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19.09.2017

14:07 Uhr

Deutscher Einzelhandel

Online-Boom bringt Umsatzplus

Der deutsche Einzelhandel kann sich über ein sattes Umsatzplus und die Anhebung der Wachstumsprognose freuen. Der Anstieg fällt viel besser aus als erwartet. Besonders der Boom im Online-Handel trug maßgeblich dazu bei.

Deutsche Einzelhändler

Deutsche in Kauflaune – Dickes Umsatzplus für den Einzelhandel

Deutsche Einzelhändler: Deutsche in Kauflaune – Dickes Umsatzplus für den Einzelhandel

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DüsseldorfDie ungebrochene Kauflust der Deutschen und der Online-Boom stimmen den Einzelhandel zuversichtlicher. Im achten Wachstumsjahr in Folge schickt sich die Branche an, erstmals die Umsatzmarke von 500 Milliarden Euro zu knacken, wie der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes HDE, Stefan Genth, am Dienstag in Düsseldorf in Aussicht stellte. Er erwartet, dass der Wirtschaftszweig mit seinen über drei Millionen Beschäftigten 2017 die Erlöse um drei Prozent steigern wird. Bislang lag die Prognose bei plus zwei Prozent. Etwas gedämpft wird der Optimismus für das Herbst- und Weihnachtsgeschäft allerdings durch die Unsicherheiten über den Ausgang der Bundestagswahl am Sonntag.

„Wir glauben an die Stärke des zweiten Halbjahres. Es gibt gute Anzeichen. Wir bleiben in unseren Erwartungen aber konservativ“, sagte Genth. Auch für 2018 sei er positiv gestimmt. Wegen der Rekordbeschäftigung seien die Rahmenbedingungen gut. Im ersten Halbjahr stieg der Branchenumsatz um 4,5 Prozent, preisbereinigt um 3,1 Prozent.

„Online-Handel ist das Top-Thema“, sagte Genth. Die dynamische Entwicklung des Segments komme inzwischen auch im Lebensmittelbereich an. Der HDE rechne hier mit einem Plus von 20 Prozent. Insgesamt erwarte der HDE einen Anstieg im Online-Geschäft um zehn Prozent auf rund 49 Milliarden Euro.

Genth berichtete ferner, die Schere zwischen großen und kleinen Handelsfirmen gehe immer weiter auseinander. „Weniger investitionsstarke Betriebe fühlen sich vom Wachstumstrend abgehängt, während große Unternehmen vom Boom des E-Commerce profitieren“, erläuterte er. Vielen kleinen Unternehmen fehlten sowohl das Know-how als auch die finanzielle Ausstattung, um an die Digitalisierung Anschluss zu finden. Gewinner seien vor allem die Betriebe, die sowohl im stationären Einzelhandel unterwegs seien wie auch über das Internet ihre Waren verkauften. Genth bekräftigte seine Prognose, im Zeitraum von 2015 bis 2020 insgesamt 50.000 Handelsstandorte verschwinden dürften.

Von

rtr

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