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03.01.2018

15:10 Uhr

Adidas, Nike, Puma

Sporthändler hoffen auf ein Superjahr

Fußball-WM, Olympia, Handball, Leichtathletik und mehr: 2018 steigen zahlreich Sport-Großereignisse. Die Sportartikelbranche reibt sich schon die Hände – und hofft vor allem auf ein Gelingen der WM-Titelverteidigung.

Nach dem WM-Sieg der National Elf im Jahr 2014 haben die Verkäufe von Fußball Trikots noch einmal ordentlich zugelegt. Sportartikler hoffen nun auf den selben Effekt im Supersportjahr 2018. dpa

WM-Trikot

Nach dem WM-Sieg der National Elf im Jahr 2014 haben die Verkäufe von Fußball Trikots noch einmal ordentlich zugelegt. Sportartikler hoffen nun auf den selben Effekt im Supersportjahr 2018.

Nürnberg Eine deutsche Fußball-Nationalmannschaft auf Mission Titelverteidigung in Russland und Olympische Winterspiele auf der koreanischen Halbinsel: Das Jahr 2018 steht im Zeichen des Sports. Und die Fußball-Weltmeisterschaft sowie Olympia sind längst nicht die einzigen Großevents im Kalender. Eine Handball-EM in Kroatien und eine Leichtathletik-EM in Berlin im Sommer gibt es zum Beispiel auch. Die Vorfreude bei den Sportartiklern ist naturgemäß groß. Die Branche hofft vor allem auf gute Geschäfte rund um König Fußball.

Denn: Die beiden zugkräftigsten Ereignisse im Sportkalender 2018 entfalten erfahrungsgemäß längst nicht die gleiche Sogwirkung auf Kunden. Die Olympischen Spiele würden eher als Event gesehen, das Begeisterung für den Sport schafft, Neugier weckt und Aufmerksamkeit bringt – auch durch die Medien, meint Michael Steinhauser, Kommunikationschef beim Einkaufsverbund Intersport. Dass „ein Kunde dann bei uns im Geschäft steht und sich vielleicht einen Bobanzug kauft“, sei eher unwahrscheinlich. Und doch könnten die Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang dem einen oder anderen Zuschauer „den Antrieb geben, vielleicht noch mal die Skier herauszuholen und auf die Piste zu gehen - wenn das Wetter denn mitspielt.“

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Spitzenvereine wie Real Madrid oder Barcelona sind in einer komfortablen Lage und können in den nächsten Jahren mit noch besseren Ausrüsterverträgen rechnen. Alle anderen haben bei den Sportmarken klar das Nachsehen.

Ganz ähnlich sieht das auch Nicole Espey, Geschäftsführerin beim Bundesverband der Sportartikelindustrie (BSI): Neben Supersportjahren sei ein knackiger Winter für die Branche von Bedeutung. Im vergangenen Jahr habe es schon früh Schnee gegeben, erstmals schon im November - mit dem Ergebnis, dass für Skifahrer in den Bergen jetzt schon viel Schnee liegt. Also beste Aussichten auch fürs neue Jahr.

Doch auch Espey weist darauf hin, dass Olympia und Fußball zumindest im Sportfachhandel nicht in der gleichen Liga spielen. Beim Fußball gehe es vor allem um Trikot- und Schuhverkäufe - „und dann ist davon auszugehen, dass die Verkaufszahlen immer in die Höhe schießen, wenn die deutsche Mannschaft erfolgreich ist“, sagt die Expertin. „Wenn irgendein Skifahrer mit einem bestimmten Paar Ski Olympiasieger wird, haben Sie diesen Effekt nicht.“

Mit dem großen Hype um Trikots der deutschen Nationalkicker rechnet Intersport-Sprecher Steinhauser erfahrungsgemäß erst nach dem Champions-League-Finale. Der Rückblick aufs vorige WM-Jahr, als Deutschland den Titel holte, stimmt ihn optimistisch: „2014 war ein außergewöhnliches Jahr.“ Nach dem Turnier habe es mit den Verkäufen des Trikots mit dem vierten Meisterstern noch einmal einen deutlichen Schub gegeben.

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