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25.09.2017

12:28 Uhr

Discounter in Großbritannien

Aldi-Expansion hat ihren Preis

Aldi will in Großbritannien und Irland weiter expandieren - das lässt sich der Lebensmittel-Discounter einiges kosten. Zwar erzielte Aldi UK 2016 einen Rekordumsatz, dennoch verbucht das Unternehmen Gewinneinbußen.

Trotz eines Rekordumsatzes hat Aldi UK im vergangenen Jahr Gewinneinbußen verbucht. Reuters

Aldi in Großbritannien

Trotz eines Rekordumsatzes hat Aldi UK im vergangenen Jahr Gewinneinbußen verbucht.

DüsseldorfDer Lebensmittel-Discounter Aldi lässt sich seine rasante Expansion in Großbritannien und Irland einiges kosten. Trotz eines Rekordumsatzes verbuchte die Tochter des Essener Konzerns, Aldi UK, im vergangenen Jahr daher Gewinneinbußen, wie Matthew Barnes, Chef von Aldi UK, am Montag mitteilte. Gleichwohl seien die Eigner des familiengeführten Konzerns mit der Entwicklung in Großbritannien zufrieden. Der Ergebnisrückgang sei der Preis der gewollten Expansion.

Im Kampf mit seinen Wettbewerbern Tesco, Sainsbury's, Asda, Morrisons und auch Lidl plant Aldi UK bis 2022 über 1000 neue Supermärkte und will dafür zwei Milliarden Pfund (umgerechnet 2,3 Milliarden Euro) in die Hand nehmen. 2016 investierte der Discounter 450 Millionen Pfund. So sank der operative Gewinn im vergangenen Jahr um 17 Prozent auf 211,3 Millionen Pfund während der Umsatz um 13,5 Prozent auf 8,744 Milliarden zulegte.

Warum Aldi billig ist

Es ging ums Sattwerden

Es ist eine Gretchenfrage: Wie viele Artikel biete ich meinen Kunden an? 1946 ging es um nichts mehr als ums Sattwerden. Die Aldi-Brüder schauten auf ihren Tages- und Wocheneinkauf. Erst im Laufe der Jahre kamen Non-Food-Artikel hinzu – anfangs waren sie verpönt.

Zahl der Artikel

Mit der Zeit pendelte man sich bei 400 Artikeln ein. Inzwischen – in Zeiten der feiner werdenden Nuancen – ist die Zahl auf 900 Artikel gewachsen. Der Stellplatz in den Filialen hat natürliche Grenzen. Zudem ist Produktpflege ein aufwändiges Geschäft.

Das oberste Gebot

Von Beginn an galt bei den Albrechts das Gebot der Warengleichheit: In allen Filialen sollten die Kunden dieselben Produkte finden. Schnell ging es soweit, dass sie es sogar an derselben Stelle fanden.

Die Revolution

Eine echte Revolution war die Einführung von Kühlware in den 70er-Jahren. Sowohl bei Aldi Nord als auch bei Aldi Süd gingen Grundsatz-Diskussionen voraus. Entgegen der Behauptungen gab es darüber aber keinen brüderlichen Zwist. Allerdings musste der vorpreschende Karl Überzeugungsarbeit leisten beim abwägenden Theo. Doch die Kühltruhe kam, erst im Kleinformat, dann immer mehr.

Markenartikel? Nein, Danke!

Seit Jahren macht andere Discounter wie Netto (vorher Plus) gute Geschäfte mit Markenartikeln. Aldi hat stets eine Aversion gegen sie gehabt. Auf der anderen Seite taten sich die Hersteller von Markenartikeln anfangs auch sehr schwer, bei einer Billigkette zu listen, als die Aldi galt.

