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13.03.2018

11:57 Uhr

BSH: Chinesen stürzen sich auf Bosch-Hausgeräte Bosch Siemens Hausgeräte

Montage bei BSH in Giengen

Die Bosch-Tochter hat 2017 wieder Marktanteile hinzugewonnen.

BSH erlebt China-Boom

Chinesen stürzen sich auf Bosch-Hausgeräte

VonAxel Höpner

Die Bosch-Tochter BSH feiert ein Rekordjahr. Auch 2018 soll es weiter aufwärts gehen. Das große Thema ist die vernetzte Küche.

MünchenDas China-Geschäft treibt den Umsatz der Bosch-Tochter BSH. Allein am sogenannten Singles-Day, dem großen Online-Shopping-Tag in China jeweils am 11. November, konnte der Konzern 2017 den Umsatz um 40 Prozent steigern.

Binnen 24 Stunden machte der Hausgeräte-Spezialist so laut Branchenschätzungen in China mehr Umsatz als zum Beispiel in Kanada im ganzen Jahr. Insgesamt konnte die BSH die Umsätze in China als um mehr als 14 Prozent steigern und macht dort mittlerweile mehr Umsatz als in Deutschland.

Nach Haier und Midea ist die Bosch-Tochter in China die Nummer drei auf dem Markt für Hausgeräte. Vor allem mit der Marke des Ex-Miteigentümers Siemens macht sie gute Geschäfte. „Wir gewinnen in China weiter Marktanteile“, sagte BSH-Finanzvorstand Johannes Närger. Gefragt sind neuerdings vor allem Geschirrspüler, die früher wenig verbreitet waren.

Bosch: Die vernetzte Küche kommt doch noch

Bosch

Die vernetzte Küche kommt doch noch

Lange hat die Branche den intelligenten Kühlschrank versprochen. Der Haken: Den brauchte bislang einfach niemand. Nun hält die Digitalisierung aber doch noch Einzug in der Küche. Bosch ist ganz vorne mit dabei.

Da es mit Ausnahme von Amerika, wo die Umsätze stagnierten, auch anderswo gut lief, konnte Närger zufrieden bilanzieren: „Es war in jeder Hinsicht ein Rekordjahr.“ Die BSH-Umsätze stiegen auf Euro-Basis um 5,8 Prozent auf erstmals 13,8 Milliarden Euro. Damit ist die Bosch-Tochter dem mittelfristigen Ziel von mehr als 20 Milliarden Euro Umsatz im vergangenen Jahr einen Schritt näher gekommen.

Der weltweite Hausgerätemarkt wuchs laut Unternehmensangaben auf Euro-Basis um zwei Prozent und auch BSH hat erneut Marktanteile hinzugewonnen. In Europa liegen sie bei gut 25 Prozent. Gewinnzahlen nennt BSH seit der Komplettübernahme durch Bosch jedoch keine mehr.

Zur Vorlage der Bilanz präsentierte BSH eine neue Waschmaschine, bei der ein Hand-Scanner Stoff, Farbe und Flecken der Wäsche untersuchen kann. Noch ist der Vorgang etwas kompliziert, doch das Modell zeigt, wo für die Hausgerätehersteller die Zukunft liegt: im vernetzten Haushalt.

Lange war in der Branche die Rede vom Kühlschrank, der seine Milch selbst bestellt. Doch einen Bedarf gab es dafür nicht. Nun sieht es aber so aus, als ob die Vernetzung von Geräten nach einer langen Anlaufzeit wirtschaftliche Relevanz gewinnt. Und damit spielt das Thema eine Schlüsselrolle beim Plan von Konzernchef Karsten Ottenberg, den Umsatz bis 2025 auf 20 Milliarden Euro zu steigern.

Der Münchener Konzern hatte bereits vor gut vier Jahren die Plattform Home Connect entwickelt, an die Geräte angeschlossen werden können. Über Apps können die Nutzer zum Beispiel den Ofen vorheizen und werden informiert, wenn die Waschmaschine fertig ist.

Nach Einschätzung von BSH ist es die bislang einzige Lösung für Hausgeräte, mit der unterschiedliche Geräte unterschiedlicher Marken in mehr als 30 Ländern weltweit gesteuert werden können.

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