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27.04.2017

14:58 Uhr

Adidas-Konkurrent macht Verlust

Under Armour stürzt ab

VonJoachim Hofer

Under Armour ist katastrophal ins neue Jahr gestartet: Das Umsatzplus des Adidas-Konkurrenten fällt bescheiden aus, unterm Strich steht der erste Verlust seit dem Börsengang. Die Investoren sind trotzdem erleichtert.

Vom Bestseller zum Ladenhüter: Die Schuhe von Under Armour waren zu Jahresbeginn wenig gefragt. Das Umsatzplus des erfolgsverwöhnten Konzerns fiel bescheiden aus. AFP

Under Armour

Vom Bestseller zum Ladenhüter: Die Schuhe von Under Armour waren zu Jahresbeginn wenig gefragt. Das Umsatzplus des erfolgsverwöhnten Konzerns fiel bescheiden aus.

MünchenDer Siegeszug von Under Armour ist gestoppt. Zumindest vorerst. Der amerikanische Turnschuh-Hersteller hat einen schwachen Start ins neue Jahr erwischt. Der Umsatz des Konzerns aus Baltimore ist im ersten Quartal um lediglich sieben Prozent auf umgerechnet rund eine Milliarde Euro geklettert. Für die erfolgsverwöhnte Sportmarke ein geradezu erbärmliches Plus. Vor genau einem Jahr hat Gründer und Vorstandschef Kevin Plank anlässlich der Quartalszahlen noch damit angegeben, dass Under Armour „jetzt 24 Quartale in Folge um mehr als 20 Prozent gewachsen“ sei.

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Als Björn Gulden Puma übernahm, lag die Traditionsfirma am Boden. Nun ist die Sportmarke glänzend ins Jahr gestartet, die Turnschuhe des Labels sind gefragt wie nie. Die Investoren sind begeistert von der Raubkatze.

Doch das ist Geschichte. Plank macht für das schwache Geschäft vor allem die Pleiten von wichtigen Händlern wie Sports Authority in den USA verantwortlich. Auf dem Heimatmarkt erzielt der Sportkonzern rund vier Fünftel vom Umsatz. Dort sind die Erlöse in den ersten drei Monaten des Jahres um ein Prozent gesunken.

Damit nicht genug der schlechten Nachrichten: Unterm Strich schrieb Under Armour sogar einen Verlust von knapp zwei Millionen Euro. Es ist dem Finanzinformationsdienst Bloomberg zufolge das erste Mal seit dem Börsengang vor mehr als zehn Jahren, dass die Firma in die roten Zahlen gerutscht ist.

Gleichwohl waren die Investoren an der Wall Street am Donnerstag erleichtert. Denn die Banker hatten im Schnitt mit einem noch geringeren Umsatzwachstum und einem höheren Verlust gerechnet. Im vorbörslichen Handel in New York schoss der Aktienkurs daher regelrecht in die Höhe und verbuchte ein Plus von gut zehn Prozent. Zuvor hatten die Papiere seit Jahresbeginn allerdings rund ein Drittel an Wert verloren.

Under Armour schlägt sich derzeit wesentlich schlechter als die Konkurrenz. Der deutsche Rivale Puma hat Anfang der Woche ein Umsatzwachstum von fast einem Fünftel verkündet und den Gewinn kräftig gesteigert. Das ist bemerkenswert: Vergangenes Jahr sah es noch so aus, als würde Under Armour die Marke mit dem Raubtierlogo weit hinter sich lassen. Zu Jahresbeginn waren die Konkurrenten jetzt wieder gleich auf.

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