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19.05.2019

12:39

Erivan Haub

Briefmarkensammlung von Ex-Tengelmann-Chef wird versteigert

Unternehmer Erivan Haub baute nicht nur den Tengelmann-Konzern auf. Er trug bis zu seinem Tod 2018 auch eine besondere Briefmarkensammlung zusammen.

Die Versteigerung der Briefmarke „Baden-Fehldruck 9 Kreuzer“ beginnt mit einem Startgebot von 800.000 Euro. dpa

Briefmarke

Die Versteigerung der Briefmarke „Baden-Fehldruck 9 Kreuzer“ beginnt mit einem Startgebot von 800.000 Euro.

WiesbadenDie Briefmarkensammlung des früheren Tengelmann-Chefs Erivan Haub (1932-2018) gilt als eine bedeutendsten der Welt – nun soll sie versteigert werden. Zu den prominenten Stücken in der Auktion am 8. Juni in Wiesbaden der „Baden-Fehldruck 9 Kreuzer“ mit einem Startgebot von 800.000 Euro und der „Alexandria Blue Boy“ mit einem Startgebot von einer Million US-Dollar, wie das Heinrich Köhler Auktionshaus in Wiesbaden mitteilte.

„Dass eine solche Sammlung verkauft wird, ist relativ selten“, sagt der Geschäftsführer des Bundes Deutscher Philatelisten, Reinhard Küchler, in Bonn. Haub habe im Laufe seines Lebens eine der bedeutendsten Sammlungen der vergangenen 100 Jahre weltweit zusammengetragen. Der Milliardär war im März 2018 im Alter von 85 Jahren gestorben.

Die Sammlung Erivan umfasst unter anderem Briefmarken und Briefe der Sammelgebiete „Altdeutsche Staaten“, „Postbeförderung mit Zeppelinen“, „Schweizer Kantonal- und Bundesmarken“ sowie „Österreich und Lombardei-Venetien“. Bei der Versteigerungsserie, die am 1. Juni in Stockholm startet, sind in den kommenden fünf Jahren insgesamt 30 Auktionen weltweit geplant.

Aufgerufen werden rund 8.000 Lose, wie das Auktionshaus Köhler mitteilte. „Viele der angebotenen Marken und Briefe waren seit Jahren oder sogar Jahrzehnten nicht mehr am Markt“, erklärte der geschäftsführende Gesellschafter Dieter Michelson.

Der Baden-Fehldruck hat den Angaben zufolge letztmals im Jahr 1985 den Besitzer gewechselt. Ein unaufmerksamer Drucker habe in den 1850er-Jahren bei der Herstellung der 9-Kreuzer-Marke versehentlich zu grünem statt rosafarbenem Papier gegriffen – und damit eine philatelistische Berühmtheit geschaffen. Das grüne Papier war eigentlich für die 6-Kreuzer-Marken vorgesehen. Die lokal vom Postmeister gedruckte Briefmarke „Blue Boy“ der amerikanischen Stadt Alexandria wurde laut Mitteilung zuletzt in einer öffentlichen Auktion 1967 verkauft.

Von

dpa

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