeitlich sogar in Großbritannien verkauft wurde, haben sich mittlerweile wieder vom Markt verabschiedet. Diese Modelle sorgen besonders für Aufsehen:

    Wuling Hongguang Mini EV: Billiges Elektroauto mit Sicherheitsproblem

    Der elektrische Kleinstwagen war 2021 das meistverkaufte Elektroauto in China. 400.000 Mal wurde das Modell abgesetzt und damit deutlich häufiger als beispielsweise das Tesla Model 3. Das liegt aber vor allem am niedrigen Preis, der bei umgerechnet 3700 Euro beginnt.

    In Deutschland wäre das Modell mit seiner Sicherheitsausrüstung so aber nicht verkäuflich. Für den lettischen Markt haben die Chinesen ein ESP und einen Beifahrer-Airbag nachgerüstet und verkaufen das Modell unter dem Namen Dartz Nikrob EV. Allerdings liegt hier der Preis bei rund 10.000 Euro.

    Die technischen Eckdaten sind nicht unbedingt überragend. Die Batterie ist mit 9,3 kWh klein und reicht laut Herstellerangaben für 120 Kilometer. Mit 27 PS ist das Auto bestenfalls für die Stadt geeignet.

    Wuling Hongguang Mini EV Wuling HongGuang

    Wuling Hongguang Mini EV

    Der chinesische Kasten ist ein elektrischer Bestseller.

    Ora Black Cat: Design für die Schwellenländer

    Etwas vielversprechender ist das Einstiegsmodell Ora Black Cat aus dem Great-Wall-Konzern. 2019 wurde es auf der Shanghai Motorshow präsentiert. Für einen Einstiegspreis ab umgerechnet 8750 Euro wird das Modell nicht nur in China, sondern auch in Indien und Lateinamerika verkauft.

    Dafür gibt es eine Batterie mit einer Kapazität von 33 kWh und eine offizielle Reichweite von bis zu 300 Kilometern. Der Motor des Ora Black Cat ist mit 48 PS nicht unbedingt stark, aber ausreichend.

    Ora Black Cat

    Ora Black Cat

    Der chinesische Kleinwagen setzt auf eine ausgefallene Optik.

    Chery EQ1: Kleinwagen mit Anspruch

    Die „kleine Ameise“, wie das Modell Chery EQ1 von den Chinesen genannt wird, ähnelt dem Smart. Und auch bei den technischen Daten braucht sich das Modell, das ab 8940 Euro verkauft wird, nicht vor der europäischen Konkurrenz zu verstecken.

    Die Spitzengeschwindigkeit des Chery EQ1 ist zwar auf 100 Stundenkilometer begrenzt. Aber mit einer Reichweite von fast 300 Kilometern und der Schnellladefähigkeit von 50 kW ist das Modell vor allem für die Stadt eine echte Alternative.

    Chery EQ1

    Chery EQ1

    Der chinesische Kleinwagen bietet keine hohe Geschwindigkeit, aber vergleichsweise viel Reichweite.

    Erstpublikation: 07.07.22, 09:35 Uhr.

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