Aldis Problem

Vereinfacht gesagt besteht Aldis größtes Problem darin, die erforderlichen Liefermengen von mehreren Anbietern zu beziehen. Bei vergleichenden Qualitätsstandards heißt es immer wieder: Bedarfsdeckung versus Preis. Gerade zu Ostern und Weihnachten ist es eine Sisyphusarbeit in Planung und Organisation, für ausreichend Waren zu sorgen und sie auf die Filialen zu verteilen.

Harte Gespräche mit Lieferanten

Die Preisfindung in diesem „Wettkampf“ ist das eigentliche Erfolgsrezept Aldis. Als Marktführer, ausgestattet mit dem Hebel der Mengemacht, hat man hier natürlich Vorteile. Dabei bündeln Aldi Nord und Aldi Süd ihre Einkaufsstrategie in vielen Sortimenten. Auf der anderen Seite hat Aldi auch kein Interesse, die Lieferanten so sehr zu schröpfen, dass sie in den Ruin gehen. 

Die große Verlockung

Lieferanten unterliegen leicht der großen Verlockung, mit Aldi so zu verhandeln, dass die eigentlichen Kapazitätsgrenzen überschritten werden. Zwar kann man mit Aldi vermögend werden, aber das Risiko, sich zu sehr abhängig zu machen, ist groß. Denn Aldi streicht durchaus schnell einen Lieferanten. Fachleute raten dazu, maximal 50 Prozent seiner Produkte an Aldi zu verkaufen.

Das Preisdiktat

Die Wettbewerber sind dem Preisdiktat ausgesetzt. In den vergangenen Jahres war gut zu beobachten, was passiert, wenn Aldi die Preise für Alltagsprodukte wie Milch senkte: Die Konkurrenz zog innerhalb weniger Stunden nach. Preisvergleich und Preispolitik sind Tagesaufgaben.

Wie preissensibel ist der Kunde

Doch warum agieren die Discounter eigentlich so nah am „gerechten Preis“? Die Frage ist durchaus berechtigt, denn die Durchschnittskunde ist eigentlich sehr wenig mit den Preisen vertraut. Er stellt seinen Warenkorb den Bedürfnissen und Gepflogenheiten zusammen. Die meisten gehen nicht mit offenen Augen durch die Läden. Angebote werden auch bei Aldi sehr deutlich mit andersfarbigen Schildern gekennzeichnet, damit sie überhaupt auffallen. Umso wichtiger ist also, dauerhaft der Preisführer zu sein – und dieses Image zu pflegen.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Carlos Santos

25.09.2017, 13:09 Uhr

DISCOUNTER IN GROSSBRITANNIEN
Aldi-Expansion hat ihren Preis
Datum:
25.09.2017 12:28 Uhr
Aldi will in Großbritannien und Irland weiter expandieren - das lässt sich der Lebensmittel-Discounter einiges kosten. Zwar erzielte Aldi UK 2016 einen Rekordumsatz, dennoch verbucht das Unternehmen Gewinneinbußen.

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ALDI ist nicht mit der Zeit mit gegangen !!!

ALDI ist rückständig geblieben !!!

Bei Lidl, PLUS, NETTO,REAL_, und sonst wer alles kann man IM INTERNET DIREKT BESTELLEN UND BEKOMMT ES NACHHAUSE GESCHICKT !

Bei ALDI, etwa wer dort eine MATRATZE kaufen will, muss erst zu ALDI direkt in die Filiale gehen und dort bezahlen, bekommt dann einen Kassenzettel und muss damit erst wieder ins Internet um den Code einzugeben damit man es Nachhause bekommt.= STEINZEIT METHODEN !!!

Überall auf der Welt ist sogar die große Diskussion über BITCOIN entstanden während bei ALDI das direkter bestellen Online nicht einmal angekommen ist !

Da braucht ALDI sich über rück gehender Umsatz nicht zu beklagen da auch andere teil des Wettbewerbs sind und nicht sich erlauben können stehen zu bleiben beim harten Wettbewerbskampf von heute !

ALDI GEHE ONLINE !!!


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