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27.07.2018

12:00 Uhr

Digitale Transformation

Wie SAP und Lidl Hunderte Millionen Euro versenkt haben

VonChristof Kerkmann, Florian Kolf

Der Softwarekonzern sollte den Handelsriesen in die digitale Transformation begleiten. Doch die Kooperation wurde zum Lehrstück des Scheiterns. Kosten: wohl 500 Millionen Euro.

Wie SAP und Lidl Hunderte Millionen Euro versenkt haben dpa

Discounter Lidl

Die Zusammenarbeit mit SAP ist krachend gescheitert.

DüsseldorfMit riesigen Ambitionen war das Projekt gestartet, kein Superlativ schien zu groß. „Das größte Transformationsprojekt der Unternehmensgeschichte“, nannte Lidl die Einführung von SAP für seine gesamte Firmen-IT, einschließlich der Warenwirtschaft, des heikelsten Bereichs bei jedem Händler. Als „Kunststück am Herzstück“ bezeichnete es Alexander Sonnenmoser, Bereichsvorstand IT-Systeme bei Lidl.

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Kommentare (3)

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Frau Tanja Sadrinna

01.08.2018, 13:40 Uhr

"Offenbar seien die Anforderungen an das neue System nicht richtig formuliert worden, sagt ein Experte für Projektmanagement. " Wenn man an der Anforderungsanalyse und -verwaltung spart, Stakeholder übersieht, missversteht oder ignoriert, dann können Projekte nur scheitern. Daran kann dann auch die Entwicklung nichts mehr ändern. Darum sollte man sich viel mehr um ein solides Requirements Engineering bemühen und sich dabei auch von Software unterstützen lassen. Ein Framework für digitale Transformation könnte helfen, das ganz vorne bei der Strategieanalyse aufsetzt und methodische Grundlagen der Business Analyse und des Requirements Engineering abbildet. microTOOL bietet Methoden und Lösungen für die digitale Transformation und freut sich über alle, die Rat suchen für ihre digitalen Change-Vorhaben.

Herr Dan Schroeder

01.08.2018, 14:38 Uhr

Die Vorarbeit bei der Einfuehrung von SAP ist gigantisch. SAP sollte eine Pre-SAP software haben, also eine Ue bergangssoftware. Die habe ich zu meinen Zeiten vermisst. Ein einmal eingegebener Datensatz in SAP kann nur unter groessten Schwierigkeiten geaendert warden. SAP eignet sich wunderbar fuer produzierendes Gewerbe mit geringer Fertigungstiefe.

Herr Roland Meißner

02.08.2018, 12:51 Uhr

SAP ist an dem Scheitern wahrscheinlich nicht ganz unschuldig. SAP hätte gemeinsam mit LIDL-Experten sehr detailliert zu Beginn des Projekts die Anforderungen an die IT-Umstellung herausarbeiten müssen, und klar darauf hinweisen müssen, wo die SAP-SW die gestellten Anforderungen nicht erfüllen kann und welche Anpassungsarbeiten von wem zu leisten gewesen wären. Eine externe Unternehmensberatung kann bei solchen Fragen und Klärungsarbeiten erfahrungsgemäß wenig helfen. Gefragt sind Profis, die die Geschäftsabläufe im Detail kennen und diese analytisch beschreiben können. Ein einzelner MA kann das häufig nicht leisten. Es müssen Teams gebildet werden, die sich in ihrem Know how gut ergänzen und die gut zusammen arbeiten können; dabei muss es auch menschlich passen. Unternehmensberater können hier meistens wenig helfen, weil sie die wichtigen Details der unternehmensinternen Prozessabläufe nicht gut genug kennen. Ich hatte Ähnliches oft genug erlebt. Die Vorschläge wurden dann einfach ad acta gelegt. Das A und O bei solchen Veränderungsprozessen ist die detaillierte Herausarbeitung aller Einflüsse auf die Prozess-/Geschäftsabläufe zu Beginn des Projekts unter Berücksichtigung aller erdenklichen, realen Randbedingungen, mit denen man bei den täglichen Geschäften konfrontiert ist. Nur wenn dabei nichts Wichtiges übersehen wurde, kann man erwarten, dass das Projekt erfolgreich abgeschlossen werden kann. SAP hätte diese Startphase dann begleitend beobachten müssen, um zu erkennen, ob und ggf. wo die dazu lieferbare Software Probleme bekommen hätte. Dann hätte man zu einem frühen Zeitpunkt die Erfolgsaussichten des Gesamtprojektes erkennen und beurteilen können.

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