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21.02.2019

11:16

Ferrero

Qualitätsmängel: Die größte Nutella-Fabrik der Welt steht still

Von: Lars Ophüls, Regina Krieger

Der Süßwaren-Konzern Ferrero hat Qualitätsmängel in seinem Werk in Frankreich festgestellt. Dort wird ein Viertel der globalen Nutella-Produktion gefertigt.

Ferrero hat die Produktion in seinem Werk in der Normandie gestoppt. dpa

Nutella

Ferrero hat die Produktion in seinem Werk in der Normandie gestoppt.

Düsseldorf, RomDer Süßwarenhersteller Ferrero hat die Produktion in seinem weltgrößten Nutella-Werk in Frankreich vorübergehend eingestellt. Im Werk Villers-Ecalles in der Normandie habe es „Qualitätsmängel“ gegeben, wie das italienische Familienunternehmen am Mittwoch mitteilte.

Am Dienstagabend habe man den Fehler bei einem Vorprodukt von Nutella und dem Schokoladenriegel Kinder Bueno festgestellt. Die Fertigung ruhe nun zunächst bis Ende der Woche.

„Kein derzeit auf dem Markt befindliches Produkt ist von der Situation betroffen und das Angebot für unsere Kunden läuft ununterbrochen weiter“, hieß es weiter von Ferrero. Ob es sich um ein bakteriologisches Problem handle, wollte Ferrero nicht beantworten.

In Villers-Ecalles stellt Ferrero nach eigenen Angaben rund ein Viertel der globalen Nutella-Produktion her. Täglich werden 600.000 Gläser mit der Haselnusscreme gefüllt.

Ferrero ist nach wie vor komplett im Familienbesitz. 2016 knackte das 1946 vom Pietro Ferrero gegründete Unternehmen erstmals die Zehn-Milliarden-Grenze beim Umsatz. 35.000 Angestellte arbeiten in Italien und in weltweit 22 Produktionsstätten, die Produkte werden in 170 Länder verkauft.

Kommentare (2)

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Herr Helmut Meyer

21.02.2019, 13:44 Uhr

Nutella heißt hochgradig "Zucker". Natürlich hat Zucker keine alleinige Rolle in der Entwicklung von Herzkrankheiten - doch eine unbestritten große. Übergewicht, Erblindung, Herzinfarkt - Forscher überführen den Zucker als wahren Krankmacher.
Doch die Ernährungsindustrie unternimmt alles, um die Gefahren zu verschleiern - um sich weiterhin mittels Ausnutzung der menschlichen Vorlieben für "Süss" zu bereichern - dies unter Inkaufnahme der massenhaften Erkrankung seiner Kunden.
Ferrero - u.a. mit seinem Produkt "Nutella" - gehört zusammen mit anderen großen Nahrungsmittelherstellern die Anklagebank. Strafrechtlich wegen schwerer Körperverletzung sowie zivilrechtlich auf Schmerzensgeld sollte jeder zuckergeschädigt Erkrankte (z.B. durch jahrelangen allmorgentlichen Nutella-Verzehr) die Firma Ferrero zur Rechenschaft ziehen können. Mir ist die momentan (noch) gegebene Utopie dieser meiner Meinungsäußerung bekannt - schon der Nachweis Zucker als Ursache wird im Einzelfall schwierig. Also könnte die Lösung ggf. anderswo gesucht werden - z.B. in geänderter Gesetzgebung für in den Handel zu bringende Nahrungsmittel?

Herr Wilfried Feindt

21.02.2019, 14:43 Uhr

dazu noch eine fette Portion Palmöl, bekanntlich für die Rodung von Regenwald mit verantwortlich und dazu statt Kakao mehr Magermilchpulver für die Gewinnmaximierung. Insbesondere Indonesien leidet unter den Folgen der massiven Abholzung. vor einigenMonaten rief Frankreichs Umweltministerin Ségolène Royal zum Nutella-Boykott auf. Ich würde sagen das nennt sich grundsätzlich ein Qualitätsmangel.

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