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13.03.2019

08:08

Blitzanalyse

Adidas erhöht die Dividende – die Blitzanalyse

Von: Joachim Hofer

Das Europageschäft schwächelt, doch weltweit bleibt Adidas hochrentabel. Darum will der Sportartikelhersteller mehr Geld an die Aktionäre ausschütten.

Der Sportartikelriese wächst vor allem in China und den USA. dpa

Adidas

Der Sportartikelriese wächst vor allem in China und den USA.

MünchenEuropas größter Sportkonzern hat seine Quartals- und Jahreszahlen vorgelegt. Die wichtigsten Fakten.

  • Der Turnschuh-Hersteller hat den Umsatz vergangenes Jahr zu konstanten Wechselkursen um acht Prozent gesteigert. Das teilte Adidas an diesem Mittwoch mit. Damit hat Vorstandschef Kasper Rorsted die im Herbst leicht nach unten korrigierte Prognose gerade noch erfüllt. Der Manager hatte acht bis neun Prozent versprochen. Der Umsatz betrug damit knapp 22 Milliarden Euro. Im vierten Quartal kletterten die Erlöse währungsbereinigt um fünf Prozent.
  • Der Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen ist 2018 um ein Fünftel auf 1,7 Milliarden Euro in die Höhe geschossen. Das entspricht dem selbst gesetzten Ziel. Die operative Marge beträgt 10,8 Prozent, 1,1 Prozentpunkte mehr als 2017. „Rekordumsatz, die höchste Marge in unserer Geschichte und ein starker Gewinnanstieg – 2018 war erneut ein erfolgreiches Jahr für unser Unternehmen“, sagte Rorsted.
  • Die Aktionäre erhalten eine Dividende von 3,35 Euro je Aktie, 29 Prozent mehr als vergangenes Jahr.

Das fällt positiv auf

Amerika und China boomen: Am dynamischsten hat sich Adidas vergangenes Jahr erneut in China entwickelt. Hier stiegen die Erlöse um 23 Prozent. In Nordamerika kletterte der Umsatz um 15 Prozent. Das ist besonders wichtig, denn in der Heimat von Weltmarktführer Nike hat der Turnschuh-Hersteller den größten Nachholbedarf.

Das fällt negativ auf

Europa lahmt: Die Konsumenten in der Heimatregion Westeuropa lassen die Shirts, Shorts und Schuhe von Adidas in den Regalen liegen. Hier stagnierte der Umsatz vergangenes Jahr. Im vierten Quartal sind die Erlöse in Europa sogar geschrumpft.

Was jetzt passiert

Geringeres Plus: Rorsted verspricht fürs laufende Jahr ein Umsatzplus zu konstanten Wechselkursen von fünf bis acht Prozent. Analysten haben bisher bis zu 9 Prozent erwartet. Der Konzern kämpfe mit Produktionsengpässen bei Bekleidung, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Dies bremse das Wachstum insbesondere in Nordamerika.

Die operative Marge soll dennoch kräftig klettern, auf einen Wert von 11,3 bis 11,5 Prozent. Das wäre ein neuer Rekord. Der Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen soll zwischen 10 und 14 Prozent steigen.

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