Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.04.2017

20:21 Uhr

Alitalia in der Krise

Regierung plant keine weiteren Hilfen

Die Fluggesellschaft Alitalia kann auf keine weitere Hilfe des italienischen Staates hoffen. Dieser hatte in den vergangenen Jahren rund sieben Milliarden Euro zur Rettung der schwächelnden Airline beigesteuert.

Ein Flugzeug der italienischen Fluggesellschaft Alitalia steht auf einem Rollfeld. AFP

Alitalia

Ein Flugzeug der italienischen Fluggesellschaft Alitalia steht auf einem Rollfeld.

Mailand/RomDie Regierung in Rom zeigt kein Interesse, die schwer angeschlagene Fluglinie Alitalia zu retten. Der Staat sei nicht bereit, sich direkt oder indirekt an einer Kapitalerhöhung zu beteiligen, sagte Italiens Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan am Donnerstag im Parlament. Alitalia droht das Aus, nachdem sich die Mitarbeiter Anfang der Woche in einer Abstimmung gegen einen Rettungsplan ausgesprochen hatten. Nun stehen über 12.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Auch europäische Konkurrenten winkten ab. Die Deutsche Lufthansa erteilte Spekulationen um eine mögliche Übernahme Alitalias eine deutliche Absage. Eine Abfuhr erhielt die Traditionslinie auch vom Billigflieger Norwegian Air.

Alitalia fliegt derzeit eine halbe Million Euro Verlust am Tag ein. Die italienische Regierung stellte bislang nur einen Brückenkredit von 300 bis 400 Millionen Euro in Aussicht. Der Alitalia-Flugbetrieb soll zunächst uneingeschränkt weitergehen. Die Spitzen der italienischen Wirtschaft zeigen sich ratlos. Die Bank Intesa Sanpaolo, einer der größten Aktionäre und Gläubiger von Alitalia, hat nach Auskunft von Chef Carlo Messina keinen Plan B in der Schublade.

Angeschlagene Fluggesellschaft: Keine Alitalia-Übernahme durch Lufthansa

Angeschlagene Fluggesellschaft

Keine Alitalia-Übernahme durch Lufthansa

Die Lufthansa ist nicht am Kauf der angeschlagenen italienischen Fluggesellschaft Alitalia interessiert. Der Airline droht das Aus, nachdem die Mitarbeiter in einer Abstimmung gegen einen Rettungsplan gestimmt hatten.

Die italienischen Regierungen haben im Laufe der vergangenen Jahre bisher insgesamt rund sieben Milliarden Euro investiert, um der krisengeschüttelten Alitalia den Weiterbetrieb zu ermöglichen. Im Gegenzug für die Finanzhilfen forderten die Politiker jedoch keine nachhaltige Sanierung bei der Airline.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×